Eine langweilige Geschichte

I. Es lebt in Rußland ein hochverdienter Professor, namens Nikolai Stepanowitsch *** (ich unterdrücke den Familiennamen), Geheimrat, Ritter pp.; er besitzt so viele russische und ausländische Orden, daß, wenn er Veranlassung hat sie anzulegen, die Studenten ihn mit der bunten Bilderwand in der Kirche vergleichen. Sein Bekanntenkreis ist ein höchst vornehmer; wenigstens hat es in den letzten fünfundzwanzig bis dreißig Jahren in Rußland keinen berühmten Gelehrten gegeben, mit dem er nicht näher bekannt gewesen wäre. Jetzt mag er sich mit niemand mehr anfreunden; aber wenn von der Vergangenheit die Rede sein soll, so schließen die lange Reihe seiner berühmten Freunde Männer wie Pirogow, Kawelin und der Dichter Nekrasow, die ihm ihre aufrichtige, warme Freundschaft schenkten. Er . . . weiter lesen

Das schwedische Zündholz

Am Morgen des 6. Oktober 1885 erschien in der Kanzlei des Amtshauptmanns des zweiten Distrikts des S–schen Kreises ein anständig gekleideter junger Mann und meldete, daß sein Prinzipal, der dim. Garde-Kornett Mark Iwanowitsch Kljausow ermordet sei. Der junge Mann war blaß und sehr aufgeregt. Seine Hände zitterten, und aus seinen Augen starrte der Schrecken. »Mit wem habe ich die Ehre zu sprechen?« fragte ihn der Amtshauptmann. »Psekow, der Gutsinspektor Kljausows. Agronom und Mechaniker.« Der Amtshauptmann und die zur Hilfsleistung requirierten Leute fanden, als sie mit Psekow am Orte der That anlangten, folgendes vor. Um das Nebengebäude, in welchem Kljausow lebte, drängte sich eine Menge Volk. Die Nachricht von dem Ereignis hatte schnell wie ein Blitz die ganze Umgegend . . . weiter lesen

Telegin und Pawlowna

Es ist nun schon eine ganze Reihe von Jahren her, daß etwa vierzig Werst von unserer Besitzung auf seinem Erbgute Suchodol ein entfernter Verwandter meiner Mutter lebte; er war in seiner Jugendzeit Gardeoffizier gewesen, hatte dann, da er ein ziemliches Vermögen befaß, als es ihm beim Militär nicht mehr gefiel, seinen Abschied nehmen und sich der Bewirthschaftung seines Gutes widmen können – und hieß Alexis Sergejewitsch Telegin. Da er niemals sein Haus verließ, so kam er natürlich auch nicht zu uns auf Besuch; mich aber schickten meine Eltern zweimal in jedem Jahre zu ihm, um ihm, als dem ältesten Familienmitglied, eine Aufmerksamkeit zu erweisen. Anfänglich machte ich diese Besuche in Gesellschaft meines Erziehers, später allein. Der alte Herr nahm mich immer mit ausnehmender . . . weiter lesen

Auf der Post

Nachdem wir die junge und hübsche Frau unseres alten Postmeisters Sladkoperzew beerdigt hatten, begaben wir uns in das Postgebäude, um dort nach der Sitte unserer Altvordern das Leichenmahl zu begehen. Als die traditionellen Pfannkuchen serviert waren, begann der alte Witwer bitter zu weinen und sagte: »Die Pfannkuchen sind ebenso rotbackig, wie meine Selige es war. Ganz so schön, wie sie . . .« »Ja«, stimmten die Gäste bei, »sie war wirklich eine Schönheit ersten Ranges, eine Frau.. .« »Ja . . . Sie wurde von allen bewundert . . . Aber, meine Herren, nicht wegen ihrer Schönheit und ihres sanften Charakters liebte ich sie. Diese beiden Eigenschaften sind mehr oder weniger dem ganzen weiblichen Geschlecht eigentümlich, und man begegnet ihnen nicht so selten unter dem Monde. . . . weiter lesen

