Schlusswort

Ja, vorfahren vor dem Krug und über die Kirchhofsmauer klettern, ein Storchennest bewundern oder einen Hagebuttenstrauch, einen Grabstein lesen oder sich einen Spinnstubengrusel erzählen lassen – so war die Sache geplant, und so wurde sie begonnen. Und sehr wahrscheinlich auch, daß es dabei geblieben wäre, wenn es dabei hätte bleiben können. Allein, dies verbot sich. Ein Vorgehen, wie das eben geschilderte, hatte doch immer ein bestimmtes Maß von Kenntnis und Interesse zur Voraussetzung und mußte von dem Augenblick an hinfällig werden, wo die Voraussetzung selbst es ward und mich im Stiche ließ. In dem Wustrau-Kapitel lagen die Dinge bequem, Wustrau war ein Idealstoff, aber solcher Stoffe gab es in ganz Mark Brandenburg eigentlich nur noch drei: Rheinsberg, Küstrin und Fehrbellin. . . . weiter lesen

Eine schreckliche Nacht

  Iwan Pe­tro­witsch Pa­ni­ch­idin er­blaß­te, schraub­te den Lam­pen­docht hin­un­ter und be­gann mit er­reg­ter Stim­me: »Dich­te Fins­ter­nis hielt die Er­de um­fan­gen, als ich in der Weih­nachts­nacht 1883 von mei­nem in­zwi­schen ver­stor­be­nen Freund heim­kehr­te, bei dem wir ei­ne spi­ri­tis­ti­sche Sit­zung ab­ge­hal­ten hat­ten. Al­le Gas­sen, durch die ich ging, wa­ren aus ir­gend­ei­nem Grun­de nicht be­leuch­tet, und ich muß­te mich bei­na­he vor­wärts­tas­ten. Ich wohn­te da­mals in Mos­kau, dicht ne­ben der Kir­che ›Ma­riä Him­mel­fahrt auf den Grä­bern‹, im Hau­se des Be­am­ten Tru­pow, al­so in ei­ner der ent­le­gens­ten Ge­gen­den des Ar­bat-Stadt­teils. Wäh­rend ich heim­ging, . . . weiter lesen

Der alte Großvater und der Enkel

Es war einmal ein steinalter Mann, dem waren die Augen trüb geworden, die Ohren taub, und die Knie zitterten ihm. Wenn er nun bei Tische saß und den Löffel kaum halten konnte, schüttete er Suppe auf das Tischtuch, und es floß ihm auch etwas wieder aus dem Mund. Sein Sohn und dessen Frau ekelten sich davor, und deswegen mußte sich der alte Großvater endlich hinter den Ofen in die Ecke setzen, und sie gaben ihm sein Essen in ein irdenes Schüsselchen und noch dazu nicht einmal satt; da sah er betrübt nach dem Tisch, und die Augen wurden ihm naß. Einmal auch konnten seine zitterigen Hände das Schüsselchen nicht festhalten, es fiel zur Erde und zerbrach. Die junge Frau schalt, er sagte aber nichts und seufzte nur. Da kaufte sie ihm ein hölzernes Schüsselchen für ein paar Heller, . . . weiter lesen

Der alte Zauberer und seine Kinder

Es lebte einmal ein böser Zauberer, der hatte vorlängst zwei zarte Kinder geraubt, einen Knaben und ein Mägdlein, mit denen er in einer Höhle ganz einsam und einsiedlerisch hauste. Diese Kinder hatte er, Gott sei's geklagt, dem Bösen zugeschworen, und seine schlimme Kunst übte er aus einem Zauberbuche, das er als seinen besten Schatz verwahrte. Wenn es nun aber geschah, daß der alte Zauberer sich aus seiner Höhle entfernte und die Kinder allein in derselben zurückblieben, so las der Knabe, welcher den Ort erspäht hatte, wohin der Alte das Zauberbuch verbarg, in dem Buche und lernte daraus gar manchen Spruch und manche Formel der Schwarzkunst und lernte selbst ganz trefflich zaubern. Weil nun der Alte die Kinder nur selten aus der Höhle ließ und sie gefangen halten wollte . . . weiter lesen

