Auf der Post

Nachdem wir die junge und hübsche Frau unseres alten Postmeisters Sladkoperzew beerdigt hatten, begaben wir uns in das Postgebäude, um dort nach der Sitte unserer Altvordern das Leichenmahl zu begehen. Als die traditionellen Pfannkuchen serviert waren, begann der alte Witwer bitter zu weinen und sagte: »Die Pfannkuchen sind ebenso rotbackig, wie meine Selige es war. Ganz so schön, wie sie . . .« »Ja«, stimmten die Gäste bei, »sie war wirklich eine Schönheit ersten Ranges, eine Frau.. .« »Ja . . . Sie wurde von allen bewundert . . . Aber, meine Herren, nicht wegen ihrer Schönheit und ihres sanften Charakters liebte ich sie. Diese beiden Eigenschaften sind mehr oder weniger dem ganzen weiblichen Geschlecht eigentümlich, und man begegnet ihnen nicht so selten unter dem Monde. . . . weiter lesen

Ich reise mit Jelena

Wir saßen in einer kleinen, gemütlichen Gesellschaft, und ich erwähnte, daß ich demnächst eine Reise nach der Krim unternehmen wollte. Jelena Nikolajewna, eine entzückende, junge Witwe mit grauen Augen und blondem Haar schaute mich vielversprechend an und sagte: »Sie auch? Wann reisen Sie denn?« »Gegen Ende dieser Woche!« erwiderte ich. »Mein Gott!« rief Jelena. »Ich auch! Ach, wissen Sie, ich mache Ihnen einen Vorschlag: Fahren wir zusammen! Sie begreifen, daß allein zu reisen für eine Frau etwas Furchtbares ist. Wollen Sie mich begleiten?« Ich schaute mir Jelena noch einmal an. dann sagte ich höflich: »Gnädige Frau, es wird mir ein Vergnügen sein.« Mein Freund Perepletow sprang vom Sessel auf, blickte mich mit Bedauern an und machte mir ein Zeichen. . . . weiter lesen

Abenteuer des Freiherrn von Münchhausen während seiner Gefangenschaft bei den Türken

Trotz aller meiner Tapferkeit und Klugheit, trotz meiner und meines Pferdes Gewandtheit und Stärke gings mir in dem Türkenkriege doch nicht immer nach Wunsche. Ich hatte sogar das Unglück, durch die Menge übermannt und zum Kriegsgefangenen gemacht zu werden. Ja, was noch schlimmer war, aber doch immer unter den Türken gewöhnlich ist, ich wurde zum Sklaven verkauft. In diesem Stande der Demütigung war mein Tagewerk nicht sowohl hart und sauer als vielmehr seltsam und verdrießlich. Ich mußte nämlich des Sultans Bienen alle Morgen auf die Weide treiben, sie daselbst den ganzen Tag lang hüten und dann gegen Abend wieder zurück in ihre Stöcke treiben. Eines Abends vermißte ich eine Biene, wurde aber sogleich gewahr, daß zwei Bären sie angefallen hatten und ihres Honigs wegen zerreißen . . . weiter lesen

Der Agent

Michael saß am Schreibtisch und arbeitete. Plötzlich hörte er auf der Stiege ein Gepolter, als ob jemand von der Treppe herunterfallen würde. Er sprang auf, ging zur Tür und öffnete sie. Da taumelte schon ein Mann ins Zimmer . . . »Entschuldigen Sie«, sagte der Eindringling. »Ich hatte nicht die Absicht . . .« »Aber kommen Sie doch herein!« rief der Hausherr und bemerkte besorgt: »Mein Gott, wie sehen Sie denn aus? Haben Sie sich verletzt?« Der Fremde wischte sich mit der einen Hand den Rock und die Hose ab, fuhr dann mit der anderen über den Rücken, räusperte sich und sprach: »Nicht der Rede wert – wirklich nicht der Rede wert – aber ich störe Sie vielleicht . . .« »Machen Sie sich keine Gedanken darüber«, bemerkte Michael. »Haben Sie sich weh getan? Was ist . . . weiter lesen

