Zehntes Kapitel – Die Flucht aus dem Bagno

Ich kam ohne Hindernisse durch das Gittertor und befand mich bald in Brest, einer Stadt, die mir vollkommen unbekannt war. Die Angst, daß mein Zögern, welchen Weg ich einschlagen sollte, mich verraten könnte, vergrößerte noch meine Unruhe. Nach langem Hin- und Hergehen erreichte ich schließlich das einzige Tor der Stadt. Dort stand auf festem Posten ein ehemaliger Galeerenwächter, namens Lachique, ein Mann, der einen Sträfling an den Gebärden, der Haltung, dem Gesichtsausdruck erkannte. Ein Umstand, der diese Beobachtungen erleichtert, ist der, daß ein Mensch, der einige Zeit im Bagno verbracht hat, unwillkürlich das Bein nachschleift, an dem die Kette befestigt war.

Ich mußte irgendwie an dieser zweifelhaften Person vorbeigehen. Er schmauchte mächtig an einer Pfeife und überwachte mit Falkenblick alle, die ein- und ausgingen. Ich war schon bemerkt worden. Ich half mir durch eine Unverschämtheit: als ich Lachique erreichte, stellte ich den Krug Buttermilch, den ich mir zur Vervollständigung meiner Verkleidung unterwegs gekauft hatte, gerade vor ihn hin, stopfte mir die Pfeife und bat ihn um Feuer. Er gab es mir mit der ganzen Höflichkeit, deren er fähig war. Wir bliesen uns gegenseitig einige Rauchwolken ins Gesicht, und darauf schlug ich ruhig den Weg ein, der vor mir lag.

Ich war etwa dreiviertel Stunden dahinmarschiert, als ich die drei Kanonenschüsse vernahm, die abgefeuert werden, um die Entweichung eines Galeerensträflings anzuzeigen, und um die Bauern der Umgegend zu benachrichtigen, daß für die Ergreifung des Flüchtlings eine Belohnung von hundert Franken ausgesetzt ist. Ich sah in der Tat sofort eine Menge mit Flinten und Sensen bewaffnete Menschen übers Feld laufen und jedes Gebüsch absuchen. Einige Arbeiter schienen sogar aus Vorsicht die Waffe ergriffen zu haben, denn ich sah sie ihre Werkstätten mit einer Flinte verlassen. Einer ging ganz nahe an mir vorbei auf einem Feldwege, den ich eingeschlagen hatte, als ich die Kanonenschüsse vernahm, aber er achtete nicht auf mich: ich war recht sauber gekleidet, und da ich wegen der Hitze meinen Hut unter dem Arm trug, ließ ich einen Haarschopf sehen, der ja niemals einem Sträfling gehören konnte.

Ich ging immer tiefer in das Innere des Landes; Dörfer und einzelne Häuser mied ich. Gegen Abend begegnete ich zwei Frauen und fragte sie, auf welchem Wege ich mich befände. Sie antworteten mir in einer Mundart, von der ich kein Wort verstand. Als ich ihnen aber Geld zeigte und ein Zeichen machte, daß ich essen wollte, führten sie mich in ein Wirtshaus, das am Ende eines Dorfes stand und vom … Feldhüter gehalten wurde. Ich sah in, mit allen Zeichen seiner Würde angetan, am Kamin sitzen. Einen Augenblick lang war ich ganz verwirrt, ich faßte mich aber bald wieder und sagte zu ihm, ich wollte den Maire sprechen.

„Das bin ich,“ sagte ein alter Bauer in Wollmütze und Holzschuhen, der an einem kleinen Tische Buchweizenfladen verzehrte. Eine neue Enttäuschung für mich: ich hatte gehofft, auf dem Wege von der Schenke zum Maire mich davonmachen zu können.

Ich sagte dann dem Beamten in den Holzschuhen, daß ich mich auf dem Wege von Morlaix nach Brest verirrt hätte; ich fragte zugleich, wie weit ich mich von Brest befände, da ich noch bis zur Nacht die Stadt erreichen wolle. „Sie sind fünf Meilen von Brest entfernt,“ sagte er zu mir, „Sie können unmöglich noch heute hinkommen. Wenn Sie hier übernachten wollen, so gebe ich Ihnen einen Platz in meiner Scheune. Morgen früh können Sie mit dem Feldhüter reisen; er muß ohnehin einen entsprungenen Sträfling hinbringen, den wir eingefangen haben.“

Diese letzten Worte erneuerten all meine Ängste; denn nach der Art, wie sie gesagt waren, merkte ich, daß der Maire meine Geschichte nicht für bare Münze hielt. Ich nahm dennoch sein liebenswürdiges Anerbieten an. Aber nach dem Abendessen, als ich, die Hände in den Taschen, mich gerade in die Scheune begeben wollte, rief ich auf einmal ganz verzweifelt aus:

„O Gott! Ich habe in Morlaix meine Brieftasche vergessen; da sind meine Papiere und acht Doppellouisdore drin! … Ich muß sofort zurückreisen … sofort. Aber wie finde ich den Weg? … Vielleicht kann mich der Feldhüter begleiten, der kennt ja den Weg? … Wir könnten noch früh genug zurück sein, daß Sie den Sträfling abliefern.“

Dieser Vorschlag zerstreute allen Verdacht, denn ein Mensch, der sich davonmachen will, wählt nicht gerade die Reisebegleitung, um die ich bat. Der Feldhüter, der auf eine Belohnung rechnete, machte sich schon bei meinem ersten Worte reisefertig. Wir reisten also ab und waren bei Tagesanbruch in Morlaix. Mein Reisegefährte, dem ich unterwegs tüchtig eingeschenkt hatte, war schon gründlich angesäuselt; ich deckte ihn dann in der ersten Schenke der Stadt vollends mit Rum zu. Hier blieb er auch am Tisch – oder unter dem Tisch – und wartete auf mich; er wird wohl lange gewartet haben!

Die erste Person, der ich begegnete, fragte ich nach dem Wege nach Vannes. Man zeigt mir ihn so ungefähr und ich marschiere ab, wie man zu sagen pflegt, „mit der Furcht, die Fersen beflügelt“.

Zwei Tage vergehen ohne Zwischenfall, am dritten falle ich auf einem Nebenwege, wenige Meilen von Guemené, zwei Gendarmen in die Arme. Der Anblick der gelben Beinkleider und bordierten Hüte verwirrt mich; ich mache eine Bewegung zu fliehen. Meine beiden Leute rufen mir „Halt! Halt!“ nach, und schicken sich an, ihre Karabiner zu spannen. Sie kommen auf mich zu, und da ich keine Papiere vorzeigen kann, dichte ich auf gut Glück eine Antwort:

„Ich heiße Duval, bin in Lorient geboren, bin Deserteur der Fregatte ‚Die Cocarde‘, die momentan auf der Reede in Saint-Malo liegt.“

Ich brauche nicht hinzuzufügen, daß ich diese Einzelheiten im Zuchthaus zu Brest erfahren hatte, wo jeden Tag Neuigkeiten aus allen Häfen einliefen.

„Was?“ rief der Brigadier. „Sie sind August … der Sohn des alten Duval, der in Lorient auf dem Marktplatz neben der ‚Goldenen Kugel‘ wohnt?“

Ich hütete mich wohl, das Gegenteil zu behaupten. Das schlimmste, was mir begegnen konnte, war, für einen entwichenen Galeerensträfling gehalten zu werden.

„Sapperlot!“ rief der Brigadier, „da tut’s mir wirklich leid, Sie verhaftet zu haben … aber, nun ist nichts zu machen … Ich muß Sie entweder nach Lorient oder nach Saint-Malo bringen.“

Ich bat ihn flehentlich, mich nicht nach Lorient zu bringen, denn ich fürchtete, mit meiner neuen Familie konfrontiert zu werden, im Falle die Identität meiner Persönlichkeit festgestellt werden sollte. Aber der Wachtmeister ließ mich gerade dorthin dirigieren, und ich kam am übernächsten Tage nach Lorient. Hier wurde ich in Pontaniau untergebracht, einem Arresthaus für Seeleute; das lag in der Nähe des neuen Zuchthauses, das mit Sträflingen von Brest bevölkert wurde.

Am nächsten Tage wurde ich vom Rekrutenkommissar vernommen und erklärte von neuem, ich sei August Duval und hätte ohne Erlaubnis mein Schiff verlassen, um meine Eltern zu besuchen. Dann führte man mich ins Gefängnis ab. Hier befand sich unter anderen Matrosen ein junger Mann aus Lorient, der wegen Handgreiflichkeiten gegen seinen Leutnant verurteilt war. Er unterhielt sich eine Zeitlang mit mir; eines Morgens sagte er zu mir:

„Lieber Landsmann, wenn Sie mir ein Frühstück bezahlen, dann sage ich Ihnen etwas, was Ihnen gut bekommen kann.“

Seine geheimnisvolle Miene, die Betonung, die er auf das Wort „Landsmann“ legte, flößten mir Sorge ein; ich durfte nicht nein sagen. Beim Dessert sagte er mir folgendes:

„Sie trauen mir doch? – Ja! – Nun, so will ich Sie auch aus der Patsche ziehen … Ich weiß nicht, wer Sie sind, aber eines ist sicher: Sie sind nicht der junge Duval, denn der ist vor zwei Jahren auf Saint-Pierre-Martinique gestorben. (Eine Bewegung meinerseits.) Jawohl, er ist seit zwei Jahren tot, aber hier weiß es niemand, so herrlich ist die Ordnung, die in unseren Kolonialhospitälern herrscht. Nun, ich kann Ihnen genügend Auskunft über seine Eltern geben, so daß Sie sich für ihn ausgeben können, – selbst vor seinen Eltern. Das wird um so leichter sein, da er in sehr jungen Jahren das Elternhaus verlassen hat. Um noch sicherer zu fahren, können Sie eine Geistesschwäche heucheln, die von den Strapazen der Seereise und von Krankheiten herrühren könnte. Aber eins ist dumm: bevor August Duval zur See ging, ließ er sich auf dem linken Arm eine Zeichnung eintätowieren, wie sie die meisten Seeleute haben. Ich kenne diese Zeichnung genau: es war ein Anker, um den eine Girlande geschlungen ist. Wenn Sie sich mit mir zusammen vierzehn Tage lang im Strafkerker einsperren lassen wollen, so werde ich Ihnen dieselbe Tätowierung machen. Dann werden Sie jeden Menschen dadurch täuschen müssen.“

Mein Tischgenosse schien frei und offen zu sein. Ich erklärte mir das Interesse, das er für meine Lage hatte, aus dem Wunsch, von dem alle Gefangenen beseelt sind; die Justiz zu hintergehen, ihren Fortgang zu hemmen oder sie irrezuführen – ist für sie ein Vergnügen, für das man gerne ein paar Wochen Strafarrest mit in den Kauf nimmt. Da es sich in diesem Fall nur darum handelte, in den Karzer zu kommen, so war das Mittel bald gefunden.

Unter den Fenstern des Saales, in dem wir frühstückten, stand eine Schildwache. Nun begannen wir, Brotkügelchen auf sie zu werfen. Als der Soldat mit dem Aufseher drohte, forderten wir ihn auf, sich zu beklagen. Während dieser Verhandlungen wurde die Wache gerade abgelöst. Der Korporal nahm die Sache sehr ernst und ging auf die Kanzlei; einen Augenblick später kam der Aufseher, um uns zu holen; er sagte nicht einmal, um was es sich handelte. Wir erfuhren es erst, als wir in ein Loch traten, das recht feucht, aber doch genügend hell war. Kaum waren wir eingeschlossen, so machte sich mein Kamerad an die Arbeit, die ihm auch vortrefflich gelang. Die Operation bestand einfach darin, daß der Arm von einigen zusammengebundenen Nadeln, die in Tusche und Karmin getaucht waren, durchstochen wurde. Nach Verlauf von zwölf Tagen waren die Stiche genügend vernarbt, so daß sich nicht feststellen ließ, seit wann sie bestanden. Mein Kamerad benutzte außerdem die Gefangenschaft, um mir weitere Details über die Familie Duval mitzuteilen, die er von Kindesbeinen an kannte und mit der er, glaube ich, verwandt war; er ging so weit, daß er mir selbst einen Tick meines Doppelgängers beibrachte.

Diese Einzelheiten leisteten mir einen großen Dienst, denn am sechzehnten Tag unseres Aufenthaltes im Karzer wurde ich abgeholt, um vor meinen „Vater“, den der Rekrutierungskommissar hatte kommen lassen, geführt zu werden. Mein Kamerad hatte mir seine Person so ausgemalt, daß ich mich unmöglich irren konnte. Kaum erblicke ich den alten Duval, so falle ich ihm um den Hals, er „erkennt mich wieder“, seine Frau, die einen Augenblick später erscheint, „erkennt mich wieder“, eine Kusine und ein Onkel „erkennen mich wieder“. Ich bin August Duval, darüber kann kein Zweifel bestehen, der Rekrutenkommissar selbst ist vollkommen davon überzeugt.

Aber das alles genügte noch nicht, um mich auf freien Fuß zu setzen: als Deserteur der „Cocarde“ sollte ich nach Saint-Malo gebracht werden, wo das Schiff Leute im Spital zurückgelassen hatte, und vor ein Seegericht gestellt werden. Um die Wahrheit zu sagen, das kümmerte mich wenig; ich zweifelte nicht, daß ich unterwegs würde durchbrennen können. Endlich reiste ich ab, von den Tränen meiner „Eltern“ benetzt, und um einige Louisdore reicher; diese tat ich zu den anderen, welche ich in einem Etui, wie ich es bereits geschildert habe, verborgen hielt.