Starker Tobak

Der Geometer Gljeb Gawrilowitsch Smirnow war auf der Station Gniluschki ausgestiegen. Bis zu dem Gut, auf dem er eine Vermessung vornehmen sollte, hatte er noch dreißig bis vierzig Werst zu Wagen zurückzulegen. »Sagen Sie, bitte, wo kann ich hier Postpferde bekommen?« wandte sich der Geometer an den Stationsgendarmen. »Postpferde? Hier findet man auf hundert Werst im Umkreis keinen gescheiten Hund, und Sie fragen nach Postpferden .... Wohin wollen Sie denn?« »Nach Djewkino, zum General Chochotow!« »Ja ....« gähnte der Gendarm. »Schauen Sie mal hinter die Station. Auf dem Hofe stehen zuweilen Bauern, die Passagiere mitnehmen.« Der Geometer seufzte und lenkte seine Schritte hinter das Stationsgebäude. Dort fand er nach vielem Suchen und Herumfragen einen grobknochigen, verdrießlichen, . . . weiter lesen

Jonytsch

I Wenn sich die Fremden in der Gouvernementsstadt S. über die Langweile und Eintönigkeit des Lebens beklagten, so rechtfertigten sich die Ortsbewohner, daß es in S. im Gegenteil sogar sehr schön sei, daß man hier eine Bibliothek, ein Theater und einen Klub hätte, daß manchmal Bälle veranstaltet werden und daß es schließlich auch intelligente, interessante, angenehme Familien gäbe, mit denen man verkehren könne. Und sie wiesen gewöhnlich auf die Familie Turkin hin, als auf die intelligenteste und talentierteste. Diese Familie bewohnte ein eigenes Haus in der Hauptstraße neben dem Hause des Gouverneurs. Iwan Petrowitsch Turkin selbst, ein korpulenter, hübscher Herr mit schwarzem Backenbart, organisierte Liebhabervorstellungen mit wohltätigem Zweck, in denen er selbst die Rollen . . . weiter lesen

Ich reise mit Jelena

Wir saßen in einer kleinen, gemütlichen Gesellschaft, und ich erwähnte, daß ich demnächst eine Reise nach der Krim unternehmen wollte. Jelena Nikolajewna, eine entzückende, junge Witwe mit grauen Augen und blondem Haar schaute mich vielversprechend an und sagte: »Sie auch? Wann reisen Sie denn?« »Gegen Ende dieser Woche!« erwiderte ich. »Mein Gott!« rief Jelena. »Ich auch! Ach, wissen Sie, ich mache Ihnen einen Vorschlag: Fahren wir zusammen! Sie begreifen, daß allein zu reisen für eine Frau etwas Furchtbares ist. Wollen Sie mich begleiten?« Ich schaute mir Jelena noch einmal an. dann sagte ich höflich: »Gnädige Frau, es wird mir ein Vergnügen sein.« Mein Freund Perepletow sprang vom Sessel auf, blickte mich mit Bedauern an und machte mir ein Zeichen. . . . weiter lesen

Erniedrigte und Beleidigte

  Erster Teil Erstes Kapitel Im vorigen Jahre, am Abend des zweiundzwanzigsten März, erlebte ich etwas sehr Seltsames. Ich war den ganzen Tag über in der Stadt umhergelaufen, um mir eine Wohnung zu suchen. Meine bisherige Wohnung war sehr feucht, und ich begann schon damals häßlich zu husten. Ich hatte bereits im Herbst umziehen wollen, aber die Sache hatte sich dann bis zum Frühling hingezögert. Den ganzen Tag über hatte ich nichts mir Zusagendes finden können. Erstens wollte ich eine eigene Wohnung haben, nicht eine in Aftermiete; und zweitens wollte ich mich zwar nötigenfalls mit einem einzigen Zimmer begnügen, dieses sollte aber unbedingt groß sein, selbstverständlich gleichzeitig auch möglichst billig. Ich hatte die Beobachtung gemacht, daß in einem engen Zimmer . . . weiter lesen