Der Gast

Der Winkeladvokat Selterskij konnte seine Augen nur noch mit Mühe offen halten. Die ganze Natur schlief bereits. Die Vöglein schwiegen im Walde. Selterskijs Frau war schon längst zu Bett gegangen, das Dienstmädchen und die übrigen lebenden Wesen im Hause schliefen bereits; Selterskij durfte aber noch immer nicht ins Schlafzimmer gehen, obwohl an seinen Augenlidern eine zentnerschwere Last hing. Bei ihm saß nämlich sein Nachbar, der Oberst a. D. Peregarin, zu Gast. Er war gleich nach dem Mittagessen gekommen und saß noch immer wie angeklebt auf dem Sofa. Er berichtete mit widerwärtiger, heiserer Stimme, wie ihn im Jahre 1842 zu Krementschug ein toller Hund gebissen hatte. Als er mit dem Bericht fertig war, begann er ihn von vorn. Selterskij war verzweifelt. Was unternahm er nicht . . . weiter lesen

Jack Hamlins Erholungsaufenthalt

Seth Rivers' gewöhnlich so ruhiges, asketisches Gesicht war einigermaßen aufgeregt, und seine Brauen waren gerunzelt, als er den langen Aufstieg des Windigen Hügels zu dessen Gipfel und seinem eigenen Rancho hinanklomm. Vielleicht war es die Wirkung des ortseigentümlichen Windes, der ihn an diesem Nachmittag von allen Seiten zugleich anzugreifen schien und selbst an seiner Vordertür den Angriff nicht aufgab, sondern ihn in den Hausgang drängte, ihn ins Wohnzimmer blies und dann zur Feier seines Abschieds aus dem langen, weitläufigen Hause Türen und Fenster zuschlug. Frau Rivers blickte bei diesem etwas plötzlichen Auftauchen ihres Ehegemahls von der Arbeit auf, ohne den ihr eigenen Ausdruck ein wenig müder Selbstgefälligkeit zu verändern. Da sie mit diesen Ausbrüchen der Naturgewalten . . . weiter lesen

Abenteuer des Freiherrn von Münchhausen im Kriege gegen die Türken

Ein angenehmeres Geschenk hätte mir nun wohl nicht leicht gemacht werden können, besonders da es mir so viel Gutes von einem Feldzuge weissagte, in welchem ich mein erstes Probestück als Soldat ablegen wollte. Ein Pferd, so gefügig, so mutvoll und feurig – Lamm und Bucephal zugleich –, mußte mich allezeit an die Pflichten eines braven Soldaten und an die erstaunlichen Taten erinnern, welche der junge Alexander im Felde verrichtet hatte. Wir zogen, wie es scheinet, unter anderm auch in der Absicht zu Felde, um die Ehre der russischen Waffen, welche in dem Feldzuge unter Zar Peter am Pruth ein wenig gelitten hatte, wiederherzustellen. Dieses gelang uns auch vollkommen durch verschiedene zwar mühselige, aber doch rühmliche Feldzüge unter Anführung des großen Feldherrn, dessen . . . weiter lesen

Mord um Mitternacht

Nachts kamen wir durch Fort Laramie und am siebenten Morgen unserer Fahrt befanden wir uns in den Schwarzen Bergen, wo – scheinbar dicht neben uns – der Laramie Peak in gewaltiger Einsamkeit aufstieg; in tiefem dunklem vollem Indigoblau starrte uns der alte Koloß unter den seine Stirn umschattenden Gewitterwolken hervor mächtig entgegen. In Wirklichkeit war er dreißig oder vierzig Meilen weit weg, aber es schien, als stünde er nur ein kleines Stück hinter dem niedrigen Höhenzug zu unserer Rechten. Das Frühstück nahmen wir an der Horseshoe-Station ein, sechshundertsechsundsiebzig Meilen von St. Joseph entfernt. Wir waren jetzt auf feindliches Indianergebiet gekommen und fuhren am Nachmittag an der Laparelle-Station vorbei, in deren Nähe es uns fortwährend recht unbehaglich zu Mute . . . weiter lesen

Weihnachten bei Leberecht Hühnchen.