Bis nach Quimper, wo ich dem Anschlußtransport übergeben werden sollte, bot sich absolut keine Gelegenheit, den Gendarmen zu entkommen, die mich zusammen mit einigen anderen Individuen, Dieben, Schmugglern und Deserteuren führten. Man brachte uns in das Stadtgefängnis. Als ich in den Raum trat, wo ich die Nacht zubringen sollte, bemerkte ich am Fuße einer Pritsche einen roten Kittel, der mit den mir nur zu gut bekannten Initialen GAL. gezeichnet war. Darauf schlief, in einer schäbigen Decke eingehüllt, ein Mann, in dem ich an der grünen Mütze mit dem Blechschild sofort einen Galeerensträfling erkannte. Würde er mich wiedererkennen? Würde er mich angeben? Ich stand eine Todesangst aus, als die Person vom Gerassel der Schlösser und Riegel erwachte und sich auf seinem Lager aufrichtete. Da erkannte ich in ihm einen gewissen Gouppy, der mit mir zusammen nach Brest gekommen war. Er war zu lebenslänglicher Zwangsarbeit wegen eines Einbruchdiebstahls verurteilt, den er in der Gegend von Bernai in der Normandie begangen hatte. Sein Vater versah das Amt eines Stockdieners im Bagno zu Brest, wohin er seinerzeit auch nicht gerade zum Zweck der Luftveränderung geraten war. Um seinen Sohn nicht ewig vor Augen zu haben, hatte er erwirkt, daß dieser nach Rochefort abgeschoben wurde, und auf dem Wege dahin befand sich nun Gouppy.

Ich erzählte ihm meine Geschichte. Er versprach mir, Mund zu halten, und hielt das Versprechen um so gewissenhafter, als ein Verrat an mir ihm nichts hätte einbringen können.

Unterdessen kam und kam der Anschlußtransport nicht. Vierzehn Tage seit meiner Ankunft nach Quimper waren verflossen, ohne daß noch vom Abmarsch die Rede war. Dieser lange Aufenthalt brachte mich auf den Gedanken, die Mauer zu durchbrechen und zu flüchten; aber ein Versuch zeigte mir die ganze Unmöglichkeit des Unternehmens, und so wählte ich eine Rolle, die mir das Vertrauen des Aufsehers sichern mußte. Ich sagte ihm, ich hätte etwas von einem Komplott der Arrestanten gehört, und gab ihm die Stelle im Gefängnis an, wo man gearbeitet haben sollte. Er stellte eine genaue Untersuchung an und fand natürlich das Loch, das ich angebohrt hatte. Das brachte mir seine ganze Gunst ein. Ich kam jedoch dadurch nicht um einen Schritt weiter, denn die Aufsicht wurde mit einer Genauigkeit gehandhabt, die allen meinen Kombinationen spottete.

Schließlich verfiel ich auf den Gedanken, mich ins Spital legen zu lassen, wo ich in der Ausführung meines Planes glücklicher zu sein hoffte. Es genügte, zwei Tage lang Tabaksaft zu schlucken, um ein mächtiges Fieber zu bekommen; die Ärzte gaben mir auch sogleich den Krankenschein. Ich erhielt andere Kleider, eine Haube und einen Mantel, und wurde in die Arrestantenabteilung gelegt.

Es gehörte zu meinem Plan, zunächst einige Zeit im Spital zu bleiben, um die Ausgänge kennen zu lernen; aber die Krankheit, die ich mir infolge des Tabaksaftes zugezogen hatte, konnte höchstens drei, vier Tage dauern. Es hieß also, ein Rezept zu finden, um eine andere Krankheit zu improvisieren. Da ich im Spital noch niemanden kannte, konnte ich mir einstweilen nicht weiter Tabaksaft verschaffen. Nun war ich aber in Bicêtre in die Methoden eingeweiht worden, wie man sich Wunden und Geschwüre anlegt, mit Hilfe deren Bettler das Mitleid des Publikums hervorrufen und Almosen erhalten. Ich wählte das Mittel, durch das der Kopf wie ein Scheffel anschwillt, denn darauf fallen die Ärzte unfehlbar herein. Außerdem ist diese Krankheit nicht schmerzhaft, und ihre Spuren lassen sich innerhalb eines Tages wieder verwischen.

Mein Kopf bekam also auf einmal riesenhafte Dimensionen. Große Aufregung unter den Ärzten der Anstalt. Sie waren scheinbar nicht besonders beschlagen und wußten nicht recht, was sie davon halten sollten. Ich glaube, sie sprachen von Elefantiasias und Hydropsie des Gehirns. Wie dem auch sei, die ärztliche Konsultation endete mit der im Spital üblichen Vorschrift der allerstrengsten Diät.

Hätte ich Geld gehabt, so würde ich mich um diese Vorschrift den Teufel was gekümmert haben. Aber mein Etui enthielt nur noch einige Goldstücke, und ich fürchtete, Verdacht zu erregen, wenn ich sie wechselte. Ich entschloß mich jedoch, einem freigelassenen Sträfling, der die Dienste des Krankenwärters versah, einiges von der Sache anzuvertrauen. Dieser Mann, der für Geld alles getan hätte, verschaffte mir bald das, was ich brauchte.

