Starker Tobak

Der Geometer Gljeb Gawrilowitsch Smirnow war auf der Station Gniluschki ausgestiegen. Bis zu dem Gut, auf dem er eine Vermessung vornehmen sollte, hatte er noch dreißig bis vierzig Werst zu Wagen zurückzulegen. »Sagen Sie, bitte, wo kann ich hier Postpferde bekommen?« wandte sich der Geometer an den Stationsgendarmen. »Postpferde? Hier findet man auf hundert Werst im Umkreis keinen gescheiten Hund, und Sie fragen nach Postpferden .... Wohin wollen Sie denn?« »Nach Djewkino, zum General Chochotow!« »Ja ....« gähnte der Gendarm. »Schauen Sie mal hinter die Station. Auf dem Hofe stehen zuweilen Bauern, die Passagiere mitnehmen.« Der Geometer seufzte und lenkte seine Schritte hinter das Stationsgebäude. Dort fand er nach vielem Suchen und Herumfragen einen grobknochigen, verdrießlichen, . . . weiter lesen

Als Newton der Apfel auf die Birne fiel …

. . . tat das erst mal ganz schön weh. Und als der Schmerz nachließ, und die Geisteskräfte langsam wieder zurückkehrten, dachte Newton: Was war das gerade? – Ein Apfel fällt vom Baum. Natürlich. Aber warum fällt er? Warum fällt alles auf der Welt? Und immer nur nach unten? Und nie nach oben? Oder zur Seite? Oder nach vorne oder nach hinten? Was ist da los? Hmhm. Der Apfel fällt also. Nach unten. Immer nur nach unten, nie anderswohin. Will er das? Hmhm. Oder zieht vielleicht etwas an ihm? – Ich war es nicht. Und ich habe auch niemand anderen gesehen. Also: Hmhm. Hmhm. Hmhm. Es muss unsichtbar sein. Hmhm. Unsichtbar und ziehend. Nach unten ziehend. Hmhm. Wenn ich ihn (den Apfel) würfe, dann flöge er. Von mir weg. Für einen seitlichen Betrachter . . . weiter lesen

Jonytsch

I Wenn sich die Fremden in der Gouvernementsstadt S. über die Langweile und Eintönigkeit des Lebens beklagten, so rechtfertigten sich die Ortsbewohner, daß es in S. im Gegenteil sogar sehr schön sei, daß man hier eine Bibliothek, ein Theater und einen Klub hätte, daß manchmal Bälle veranstaltet werden und daß es schließlich auch intelligente, interessante, angenehme Familien gäbe, mit denen man verkehren könne. Und sie wiesen gewöhnlich auf die Familie Turkin hin, als auf die intelligenteste und talentierteste. Diese Familie bewohnte ein eigenes Haus in der Hauptstraße neben dem Hause des Gouverneurs. Iwan Petrowitsch Turkin selbst, ein korpulenter, hübscher Herr mit schwarzem Backenbart, organisierte Liebhabervorstellungen mit wohltätigem Zweck, in denen er selbst die Rollen . . . weiter lesen

Ein geheimnisvoller Besuch

Der erste Mensch, welcher mich aufsuchte, nachdem ich mich in der Stadt niedergelassen hatte, war ein Herr, der sich damit einführte, daß er sagte, er sei Taxator und stehe mit der Abteilung für innere Einkünfte der Vereinigten Staaten in Verbindung. Ich sagte, ich hätte nie von diesem Geschäftszweig gehört, sei aber trotzdem sehr erfreut ihn zu sehen und bäte ihn Platz zu nehmen. Er setzte sich. Mir fiel gerade nichts besonderes ein, womit ich ihn unterhalten konnte, aber ich bedachte, daß wer einem Hauswesen vorstehen will auch die Pflicht hat, gesprächig, liebenswürdig und entgegenkommend zu sein. In Ermangelung von etwas anderm fragte ich ihn also, ob er seinen Laden in unserer Nachbarschaft eröffnen werde. Er bejahte dieses, ohne jedoch, wie ich gehofft hatte, von selbst zu . . . weiter lesen

Ich reise mit Jelena

Wir saßen in einer kleinen, gemütlichen Gesellschaft, und ich erwähnte, daß ich demnächst eine Reise nach der Krim unternehmen wollte. Jelena Nikolajewna, eine entzückende, junge Witwe mit grauen Augen und blondem Haar schaute mich vielversprechend an und sagte: »Sie auch? Wann reisen Sie denn?« »Gegen Ende dieser Woche!« erwiderte ich. »Mein Gott!« rief Jelena. »Ich auch! Ach, wissen Sie, ich mache Ihnen einen Vorschlag: Fahren wir zusammen! Sie begreifen, daß allein zu reisen für eine Frau etwas Furchtbares ist. Wollen Sie mich begleiten?« Ich schaute mir Jelena noch einmal an. dann sagte ich höflich: »Gnädige Frau, es wird mir ein Vergnügen sein.« Mein Freund Perepletow sprang vom Sessel auf, blickte mich mit Bedauern an und machte mir ein Zeichen. . . . weiter lesen