Der Sturm zieht mit den Schildern um

In alten Tagen, als Großvater ein ganz kleiner Knabe war und mit roten Höschen umherlief, auch mit einem roten Rocke, mit einen Gurt um den Leib und einer Feder aus der Casquette - denn so gingen die kleinen Knaben in seiner Kindheit gekleidet, wenn sie recht geputzt waren -, da war so vieles ganz anders wie jetzt; da war gar oft viel Staat auf der Straße, Staat, den wir nicht mehr sehen, weil er abgeschafft ist - er war zu altväterisch; aber unterhaltend ist es doch, Großvater davon erzählen zu hören. Es muß damals wirklich ein Staat gewesen sein, als der Schuhmacher beim Wechsel des Gerichtshauses das Schild hinüberbrachte. Die seidene Fahne wehte; auf das Schild selber waren ein großer Stiefel und ein Adler mit zwei Köpfen gemalt; die jüngsten Buschen trugen das "Willkommen" . . . weiter lesen

Waldwinkel

Über dem Dache des Rat­hau­ses, das zu­gleich die Woh­nung des städ­ti­schen Bür­ger­meis­ters bil­de­te, kreuz­ten die ers­ten Schwal­ben in der Früh­jahrs­son­ne; auf der Vor­stra­ße stan­den die "Bür­ger­meis­ters­bu­ben" und such­ten ver­ge­bens die Kö­ni­gin der Luft mit den Lehm­ku­geln ihres Pus­t­rohrs zu er­rei­chen. Drin­nen aber in sei­nem Ge­schäfts- und Ar­beits­zim­mer saß der Ge­stren­ge selbst, der außer dem ge­nann­ten Amte auch das eines Ge­richts­die­ners und Po­li­zei­meis­ters in sei­ner Per­son ver­ei­nig­te, ver­tieft in ein di­ckes Ak­ten­fas­zi­kel, nicht ach­tend des hei­te­ren Glan­zes, der durch die Fens­ter zu ihm her­ein­ström­te. Da wurde drau­ßen flüch­tig an die Tür ge­pocht, . . . weiter lesen

Ein Traum

I. Ich lebte um jene Zeit mit meinem Mütterchen in einer kleinen Seestadt. Ich war eben 17 Jahre alt geworden, meine Mutter war aber noch nicht 35; sie hatte sehr jung geheiratet. Mein Vater starb, als ich gerade 6 Jahre alt war, aber ich konnte mich seiner noch genau erinnern. Mütterchen war eine kleine blonde Frau mit einem schönen, doch ewig traurigen Gesicht, mit einer stillen, matten Stimme und schüchternen Bewegungen. In ihrer Jugend war sie als eine Schönheit berühmt und sie blieb bis an ihr Ende anziehend und anmutig. Ich habe nie tiefere, zartere und traurigere Augen, weichere und feinere Haare, nie vornehmere Hände gesehen. Ich vergötterte sie, und sie liebte mich ... Doch unser Leben ging freudlos dahin: es war, als ob ein geheimer, unheilbarer . . . weiter lesen

Drei Begegnungen

   Passa quei' colli e vieni al­le­gra­men­te, Non ti curar di tanta com­pa­gnia – Vieni, pen­san­do a me se­gre­ta­men­te – Ch'io t'ac­com­pa­gna per tutta la via. I. Vor Jah­ren jagte ich mit be­son­de­rer Vor­lie­be in der Nähe des Kirch­dor­fes Glin­no­je, das etwa zwan­zig Werst von mei­nem Gute ent­fernt liegt. Es ist wohl das beste Jagd­ge­biet im gan­zen Land­krei­se. Nach­dem ich alle Fel­der und Ge­bü­sche nach Wild ab­ge­sucht hatte, ging ich noch re­gel­mä­ßig gegen abend zum Moor­grun­de – es war der ein­zi­ge Moor­grund in der gan­zen Ge­gend – und begab mich erst von dort zu mei­nem gast­freund­li­chen Wirte, dem Dorf­schul­zen von Glin­no­je, bei dem ich in der Jagd­zeit immer Quar­tier . . . weiter lesen