Der Agent

Michael saß am Schreibtisch und arbeitete. Plötzlich hörte er auf der Stiege ein Gepolter, als ob jemand von der Treppe herunterfallen würde. Er sprang auf, ging zur Tür und öffnete sie. Da taumelte schon ein Mann ins Zimmer . . . »Entschuldigen Sie«, sagte der Eindringling. »Ich hatte nicht die Absicht . . .« »Aber kommen Sie doch herein!« rief der Hausherr und bemerkte besorgt: »Mein Gott, wie sehen Sie denn aus? Haben Sie sich verletzt?« Der Fremde wischte sich mit der einen Hand den Rock und die Hose ab, fuhr dann mit der anderen über den Rücken, räusperte sich und sprach: »Nicht der Rede wert – wirklich nicht der Rede wert – aber ich störe Sie vielleicht . . .« »Machen Sie sich keine Gedanken darüber«, bemerkte Michael. »Haben Sie sich weh getan? Was ist . . . weiter lesen

Wolodja der Große und Wolodja der Kleine

»Laßt mich, ich will selbst kutschieren! Ich setz' mich neben den Kutscher!« sagte Ssofja Lwowna laut. »Kutscher, halt, ich setz' mich zu dir auf den Bock.« Sie stand im Schlitten, und ihr Mann Wladimir Nikitytsch und ihr Jugendfreund Wladimir Michailytsch hielten sie an den Händen, damit sie nicht umfalle. Die Troika raste schnell dahin. »Ich sagte doch, daß man ihr keinen Kognak geben sollte,« flüsterte Wladimir Nikitytsch seinem Begleiter zu. »Was bist du für ein Mensch!« Der Oberst wußte aus Erfahrung, daß bei solchen Frauen, wie seine Ssofja Lwowna eine war, der stürmischen, ein wenig ausgelassenen Lustigkeit gewöhnlich ein hysterisches Lachen und dann Tränen folgten. Er fürchtete, daß er auch jetzt, nach Hause zurückgekehrt, statt zu schlafen, sich mit . . . weiter lesen

Der Gast

Der Winkeladvokat Selterskij konnte seine Augen nur noch mit Mühe offen halten. Die ganze Natur schlief bereits. Die Vöglein schwiegen im Walde. Selterskijs Frau war schon längst zu Bett gegangen, das Dienstmädchen und die übrigen lebenden Wesen im Hause schliefen bereits; Selterskij durfte aber noch immer nicht ins Schlafzimmer gehen, obwohl an seinen Augenlidern eine zentnerschwere Last hing. Bei ihm saß nämlich sein Nachbar, der Oberst a. D. Peregarin, zu Gast. Er war gleich nach dem Mittagessen gekommen und saß noch immer wie angeklebt auf dem Sofa. Er berichtete mit widerwärtiger, heiserer Stimme, wie ihn im Jahre 1842 zu Krementschug ein toller Hund gebissen hatte. Als er mit dem Bericht fertig war, begann er ihn von vorn. Selterskij war verzweifelt. Was unternahm er nicht . . . weiter lesen

Turgenjew

Die Zeit nach dem Tode Lermontows, die vierziger Jahre, bedeuten in der russischen Literatur eine Periode der Gärung und Klärung. Die Gesellschaft mußte erst die ihr in so rascher Reihenfolge geschenkten Dichtungen Puschkins und seiner Plejade, Gribojedows, Gogols, Lermontows verdauen und sich zugleich in den vom Westen her eindringenden neuen Einflüssen zurechtfinden. Schiller und Goethe waren schon früher bekannt und dank den Übersetzungen Shukowskijs der russischen Literatur gleichsam einverleibt worden. Nun war das Interesse der Russen für die neuere deutsche Philosophie erwacht: Schelling und Hegel beherrschten die Geister. Von französischen Einflüssen war der der George Sand am stärksten. Von Engländern las man statt Byron – W. Scott, Cooper, Dickens und Thackeray. Die . . . weiter lesen