Als ich die Lust äußerte, für einige Stunden nach der Stadt zu gehen, meinte er, das sei mit einer Verkleidung nicht unmöglich, da die Mauer höchstens acht Fuß hoch sei. Diesen Weg nähme man immer, sagte er, wenn er oder seine Kollegen eine Besorgung zu machen hätten. Wir machten aus, daß er mir Kleider verschaffen und mich bei meinem nächtlichen Ausflug begleiten würde. Der Ausflug sollte ein Nachtessen bei Weibern werden. Aber die einzigen Kleider, die er innerhalb des Spitals für mich hatte auftreiben können, waren für mich zu klein, und so mußte man diesen Plan fallen lassen.

So lagen die Dinge, als an meinem Bett eine der Schwestern des Hauses vorbeiging, die ich schon einigemal bei sehr weltlichen Bemühungen beobachtet hatte. Die Schwester Franziska war keine der Zierpuppen von Nonnen, wie man sie in der Oper sah, bevor die Nönnlein in Stiftsfräulein, und die Busenschleier in grüne Schürzen verwandelt worden waren. Schwester Franziska war gegen vierunddreißig Jahre alt. Sie war schwarzhaarig und rotbackig, und ihre robusten Reize hatten mehr als eine unglückliche Liebe bei den Medizinjüngern sowohl wie bei den Krankenwärtern entfacht. Beim Anblick dieses verführerischen Geschöpfes, das gegen zwei Zentner wiegen mochte, kam mir der Gedanke, ihr für ein Weilchen ihre körperliche Gewandung zu entlehnen. Ich sagte das meinem Wärter wie einen tollen Einfall, aber er nahm die Sache durchaus ernst und versprach mir, in der darauffolgenden Nacht mir einen Teil von Schwester Franziskas Garderobe zu bringen.

In der Tat, gegen zwei Uhr nachts sah ich ihn mit einem Bündel ankommen, das ein Kleid, einen Schleier, Strümpfe und alles andere enthielt. Er hatte all das aus der Zelle der Schwester gestohlen, während sie bei der Morgenmesse war. Meine neun Zimmergenossen schliefen tief; aber ich ging auf den Flur, um meine Toilette zu machen. Was mir am meisten Mühe bereitete, war der Kopfputz. Ich hatte keine Ahnung, wie er angeordnet werden mußte, dabei hätte mich die geringste Unordnung an diesem Kleidungsstück unfehlbar verraten, denn gerade dabei wird peinliche Genauigkeit gewahrt.

Endlich ist die Toilette der Schwester Vidocq fertig. Wir durchschreiten den Hof und die Gärten und gelangen an eine Stelle, wo es sich am leichtesten über die Mauer klettern läßt. Ich stecke dem Krankenwärter fünfzig Franken zu, fast das ganze Geld, das mir noch übriggeblieben war, und bin bald in einem menschenleeren Gäßchen. Ich lasse mich von ziemlich vagen Hinweisen leiten, gelange aber bald aufs Feld. Obwohl die Frauenröcke mich ziemlich behinderten, so marschierte ich doch tüchtig aus, und hatte bei Sonnenaufgang zwei Meilen hinter mir. Ich begegnete einem Bauern, der mit seinem Gemüse nach Quimper ging, und fragte ihn, wohin der Weg führe, auf dem ich mich befand. Er sagte, ich gehe auf Brest zu. Das paßte mir keineswegs. Ich erklärte dem Manne, daß ich nach Rennes wolle, und er zeigte mir einen Feldweg, der auf die Landstraße nach Rennes mündete. Ich schlug auch sofort diesen Weg ein, aber ich zitterte jeden Augenblick, Soldaten der englischen Armee zu begegnen, die in den Dörfern zwischen Nantes und Brest im Standquartier lagen.

Gegen zehn Uhr morgens kam ich in eine kleine Ansiedelung und erkundigte mich, ob dort keine Soldaten quartierten; ich äußerte dabei die wohlbegründete Furcht, sie könnten mir etwas zuleide tun. Die Person, an die ich mich mit der Frage wandte, war der Küster. Der geschwätzige und mitteilsame Mann zwang mich, im Pfarrhaus einzukehren, um mich zu erfrischen. Zwei Schritte vor uns sah man schon die weißen Wände und die grünen Fensterläden.

Der Pfarrer war ein älterer Mann; sein Gesicht drückte soviel Gutmütigkeit aus, wie sie bei den Geistlichen, die in die Stadt kommen, um ihre Wünsche geltend zu machen und ihren unsittlichen Lebenswandel zu verbergen, recht selten ist. Er empfing mich mit viel Güte.

„Liebe Schwester,“ sagte er zu mir, „ich bin gerade im Begriff, die Messe abzuhalten. Sobald ich fertig bin, wollen wir zusammen frühstücken!“

Ich mußte also in die Kirche gehen, und das war für mich, der das Benehmen und die Kniebeugungen einer Nonne keineswegs kannte, kein leichtes Stück. Zum Glück befand sich an meiner Seite die alte Magd des Pfarrers. Ich ahmte sie in allem nach, und zog mich so schlecht und recht aus der Affäre.