Die Nase

Am 25. März ereignete sich in Petersburg eine ganz ungewöhnliche, seltsame Begebenheit. Der auf dem Himmelfahrtsprospekt wohnende Barbier Iwan Jakowlewitsch (der Familienname war ihm verlorengegangen, und sogar auf seinem Schilde, das einen Herrn mit einer eingeseiften Wange darstellte, war weiter nichts zu lesen als die Aufschrift: » ... und wird zur Ader gelassen«) – also, der Barbier Iwan Jakowlewitsch erwachte ziemlich früh und spürte den Duft frischgebackenen Brotes. Er richtete sich in seinem Bett ein wenig auf und sah, daß seine Frau, eine ziemlich ehrenwerte Dame, die sehr gern Kaffee trank, aus dem Ofen soeben ausgebackene Brote zog. »Heute, Praskowja Ossipowna, will ich keinen Kaffee«, sagte Iwan Jakowlewitsch; »statt dessen . . . weiter lesen

Ein schwaches Herz

  Unter dem gleichen Dache, in der gleichen Wohnung, im gleichen vierten Stock wohnten zwei junge Beamte und Kanzleikollegen: Arkadij Iwanowitsch Nefedewitsch und Wassja Schumkow ... Natürlich erachtet es der Autor für notwendig, dem Leser zu erklären, warum der eine Held mit seinem vollen Namen, der andere dagegen mit dem Diminutiv genannt wird; er müßte es schon aus dem einen Grunde tun, weil ihm sonst diese letztere Form als unanständig und plump vertraulich übelgenommen werden kann. Doch zu diesem Behufe müßte er zunächst den Rang, das Alter und den Beruf einer jeden der handelnden Personen angeben; da es aber allzuviel Schriftsteller gibt, die ihre Erzählungen mit derartigen Charakteristiken beginnen, hat sich der Autor der vorliegenden Novelle entschlossen, nur um den . . . weiter lesen

Christbaum und Hochzeit

Neulich sah ich eine Hochzeit ... doch nein! Ich will Ihnen lieber von einer Christbaumfeier erzählen. Die Hochzeit war schön; sie gefiel mir sehr, aber die andere Feier war noch schöner. Ich weiß nicht warum, doch als ich die Hochzeit sah, mußte ich an die Christbaumfeier denken. Diese sah ich aber bei folgender Gelegenheit. Vor genau fünf Jahren war ich am Sylvesterabend zu einem Kinderball eingeladen, Der Gastgeber war ein sehr bekannter Geschäftsmann mit viel Verbindungen, Bekanntschaften und Intrigen, so daß der Kinderball wohl mehr ein Vorwand für die Eltern war, zusammenzukommen, um auf eine scheinbar harmlose und zufällige Weise von andern, wichtigeren Dingen zu sprechen. Ich war in die Gesellschaft ganz zufällig hineingeraten, hatte keinerlei Beziehungen zu den interessanten . . . weiter lesen

Weiße Nächte

Die erste Nacht Es war eine wunderbare Nacht, eine von den Nächten, die wir nur erleben, solange wir jung sind, freundlicher Leser. Der Himmel war so sternenreich, so heiter, daß man sich bei seinem Anblick unwillkürlich fragen mußte: können denn unter einem solchen Himmel überhaupt irgendwelche böse oder mürrische Menschen leben? So fragt man nur, wenn man jung ist, freundlicher Leser, wenn man sehr jung ist; doch möge der Herr Ihnen solche Fragen öfter eingeben ... Da ich gerade von allerlei mürrischen und bösen Herrschaften spreche, muß ich an mein musterhaftes Betragen während des ganzen heutigen Tages denken. Schon vom frühen Morgen an quälte mich ein seltsames Unlustgefühl. Es war mir plötzlich, als ob ich, Einsamer, von allen verlassen sei und als ob sich alle von . . . weiter lesen