Das Gewinnlos

Iwan Dmitritsch, ein kleiner Mann, der für sich und seine Familie zwölfhundert Rubel im Jahre zu verzehren hatte und mit seinem Schicksal sehr zufrieden war, setzte sich eines Abends nach dem Essen auf seinen Diwan und begann die Zeitung zu lesen. »Ich hab' heute vergessen, nachzusehen,« sagte seine Frau, die den Tisch abdeckte, »sieh' mal nach, ist die Ziehungsliste nicht drin?« »Ja, schon,« antwortete Iwan Dmitritsch, »aber du hast dein Prämienlos doch verpfändet, ist es denn nicht verfallen?« »Nein, ich habe letzten Dienstag die Zinsen bezahlt.« »Was für eine Nummer hast du denn?« »Serie 9499, Nummer 26.« »Also schaun wir mal ... 9499 und 26.« Iwan Dmitritsch glaubte an kein Lotterieglück. Und sonst wäre es ihm nie eingefallen, in die Ziehungsliste . . . weiter lesen

In der Osternacht

Ich stand am Ufer der Goltwa und wartete auf die Fähre. Zur gewöhnlichen Zeit stellt diese Goltwa ein mittelgroßes, schweigsames und versonnenes Flüßchen dar, das mild durch das dichte Schilf leuchtet; jetzt breitete sich aber vor mir ein ganzer See aus. Die unbändigen Frühlingsgewässer hatten die beiden Ufer überschritten und die Gemüsegärten, Wiesen und Sümpfe überschwemmt, so daß aus der Wasseroberfläche hie und da einsame Pappeln und Sträucher ragten, die im Finstern düsteren Felsen glichen. Das Wetter erschien mir herrlich. Es war dunkel, aber ich unterschied dennoch die Bäume, das Wasser und die Menschen ... Die Welt wurde von den Sternen erleuchtet, von denen der Himmel dicht übersät war. Ich kann mich nicht erinnern, jemals so viele Sterne gesehen zu haben. Es . . . weiter lesen

Der Taugenichts

I Mein Chef sagte mir: »Ich behalte Sie nur mit Rücksicht auf Ihren ehrenwerten Herrn Vater, sonst wären Sie schon längst hinausgeflogen.« Ich antwortete: »Exzellenz tun mir zu viel Ehre an, wenn Sie annehmen, daß ich fliegen kann.« Und dann hörte ich ihn noch sagen: »Schaffen Sie diesen Herrn fort, er geht mir auf die Nerven.« Nach zwei Tagen war ich entlassen. So habe ich, seitdem ich sozusagen erwachsen bin, zum großen Kummer meines Vaters, des Stadtarchitekten, bereits neun Stellungen gewechselt. Ich war in allen möglichen Ressorts angestellt gewesen, aber alle neun Stellungen glichen sich wie die Wassertropfen: überall mußte ich sitzen, schreiben, dumme oder rohe Bemerkungen anhören und warten, daß man mich entläßt. Mein Vater saß, als ich zu ihm kam, tief in . . . weiter lesen

Dostojewskij

Eine Parallele drängt sich auf: der heitere, sonnige Tag Puschkins und die blitzdurchzuckte Nacht Lermontows, apollinische Harmonie und dämonische Zerrissenheit. Turgenjew und Dostojewskij. Schon äußerlich: der gepflegte Grandseigneur mit dem gütigen Antlitz, und der einstige Zuchthäusler mit dem schweren Blick. Turgenjew bezauberte alle durch sein liebenswürdiges Wesen, der schroffe und gallige Dostojewskij stieß fast alle ab. Im Kapitel über Lermontow zitierten wir die Worte, die Kaiser Nikolai I. gesagt haben soll, als er die Kunde vom Tode dieses Dichters erhielt. Nach dem Tode Dostojewskijs schrieb aber Turgenjew an Ssaltykow: »Wenn man bloß bedenkt, daß alle russischen Bischöfe Totenmessen für diesen unsern Marquis de Sade zelebriert haben ...« Andere Zeitgenossen . . . weiter lesen