Nach beendetem Gottesdienst geht man zu Tisch, und da beginnt die Fragerei. Ich sage den braven Leuten, daß ich nach Rennes gehe, um eine Bußübung abzuhalten. Der Pfarrer fragt nicht weiter, aber der Küster setzt mir gewaltig zu. Er will wissen, welche Sünde ich büße, worauf ich ihm antworte: „O weh! Diese Neugierde! …“

Der gute Mann läßt sich das gesagt sein und fragt nicht weiter. Meine Lage war jedoch ziemlich peinlich. Ich wagte kaum zu essen aus Furcht, ich könnte meinen männlichen Appetit zeigen. Auch sagte ich oft „Herr Pfarrer“ anstatt „lieber Bruder“. Diese Zerstreutheiten hätten mich schließlich verraten, wenn ich mich nicht beeilt hätte, das Frühstück abzukürzen. Es gelang mir jedoch, genaue Auskunft über die Wege der Gegend zu erhalten. Versehen mit dem Segen des Pfarrers, der mir versprach, mich in seinen Gebeten nicht zu vergessen, machte ich mich auf den Weg. Jetzt war ich mit meiner neuen Kleidung schon bedeutend vertrauter.

Unterwegs begegneten mir nur wenige Leute. Durch die Kriege der Revolution war dieses arme Land entvölkert worden. Ich kam durch Dörfer, wo kein ganzes Haus mehr stand. Nachts erreichte ich einen aus wenigen Häusern bestehenden Weiler und klopfte an die Tür einer Hütte. Eine ältere Frau öffnete und führte mich in ein Zimmer, das ziemlich groß war, an Unsauberkeit aber den Wettstreit mit einer spanischen Provinz aufnehmen könnte. Die Familie bestand aus Vater, Mutter, einem Knaben und zwei Mädchen von fünfzehn und siebzehn Jahren. Als ich eintrat, war man gerade beim Backen von einer Art Krapfen aus Buchweizenmehl. Die ganze Familie war um die Pfanne gruppiert, und die Gestalten boten in der Rembrandtschen Beleuchtung des Herdes ein Bild, das ein Maler bewundert hätte. Ich, der ich keine Zeit hatte, auf Lichteffekte zu achten, hatte nur den Wunsch, etwas zu mir zu nehmen. Mit der ganzen Ehrfurcht, die mein Kostüm einflößte, servierte man mir die ersten Krapfen, und ich verschlang sie geradezu, ohne auch nur darauf zu achten, daß ich mir den Gaumen verbrennen könnte. Ich bin seit jener Zeit an den opulentesten Tafeln gewesen, man hat mich mit den erlesensten Weinen, den delikatesten und ausgesuchtesten Gerichten bewirtet, aber das alles war nicht imstande, mich die Krapfen des niederbretonischen Bauern vergessen zu lassen.

Nach dem Abendessen wurde das gemeinsame Gebet gehalten. Vor dem Schlafengehen steckten Vater und Mutter ihre Pfeifen an. Da ich von den Aufregungen und Anstrengungen des Tages sehr mitgenommen war, äußerte ich den Wunsch, mich zurückzuziehen.

„Wir können Ihnen leider kein Bett anbieten,“ sagte der Hausherr, er war früher Matrose gewesen und sprach daher ziemlich gut Französisch, „Sie werden mit meinen Töchtern schlafen müssen …“

Ich bemerkte, daß ich mich auf einer Bußreise befinde, und nur auf Stroh schlafen dürfe. Ich fügte hinzu, daß ich mich mit einem Eckchen im Stall begnügen würde.

„Iwo,“ erwiderte er, „wenn Sie mit Jeanne und Madelon schlafen, brechen Sie Ihr Gelübde nicht, denn Ihr Bett besteht ja nur aus Stroh … Außerdem wäre im Stall kein Platz mehr für Sie … Dort schlafen schon ein Kesselflicker und zwei beurlaubte Soldaten, denen ich gestattet habe, hier die Nacht zu verbringen.“

Ich konnte nichts dagegen einwenden; ich war nur zu froh, die Begegnung mit den Soldaten vermieden zu haben, und begab mich in das Schlafgemach der Mädchen. Das war ein Kämmerchen, das mit getrockneten Äpfeln, Käse und geräuchertem Speck vollgestopft war; in einer Ecke brüteten ein Dutzend Hennen, und etwas weiter waren acht Kaninchen eingehegt. Das Mobiliar bestand aus einem halbzerbrochenen Krug, einem wurmstichigen Schemel und dem Bruchstück eines Spiegels; das Bett war, wie in dieser Gegend üblich, eine sargförmige, etwa drei Fuß breite Kiste, die mit Stroh gefüllt war.