Die einsame Radfahrerin

Vom Jahre 1894–1901 einschließlich war Sherlock Holmes ein außerordentlich beschäftigter Mann. Man kann ohne Uebertreibung sagen, daß es kaum einen irgendwie schwierigen Fall von öffentlichem Interesse gab, zu dem er während dieses Zeitraums nicht zugezogen worden wäre. Außerdem spielte er auch noch in Hunderten von oft sehr verzwickten und außergewöhnlichen privaten Angelegenheiten eine hervorragende Rolle. Viele überraschende Erfolge und nur einige wenige unvermeidliche Mißerfolge waren das Resultat dieser langen Periode mühseliger, unablässiger Tätigkeit. Da ich sämtliche Fälle notiert und bei vielen selbst mitgewirkt habe, fallt es mir natürlich nicht leicht, eine richtige Auswahl zur Veröffentlichung zu treffen. Ich will jedoch meinem alten Grundsatz treu bleiben und . . . weiter lesen

Karl Friedrich Masch, sein Räuberleben und seine Genossen

Mancher unserer Leser wundert sich vielleicht darüber, daß wir in der Ueberschrift von einem Räuberleben in Deutschland aus den letzten Jahren sprechen. Deutschland ist ja, wie man uns täglich versichert, civilisirt, es kommen wol einzelne Raubanfälle vor, aber nirgends existiren organisirte Räuberbanden, wie kann es denn ein Räuberleben geben, was zu beschreiben sich der Mühe lohnte? Italien, wo das Stilet des Meuchelmörders in den Geschicken der Familien und in der Geschichte der Staaten von jeher eine Rolle gespielt hat, und das Brigantenthum unter einer politischen Maske noch jetzt in leider nur zu hoher Blüte steht; Ungarn, wo noch vor wenig Jahren der gefürchtete Rosza Sandor hauste, Griechenland, dessen Regierung die Räuber . . . weiter lesen

Der Buchbindermeister Ferdinand Wittmann

Ende October 1865 zog der Buchbindermeister Wittmann von Wollin nach Posen. In Wollin hatte er seine Buchbinderei nebst allen Werkzeugen verkauft, und in Posen machte er keinerlei Anstalt, ein neues Geschäft zu begründen, trat vielmehr als Rentier auf und ließ sich als solcher auch bei der Polizeidirection anmelden. Seine Wohnung miethete er in der geschäftsstillen, von Rentiers und Beamten sehr gesuchten Berliner Straße und zwar für jährlich 320 Thlr., kaufte zur Einrichtung seiner Zimmer für mehr als 500 Thlr. Möbel und lebte so, daß man ihn für einen sehr bemittelten Mann halten mußte. Er gab Gesellschaften, besuchte fast täglich die öffentlichen Locale und reiste zu seinem Vergnügen in ziemlich weite Ferne. Oft hörte man ihn klagen, daß er in Wollin kein Familienglück . . . weiter lesen

Die beiden Markmann

Südlich von Berlin auf dem Höhenstrich, der gegen das Spreethal in einiger Erhebung sich hinzieht, sieht man auf älteren Karten noch vielen Wald verzeichnet, von dem heute auch die letzten Reste verschwunden sind, wenn man das zu andern Zwecken erhaltene Lustwäldchen, die Hasenhaide, ausnimmt. Doch existirte noch vor wenigen Jahren hinter demselben die britzer Haide, ein Kiefergebüsch, zum Rittergute Britz gehörig, welche in Berlin etwas berüchtigt war, weil man sich von einzelnen Anfällen, die in derselben vorgefallen sein sollten, erzählte. Indessen war seit langen Jahren kein Fall der Art vorgekommen, auch war die Beschaffenheit dieses Wäldchens, das von Jahr zu Jahr kleiner wurde, nicht von der Art, daß den Wanderer die Schauer in der Dunkelheit eines Urwaldes beschleichen . . . weiter lesen