1915 in Berlin

Der Eisenbahnzug, der Berlin im Schneckentempo verließ, war angefüllt mit Frauen und Kindern, aber kaum einem Mann im wehrfähigen Alter. In einem Abteil saß neben einer ältlichen Frau, die schwach und krank aussah, ein grauhaariger Landsturmmann. Über dem Rattern der Waggonräder konnten die Fahrgäste hören, wie sie – offensichtlich ganz in Gedanken – zählte: "Eins, zwei, drei." Manchmal wiederholte sie diese Worte in kurzen Abständen. Zwei Mädchen kicherten gedankenlos und tauschten geistlose Bemerkungen über dieses außergewöhnliche Verhalten aus. Ein älterer Herr tadelte sie mit einem finsteren Blick. Die Mädchen verstummten. "Eins, zwei, drei," wiederholte die Frau, die offensichtlich nicht recht bei Verstand war. Und wieder kicherten die Mädchen dümmlich. Der grauhaarige . . . weiter lesen

Der Kaktus

Das Bemerkenswerteste an der Zeit ist, dass sie so ganz und gar relativ ist. Und wenn jemand sich dem Untergange nahe fühlt, ist es gar nicht undenkbar, dass er die ganze Zeit einer Brautwerbung Revue passieren lässt, während er sich die Handschuhe auszieht. Und das war genau das, was Trysdale tat, als er in seiner Jungesellenwohnung am Tisch stand. Auf dem Tisch stand eine exotisch aussehende grüne Pflanze in einem roten Tontopf. Sie gehörte zur Spezies der Kakteen und war ausgestattet mit langen, tentakelartigen Blättern, die sich in der leichtesten Brise fortwährend mit einer sonderbaren winkenden Bewegung wiegten. Trydales Freund, der Bruder der Braut, stand an einer Anrichte und beklagte sich, dass man ihn alleine trinken ließ. Beide Männer trugen Abendanzüge. Weiße Hochzeitsrosetten . . . weiter lesen

Verteidigung von Detektivgeschichten

Will man auf den wahren psychologischen Grund für die Verbreitung von Detektivgeschichten kommen, ist es notwendig, sich von einer Menge bloßer Phrasen freizumachen. Es ist beispielsweise nicht wahr, daß die Bevölkerung schlechte Literatur guter vorzieht und zu Detektivgeschichten greift, weil sie schlechte Literatur sind. Der bloße Mangel künstlerischer Feinheit macht ein Buch nicht populär. Das deutsche Reichskursbuch enthält wenig Lichter psychologischer Komödie, und doch wird es nicht fieberhaft an Winterabenden laut vorgelesen. Wenn Detektivgeschichten überschwänglicher gelesen werden als Kursbücher, geschieht es sicher, weil sie künstlerischer sind. Viele gute Bücher sind zum Glück populär gewesen; viele schlechte Bücher sind – ein weit größeres Glück noch – unpopulär . . . weiter lesen

Wostok

''Kennt ihn jemand?'' fragte Golik. Die Männer vom Kutter 'Olga IV', die im Schuppen der Fischereigenossenschaft unter einer trüben Glühbirne um den Toten auf dem Sortiertisch herumstanden, blickten auf ihn nieder und schwiegen. Sie hatten ihn zusammen mit einer halben Tonne Hering aus dem Wasser geholt, und das war alles, was sie über ihn sagen konnten. Genadij Woronzow, der Vorsitzende der Genossenschaft, war ein massiger Mann mit buschigen, schwarzen Brauen über kleinen, scharf funkelnden Augen. Seine zerwühlten Haare und das unrasierte Gesicht erzählten eine Menge von der Eile, mit der er Bett und Haus verIassen hatte müssen. Erbost darüber und über die lästige Störung des Betriebs schnauzte er: ''Der Kerl ist nicht von hier. Und die Fische haben kaum noch was übrig gelassen . . . weiter lesen

Das Lied von der Glocke

Vivos voco Mortuos plango Fulgura frango Fest gemauert in der Erden Steht die Form, aus Lehm gebrannt. Heute muß die Glocke werden. Frisch Gesellen, seid zur Hand. Von der Stirne heiß Rinnen muß der Schweiß, Soll das Werk den Meister loben, Doch der Segen kommt von oben. Zum Werke, das wir ernst bereiten, Geziemt sich wohl ein ernstes Wort; Wenn gute Reden sie begleiten, Dann fließt die Arbeit munter fort. So laßt uns jetzt mit Fleiß betrachten, Was durch die schwache Kraft entspringt, Den schlechten Mann muß man verachten, Der nie bedacht, was er vollbringt. Das ist's ja, was den Menschen zieret, Und dazu ward ihm der Verstand, Daß er im innern Herzen spüret, Was er erschafft mit seiner Hand. Nehmet Holz vom Fichtenstamme, Doch recht trocken laßt es sein, Daß die eingepreßte . . . weiter lesen