Hier erwarteten mich neue Schwierigkeiten. Die beiden jungen Mädchen entkleideten sich ganz ungeniert vor mir, der ja gute Gründe hatte, möglichst zurückhaltend zu sein. Zu den Umständen, die man leicht erraten wird, kam noch hinzu, daß ich unter den Frauenkleidern ein Männerhemd anhatte, das mein Geschlecht und mein Inkognito wohl enthüllen mußte. Um mich nicht bloßzustellen, löste ich langsam einige Stecknadeln. Als ich sah, daß die Schwestern schon im Bett waren, stürzte ich wie aus Ungeschicklichkeit die Lampe um, die uns leuchtete. Dann entledigte ich mich der Frauenkleider. Ich schlüpfte unter die Decke und legte mich möglichst so hin, daß jede unangenehme Entdeckung ausgeschlossen war.

Die Nacht war grausam, denn Fräulein Jeanne, die bei der leisesten Bewegung mich berühren mußte, war zwar nicht hübsch, aber von einer Frische und Fülle, die für einen Mann, der seit so langem zu äußerster Enthaltsamkeit verurteilt war, nur zu verführerisch waren. Diejenigen, die sich in einer ähnlichen Lage befunden haben, werden mir glauben, daß ich kein Auge zugemacht hatte.

Ich lag regungslos da, mit offenen Augen wie ein Hase in seinem Versteck. Noch lange vor Tagesanbruch hörte ich plötzlich mit Flintenkolben an die Tür schlagen. Mein erster Gedanke war, man habe meine Spur entdeckt und komme, um mich zu verhaften. Ich wußte nicht, wo ich mich verkriechen sollte.

„Wer ist da?“ rief der Hausherr, aus dem Schlafe auffahrend.

„Die Soldaten von gestern.“

„He, was wollt ihr denn?“

„Wir möchten etwas Feuer, um die Pfeifen anzuzünden, bevor wir fortgehen.“

Unser Wirt stand auf, suchte Feuer in der Asche und machte den Soldaten auf. Einer von ihnen sah beim Schein der Lampe auf eine Uhr und sagte:

„Es ist halb fünf … Vorwärts, marsch! Höchste Zeit!“

Er ging auch wirklich; der Wirt blies die Lampe aus und legte sich wieder nieder. Da ich mich vor meinen Schlafgenossinnen ebensowenig ankleiden wie auskleiden wollte, so stand ich gleich auf, steckte die Lampe wieder an und zog mein Kleid an. Dann kniete ich in einer Ecke der Kammer nieder und tat, als betete ich, bis die Familie aufwachte. Das ließ nicht lange auf sich warten. Um fünf Uhr rief die Mutter aus ihrem Bette: „Jeanne … aufgestanden … Mach für die Schwester eine Suppe, sie will früh weggehen.“

Jeanne steht auf; die Buttermilchsuppe ist bald gemacht und wird mit viel Appetit verzehrt. Ich verabschiede mich von den guten Leuten, die mich so prachtvoll aufgenommen hatten.

Nach einem tüchtigen Tagesmarsch befand ich mich abends in einem Dorf in der Nähe von Vannes; hier merkte ich erst, daß ich mich durch falsche oder falsch verstandene Angaben verirrt hatte. Ich übernachtete in diesem Dorf und passierte in aller Herrgottsfrühe Vannes. Meine Absicht war, Rennes zu erreichen, von wo aus ich leicht nach Paris zu kommen hoffte. Beim Verlassen von Vannes hatte ich aber eine Begegnung, die mich bewog, meinen Plan zu ändern. Auf demselben Wege trottete nämlich eine Frau mit einem kleinen Kinde. Sie trug auf ihrem Rücken einen Kasten mit Reliquien. Diese zeigte sie in den Dörfern, sang die Litanei und verkaufte Sankt-Hubertus-Ringe und geweihte Rosenkränze. Die Frau sagte, sie gehe querfeldein nach Nantes. Ich hatte soviel Interesse daran, die Landstraße zu meiden, daß ich keinen Augenblick zögerte und meiner neuen Führerin folgte. Nantes bot mir außerdem noch mehr Vorteile als Rennes, wie man sogleich sehen wird.