Das blaue Licht

Es war einmal ein Soldat, der hatte dem König lange Jahre treu gedient: als aber der Krieg zu Ende war und der Soldat, der vielen Wunden wegen, die er empfangen hatte, nicht weiter dienen konnte, sprach der König zu ihm 'du kannst heim gehen, ich brauche dich nicht mehr: Geld bekommst du weiter nicht, denn Lohn erhält nur der, welcher mir Dienste dafür leistet.' Da wußte der Soldat nicht, womit er sein Leben fristen sollte: ging voll Sorgen fort und ging den ganzen Tag, bis er abends in einen Wald kam. Als die Finsternis einbrach, sah er ein Licht, dem näherte er sich und kam zu einem Haus, darin wohnte eine Hexe. 'Gib mir doch ein Nachtlager und ein wenig Essen und Trinken' sprach er zu ihr, 'ich verschmachte sonst.' 'Oho!' antwortete sie, 'wer gibt einem verlaufenen Soldaten etwas? . . . weiter lesen

Der entwendete Brief

Nil sapientiae odiosius acumine nimio (Seneca) Ich war im Jahre 18.. in Paris und erfreute mich an einem dunklen, stürmischen Herbstabend mit meinem Freunde August Dupin in dessen kleinem Bibliothek- oder Studierzimmer des doppelten Genusses einer Meerschaumpfeife und beschaulichen Nachdenkens. Seit wenigstens einer Stunde waren wir in tiefes Schweigen versunken, und jeder zufällige Beobachter hätte geglaubt, daß wir uns angelegentlichst und ausschließlich mit den Rauchwolken beschäftigten, die das ganze Zimmer einhüllten. Ich erwog jedoch in Gedanken noch einige Punkte der Unterredung, die ich zu Anfang des Abends mit meinem Freunde gehabt und welche sich auf die Begebenheiten in der Rue Morgue und auf den geheimnisvollen Mord der Marie Rogêt bezogen . . . weiter lesen

Liebe auf den ersten Blick

Vor noch nicht allzulanger Zeit gehörte es zum guten Ton, den Glauben an die ›Liebe auf den ersten Blick‹ für eine Lächerlichkeit zu halten, doch alle Leute, die denken und tief empfinden können, sind stets von seiner Wahrheit überzeugt gewesen. Neue Entdeckungen auf dem Gebiet des - sagen wir - ethischen und ästhetischen Magnetismus machen es sehr wahrscheinlich, daß die natürlichsten und folglich die wahrsten und stärksten Empfindungen der Menschen plötzlich, wie durch eine elektrische Wirkung, im Herzen entstehen - mit einem Wort, daß die schönsten und dauerndsten Seelenbande durch einen Blick geknüpft werden. Das Bekenntnis, das ich hier ablegen will, wird die unzähligen Beweise für die Wahrheit dieser Behauptung . . . weiter lesen

Der beherzte Flötenspieler

Es war einmal ein lustiger Musikant, der die Flöte meisterhaft spielte; er reiste daher in der Welt herum, spielte auf seiner Flöte in Dörfern und in Städten und erwarb sich dadurch seinen Unterhalt. So kam er auch eines Abends auf einen Pächtershof und übernachtete da, weil er das nächste Dorf vor einbrechender Nacht nicht erreichen konnte. Er wurde von dem Pächter freundlich aufgenommen, mußte mit ihm speisen und nach geendigter Mahlzeit einige Stücklein auf seiner Flöte vorspielen. Als dieses der Musikant getan hatte, schaute er zum Fenster hinaus und gewahrte in kurzer Entfernung bei dem Scheine des Mondes eine alte Burg, die teilweise in Trümmern zu liegen schien. »Was ist das für ein altes Schloß?« fragte er den Pächter. »Und wem hat es gehört?« Der Pächter erzählte, . . . weiter lesen