I. Die Einladung. Ich hatte meinen Freund Leberecht Hühnchen sehr lange nicht gesehen, da traf ich ihn eines Tages kurz vor Weihnachten in der Leipziger Strasse. Er hatte Einkäufe gemacht und war ganz beladen mit Packeten und Packetchen, welche an seinen Knöpfen und Fingern baumelten und überall weggestaut waren, wo sich Platz fand, sodass er in seinem Ueberzieher ein höchst verschwollenes und knolliges Aussehen hatte und fast allen Begegnenden ein behagliches Lächeln auf die Lippen nöthigte, denn um die Weihnachtszeit sieht man gern also verzierte Leute. Er freute sich unbändig, mich zu sehen und sagte: »Wenn Du Zeit hast, so begleite mich doch zum Potsdamer Bahnhof, dass wir noch ein wenig plaudern können.« Ich that dies, und unterwegs zog er wie gewöhnlich alle Schleusen auf. . . . weiter lesen

Das Automobil

»Sie erinnern sich meiner wohl gar nicht mehr, Herr Professor!? Zimt ist mein Name, Tarquinus Zimt; vor wenigen Jahren noch war ich Ihr Schüler in Physik und Mathematik –« Der Gelehrte drehte die Visitenkarte unschlüssig hin und her und heuchelte verlegen eine Miene des Wiedererkennens. »– und da ich gerade durch Greifswald komme, wollte ich die Gelegenheit, Ihnen einen Besuch abstatten zu können, nicht versäumen –« (Einige Minuten verstrichen in peinlichem Stillschweigen.) »– – ehüm – – – nicht versäumen ...« Mißbilligend musterte der Professor den Lederanzug des jungen Mannes. »Sie sind wohl Walfischfänger?« fragte er mit leisem Spott und tippte seinem Besuch auf den Ärmel. »Nein, Automobilist; ich selbst habe die bekannte Automobilmarke ›Zimt‹ . . . weiter lesen

Der selige Benjamin Franklin.

Spare nie auf morgen, was du übermorgen gerade so gut thun kannst. – Benjamin Franklin. Dieser Mensch war eins von den Individuen, welche man Philosophen nennt. Er kam als Doppelwesen oder als ein paar Zwillinge zur Welt, gleichzeitig in zwei verschiedenen Häusern von Boston. Diese Häuser stehen noch heutigen Tages und tragen Tafeln, deren Inschriften die obige Thatsache bezeugen. Die Tafeln nehmen sich ganz gut aus, aber notwendig sind sie gerade nicht, da die Einwohner dem Fremden so wie so die beiden Geburtsstätten zeigen, zuweilen sogar mehrmals an einem Tage. Der Mann von welchem diese Denkschrift handelt, war heimtückischer Gemütsart und mißbrauchte seine Gaben schon frühzeitig zur Erfindung von allerlei Lebensregeln und Denksprüchen, die darauf berechnet waren, . . . weiter lesen

Die exakte Wissenschaft von der Ehe

"Wie ich dir schon gesagt, habe," sagte Jeff Peters, "in die Perfidie der Frauen habe ich noch nie viel Vertrauen gehabt. Als Partner oder Mitstreiter bei einer Gaunerei im besten Sinne kann man ihnen einfach nicht trauen." "Sie verdienen dieses Kompliment," sagte ich. "Ich glaube, sie werden völlig zu Recht das ehrbare Geschlecht genannt." "Warum auch nicht?" sagte Jeff. "Sie haben den anderen Teil der Menschheit dazu gebracht, für sie entweder Gaunereien zu begehen oder Überstunden zu schieben. Im Geschäftsleben funktionieren sie aber nur solange, bis entweder ihre Gefühle oder ihre Frisur durcheinander gebracht werden. Dann wünscht du dir einen, plattfüßigen, kurzatmigen Mann mit rotblondem Backenbart, fünf Kindern und einer Hypothek an ihrer Stelle. Da war zum . . . weiter lesen