Nach einer achttägigen Fußwanderung kamen wir in Nantes an, und hier verließ ich die Frau mit den Reliquien. Sie logierte sich in einer Vorstadt ein, ich aber suchte nach der „Insel Feydeau“ zu kommen. Während meines Aufenthaltes in Bicêtre hatte ich von einem gewissen Grenier, der aus Nantes war, gehört, daß sich in einem bestimmten Viertel der Stadt eine Art Herberge befindet, wo die Diebe sich versammelten, ohne fürchten zu müssen, entdeckt zu werden. Ich wußte, daß die Berufung auf einige „bekannte“ Namen genügte, um dort aufgenommen zu werden, aber ich erinnerte mich nur noch sehr undeutlich der Adresse. Ich versuchte nun ein Mittel, das mir glückte. Ich ging hintereinander in einige Herbergen und fragte überall nach Herrn Grenier. In der vierten Herberge ließ die Wirtin die zwei Personen stehen, mit denen sie gerade sprach, führte mich in ein kleines Zimmerchen und fragte:

„Haben Sie Grenier gesehen? … Ist er immer noch krank (im Gefängnis)?“

„Nein,“ erwiderte ich, „er befindet sich wohl (ist frei).“

Ich merkte, daß ich bei der Diebesmutter war, und erzählte ihr, ohne zu zögern, wer ich sei, und ich welcher Lage ich mich befinde. Sie antwortete nichts, packte mich beim Arm, öffnete eine im Getäfel fast unsichtbar eingelassene Tür und führte mich in einen niedrigen Raum, wo acht Männer und zwei Frauen bei Kartenspiel, Branntwein und Likören saßen.

„Halt!“ rief meine Begleiterin, indem sie mich der Gesellschaft vorstellte, die beim Anblick der frommen Betschwester recht erstaunt wurde. „Halt, die Schwester kommt, um euch zu bekehren.“

Da hob ich meinen Schleier auf und wurde auch gleich von drei der Anwesenden erkannt. Es waren ein gewisser Berry, Bidaut-Mauger und der junge Gouppy, den ich bereits in Quimper getroffen hatte; die übrigen waren Flüchtlinge aus dem Bagno von Rochefort.

Meine Verkleidung erregte stürmische Heiterkeit. Als beim Abendessen die Lustigkeit sich noch steigerte, wollte eins der Weiber, die da waren, meine Tracht anprobieren; ihr Benehmen und ihre Haltung standen aber in so eigentümlichem Widerspruch zu diesem Kostüm, daß wir uns vor Lachen wälzten. Endlich ging man zur Ruhe.

Bei meinem Erwachen fand ich auf meinem Bette neue Kleider, Wäsche und alles, was ich zu meiner Toilette nötig hatte. Woher kamen alle diese Sachen? Aber ich hatte keine Zeit, mir darüber den Kopf zu zerbrechen. Das wenige Geld, das mir vom Spital in Quimper – wo alles recht teuer bezahlt wurde – übriggeblieben war, hatte ich während der Reise aufgebraucht. Aller Mittel bar, ohne Kleider, ohne Bekannte – brauchte ich wenigstens Zeit, um meiner Mutter zu schreiben und eine Unterstützung zu erbitten. Und so nahm ich alles an, was sich mir bot.

Aber ein Umstand ganz besonderer Art verkürzte meinen Aufenthalt in der „Insel Feydeau“. Nach Verlauf von acht Tagen glaubten mich meine Kumpane von meinen Strapazen vollständig erholt und sagten mir eines Abends, sie hätten am nächsten Tag eine „Arbeit“ in einem Hause auf der Place Graslin vor, und sie rechneten stark auf meine Mitarbeit; ich bekäme nachher den Ehrenposten, denn ich sollte mit Mauger im Innern des Hauses „arbeiten“.

Das war gar nicht nach meinem Sinn. Ich wollte lediglich die Gelegenheit ausnützen, um nach Paris zu gelangen, wo ich Hilfe von meiner Familie bekommen hätte. Es lag aber keineswegs in meiner Rechnung, in eine Diebesbande einzutreten; obwohl ich unter Gaunern und vom Ertrag ihres Gewerbes lebte, so hatte ich doch einen unüberwindlichen Widerwillen gegen die Verbrecherlaufbahn, deren Gefahren mir eine fürchterliche Erfahrung zu enthüllen begann. Aber eine Weigerung meinerseits hätte in den Augen meiner neuen Kameraden Verdacht erregt. In dem verborgenen Schlupfwinkel, in dem wir lebten, konnten sie mich sang- und klanglos abstechen und mich den Lachsen und Stinten der Loire zur Gesellschaft geben. Es blieb also nichts übrig, als dem aus dem Wege zu gehen, das heißt, so schnell als möglich zu flüchten; und dafür entschied ich mich auch.

Ich tauschte meine neuen Kleider gegen einen Bauernkittel ein, bekam noch achtzehn Franken in bar dazu und verließ Nantes. Auf der Spitze eines Stockes trug ich einen Korb mit Lebensmitteln, was mir völlig das Aussehen eines Mannes aus jener Gegend verlieh. Es ist unnötig, zu bemerken, daß ich Feldwege einschlug, wo, nebenbei bemerkt, die Gendarmen bei weitem mehr am Platze waren als auf den Landstraßen. Denn auf den Landstraßen zeigen sich Leute, die mit der Justiz auf dem Kriegsfuß stehen, nur selten.

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