Puschkin

Alle Großen der Weltliteratur – Goethe, Shakespeare, Cervantes, Molière, Dante – werden nicht nur von ihren Landsleuten, sondern auf der ganzen Erde verehrt und sind gemeinsamer geistiger Besitz aller Völker. Dasselbe gilt in den letzten Jahrzehnten auch von den großen Prosadichtern Rußlands: Tolstoi, Dostojewskij, Turgenjew. Aber einer der Allergrößten – Puschkin – ist für den der russischen Sprache nicht mächtigen Europäer ein Mythos. Man weiß wohl, daß er dem Russen mehr bedeutet als dem Deutschen Goethe, dem Italiener Dante, und nennt seinen Namen darum mit Respekt, kennt ihn jedoch weniger als manchen altchinesischen oder modern-indischen Klassiker. Der Grund dieser sonderbaren Erscheinung liegt darin, daß Puschkin hauptsächlich Verse schrieb und kein Volk der Erde . . . weiter lesen

Gogol

Die von uns bisher behandelten Dichter waren vorzugsweise Lyriker, und selbst der erste russische Roman Jewgenij Onjegin ist in Versen geschrieben. Die große russische Literatur, die auch außerhalb Rußlands bekanntgeworden ist, beginnt erst mit Gogol: er ist der Vater des auch dem Nichtrussen bekannten Teiles der russischen Literatur, nämlich der russischen Prosa. Nikolai Wassiljewitsch Gogol-Janowskij, kein eigentlicher Russe, sondern Ukrainer, wurde 1809 zu Ssorotschinzy (in der Ukraine) geboren, in einem heiteren, sonnigen Lande, unter einem beinahe italienischen Himmel. Seine Kindheit verlief unter einfachen Leuten, die so ganz anders waren als die Bewohner der großrussischen Städte; auch die ukrainischen Märchen und Heldensagen, denen er als Kind lauschte, waren eine Welt für . . . weiter lesen

Tschechow

Der letzte große russische Dichter, der die ›heroische‹ Periode der russischen Literatur beschließt, hatte ein seltsames Schicksal: da er mit zum Teil recht harmlosen, bei der großen Masse als Reiselektüre beliebten Humoresken angefangen hatte und schnell berühmt geworden war, blieb ihm lange Zeit der Ruf eines nicht ernst zu nehmenden Humoristen und schwand nur allmählich, als sein Talent sich in einer ganz anderen Richtung entfaltete und er als einer der ernsthaftesten, tiefsten und bedeutendsten russischen Dichter, als letztes Glied in der Kette Puschkin-Turgenjew-Tolstoi dastand. Auch im Ausland, wo er beinahe ebenso schnell wie in Rußland berühmt geworden war, ging es ihm nicht besser: zahllose, von den Übersetzern willkürlich zusammengestellte Auswahlbände zeigten ihn immer . . . weiter lesen

Gram

Abenddämmerung. Große, nasse Schneeflocken wirbeln träge um die soeben angezündeten Straßenlaternen und legen sich als weiche Decke auf die Dächer, die Pferderücken, die Schultern und Mützen. Der Droschkenkutscher Jona Potapow ist weiß wie ein Gespenst. Er hat sich zusammengekrümmt, soweit es ein lebendiger Körper überhaupt kann, und sitzt unbeweglich auf dem Bock. Wenn auf ihn auch ein ganzer Schneeberg herabgefallen wäre, so hätte er es wohl nicht für nötig gefunden, den Schnee von sich abzuschütteln ... Auch sein Pferd ist weiß und unbeweglich. Mit seiner Unbeweglichkeit, seinen eckigen Formen und den stockgeraden Beinen erinnert es an ein Pferdchen aus Lebkuchenteig, wie man es für eine Kopeke kauft. Es scheint in seine Gedanken versunken zu sein. Ein Wesen, das man . . . weiter lesen