Selbstverfasster Lebenslauf

1872 lernte ich Lithograph und ging die Woche zweimal abends in den Unterricht zum alten guten Professor Hosemann in die Kunstschule, die damals in der Akademie war, ebenso zweimal die Woche zum Prof. Domschke, Anatomie, der sehr grob war und die vollste Klasse hatte: ,,Wenn se noch nich mehr kenn dann setzen sie sich mit ihr Brett uff die Treppe un' nehmen nich hier die hoffnungsvollen Jünglinge, die bald nach Italien wollen, den Platz weg!" aber die Klasse war übervoll, die jungen freuten sich über den alten Herrn, der so wie der olle Schadow sprechen wollte nach ihm hat's P. Meyerheim verstanden das „Berlinern" weiter auszubilden. Der alte Hosemann ließ mich in seiner Wohnung Louisenstr., am Neuen Tor, ganz gern seine Skizzen u. Zeichnungen ansehen und auch abmalen sagte aber: ,,Gehen . . . weiter lesen

Das Gewinnlos

Iwan Dmitritsch, ein kleiner Mann, der für sich und seine Familie zwölfhundert Rubel im Jahre zu verzehren hatte und mit seinem Schicksal sehr zufrieden war, setzte sich eines Abends nach dem Essen auf seinen Diwan und begann die Zeitung zu lesen. »Ich hab' heute vergessen, nachzusehen,« sagte seine Frau, die den Tisch abdeckte, »sieh' mal nach, ist die Ziehungsliste nicht drin?« »Ja, schon,« antwortete Iwan Dmitritsch, »aber du hast dein Prämienlos doch verpfändet, ist es denn nicht verfallen?« »Nein, ich habe letzten Dienstag die Zinsen bezahlt.« »Was für eine Nummer hast du denn?« »Serie 9499, Nummer 26.« »Also schaun wir mal ... 9499 und 26.« Iwan Dmitritsch glaubte an kein Lotterieglück. Und sonst wäre es ihm nie eingefallen, in die Ziehungsliste . . . weiter lesen

Calloways Code

Der New Yorker Enterprise schickte H.B. Calloway als Sonderkorrespondenten in den russisch-japanischen Krieg. Zwei Monate lang hing Calloway in Yokohama und in Tokio herum und würfelte um Rikscha-Cocktails - oh nein, das ist nichts zum Fahren. Jedenfalls tat er nichts für das Gehalt, das ihm seine Zeitung zahlte. Aber das war nicht seine Schuld. Die kleinen gelben Männer, die die Fäden des Schicksals in den Fingern hielten, waren nicht bereit, den Lesern des Enterprise ihren Frühstücksschinken mit den Schlachten der Himmelssöhne zu würzen. Doch bald zog der Tross der Korrespondenten, die mit der Ersten Armee vorrückten, die Feldstecherriemen fester und folgte Kuroki zum Yalu. Mit dabei war auch Calloway. Dies ist nun nicht die Geschichte der Schlacht am Yalu. Die ist schon mit . . . weiter lesen

Der Hofbauer

»Wenn Sie ein beliebter Anwalt werden wollen, so müssen Sie vor allem bestrebt sein aus den umständlichen Erzählungen der kleinen Leute das Wesentliche herauszufinden; dies werden Sie am besten durch ruhiges Zuhören erreichen. Als Gewissensrat müssen Sie es hinnehmen, wenn Ihnen jemand sein ganzes Herz ausschüttet. Ungeduld würde nur schaden und Sie werden diese auch nicht aufkommen lassen, wenn Sie daran denken, welch hohes Vertrauen Ihnen jeder entgegenbringt, der Ihren Rat als Richtschnur für eine wichtige Handlung erhalten will. Ich habe nie begriffen, wie ein Anwalt es über sich bringen kann, grob zu sein.« Diese schönen Grundsätze stehen in einem Brief meines Freundes, der es nicht unterlassen kann, mir gute Lehren zu geben. Sehr gut gesagt, mein Bester! Wollen . . . weiter lesen

Solide Köpfe

Im Hausflur des Amtsgerichtes hängt an der Wand eine große schwarze Tafel und auf derselben ist ein Bogen Papier mit roten Oblaten angepappt. Wir können im Augenblick nicht lesen, was darauf geschrieben steht, denn so ein Stücker fünfzehn Bauernburschen stehen davor und probieren, ob sie das Hakelwerk nicht herausbuchstabieren können. Der Vitus vom Lenzbauern in Huglfing bringt es fertig, und wie er mit dem Stecken Zeile für Zeile nachfährt, tut er uns und seinen Freunden den Gefallen und liest es mit lauter und sehr vernehmlicher Stimme vor. »Sützung – halt a wengl – des Schäfengerüchtes – druckts net so eina – vom 8. Januari. Vitus Kreuzpointner – aha! – und, und – dös kann i net lesen – Gä – Gä ... – Gänossen hoaßt's – wägen Körperverletzung . . . weiter lesen

Der berühmteste Mann der Welt

All der Unsinn, den Mister Chaplin macht, kommt nicht aus dem vergeblichen Versuch, klug zu sein, sondern aus den mißlingenden Versuchen, so zu sein wie andere Leute auch.   St. John Ervine   Kein Parlamentarier ist der berühmteste Mann der Welt und kein Politiker, weder Wilson noch Poincaré – kein Erfinder ist es, kein Tenor, kein Flugzeugführer. Der berühmteste Mensch ist zweifellos Herr Charlie Chaplin, über den alle einmal gelacht haben: die Pariser und die Londoner, alle Amerikaner und die australischen Matrosen, die Besucher der chinesischen Kinos und neuerdings auch die Deutschen, der alte Kontinent und der neue – und dass der Mars noch nicht über ihn gelacht hat, liegt nur an der mangelhaften Verbindung zu diesem kinolosen Möbel. Mister Chaplin ist so: . . . weiter lesen

Die Volksverbesserer oder: Im Schweiße eines Amtsgerichts

Man schrieb und sprach in der letzten Zeit vieles über unseren Richterstand. Die Frage, ob von uneigentlicher Bestechlichkeit bei eigentlicher Unbestechlichkeit überhaupt gesprochen werden könne, wurde von einem hohen Ministerium dahin beantwortet, daß dies jedenfalls nicht geschehen dürfe. Diese Behandlung des kitzlichen Themas ist ebenso erschöpfend als maßgebend, und ich finde die hierin niedergelegte Ansicht um so erquicklicher, als sie sich vollständig mit der meinigen deckt. Ich habe stets unsere Richter bewundert, weil sie über alle Dinge mit der gleichen Sachkenntnis urteilen und nicht selten gerade das finden, an was niemand dachte. Dabei geht unverkennbar ein großer Zug durch unsere Rechtsprechung; man hat wirklich die Absicht, die niederen Volksschichten zu bessern . . . weiter lesen

Der Krieg – Ein Schulaufsatz

Der Krieg (bellum) ist jener Zustand, in welchem zwei oder mehrere Völker es gegeneinander probieren. Man kennt ihn schon seit den ältesten Zeiten, und weil er so oft in der Bibel vorkommt, heißt man ihn heilig. Im alten Rom wurde der Tempel geschlossen, wenn es anging, weil der Gott Janus vielleicht nichts davon wissen wollte. Das ist aber ein lächerlicher Aberglaube und durch das Christentum abgeschafft, welches die Kirchen deswegen nicht schließt. Es gibt Religionskriege, Eroberungskriege, Existenzkriege, Nationalkriege u.s.w. Wenn ein Volk verliert, und es geht dann von vorne an, heißt man es einen Rachekrieg. Am häufigsten waren früher die Religionskriege, weil damals die Menschen wollten, daß alle Leute Gott gleich liebhaben sollten und sich deswegen totschlugen. . . . weiter lesen