Shoscombe Old Place

Lange hatte Sherlock Holmes sich über das Mikroskop gebeugt. Dann richtete er sich auf und blickte mich triumphierend an. »Es ist Leim, Watson,« sagte er. »Ganz eindeutig Leim. Sehen Sie sich mal diese verstreuten Partikel an.« Ich beugte mich über das Objektiv und stellte es auf meine Sehschärfe ein. »Diese Härchen sind Fasern eines Tweedmantels. Die unregelmäßigen grauen Gebilde sind Staub. Das da links sind Hautschuppen. Und diese braunen Klümpchen in der Mitte sind ganz unzweifelhaft Leim.« »Schön,« sagte ich lachend, »das will ich Ihnen gerne glauben. Aber ist das irgendwie von Bedeutung?« »Es ist eine sehr schöne Demonstration,« erwiderte er. »Wie Sie sich vielleicht erinnern, wurde im St. Pancras-Fall eine Mütze neben dem toten Polizeibeamten . . . weiter lesen

Die alte Straßenlaterne

Hast du die Geschichte von der alten Straßenlaterne gehört? Sie ist gar nicht sehr belustigend, doch einmal kann man sie wohl hören. Es war eine gute, alte Straßenlaterne, die viele, viele Jahre gedient hatte, aber jetzt entfernt werden sollte. Es war der letzte Abend, an dem sie auf dem Pfahle saß und in der Straße leuchtete, und es war ihr zumute wie einer alten Tänzerin, die den letzten Abend tanzt und weiß, daß sie morgen vergessen in der Bodenkammer sitzt. Die Laterne hatte Furcht vor dem morgigen Tage, denn sie wußte, daß sie dann zum erstenmal auf das Rathaus kommen und von dem hochlöblichen Rat beurteilt werden sollte, ob sie noch tauglich oder unbrauchbar sei. Da sollte bestimmt werden, ob sie nach einer der Brücken hinausgeschickt werden könne, um dort zu leuchten, . . . weiter lesen

Tim ist tot

Shorty trat nach einer Taube, die den Randstein entlang trippelte. Fröstelnd schlug er den Kragen seiner dünnen Jacke hoch, vergrub die Hände in den Taschen und sagte dann: "Tim ist tot." "Hab's gehört," sagte Boston Jim und zündete sich eine Zigarette an. "Er hätte es nich tun sollen." "Was?" "Versuchen, Fat Man Jack reinzulegen." "Das hat er getan?" staunte Boston Jim. "Hat er," nickte Shorty. "Um wie viel ging's denn?" "Keine Kohle." "Was dann?" "Ein Gedicht." Boston Jim riss die Augen auf. "Ein Gedicht?" "Ja-ah," sagte Shorty bedächtig, "ein Gedicht." "Wie ist das denn gegangen?" "Vor zwei Tagen war's, glaube ich, da wuchtete Fat Man seine hundertachtzig Pfund sechs Treppen hoch zu Tims Dreckloch von Bude ganz oben unterm Dach - mit eins A Aussicht auf 'ne Menge Dachpappe, . . . weiter lesen

Der Farbenhändler im Ruhestand

An diesem Morgen war Sherlock Holmes in trübseliger, philosophischer Stimmung. Seine hellwache, praktische Natur führte immer wieder zu solchen Reaktionen. »Haben Sie ihn gesehen?« fragte er. »Sie meinen den alten Burschen, der gerade von hier weggegangen ist?« »Genau den.« »Ja, ich habe ihn an der Haustür getroffen.« »Was denken Sie von ihm?«. »Ein Mitleid erregendes, unbedeutendes, gebrochenes Individuum.« »Ganz recht, Watson. Mitleid erregend und unbedeutend. Aber ist nicht das ganze Leben Mitleid erregend und unbedeutend? Ist seine Geschichte nicht ein Mikrokosmos des Großen Ganzen? Wir strecken die Hand aus. Wir greifen zu. Und was bleibt uns am Ende in der Hand? Ein Schatten. Oder noch weniger als ein Schatten – bloßes Elend.« »Ist er einer von Ihren Klienten?« »Nun, . . . weiter lesen

Die ersten Stunden des Krieges von 1914

Jener Sommer 1914 wäre auch ohne das Verhängnis, das er über die europäische Erde brachte, uns unvergeßlich geblieben. Denn selten habe ich einen erlebt, der üppiger, schöner, und fast möchte ich sagen, sommerlicher gewesen. Seidenblau der Himmel durch Tage und Tage, weich und doch nicht schwül die Luft, duftig und warm die Wiesen, dunkel und füllig die Wälder mit ihrem jungen Grün; heute noch, wenn ich das Wort Sommer ausspreche, muß ich unwillkürlich an jene strahlenden Julitage denken, die ich damals in Baden bei Wien verbrachte. Ich hatte mich zurückgezogen, um in diesem kleinen romantischen Städtchen, das Beethoven sich so gerne zum Sommeraufenthalt wählte, diesen Monat ganz konzentriert der Arbeit zu widmen und dann den Rest des Sommers bei Verhaeren, dem verehrten Freunde, . . . weiter lesen

Carl Schurz – Die ersten Jahre im Senat.

Als Carl Schurz am 4. März 1869 seinen Sitz im Bundessenat einnahm, hatte sich das Verhältnis des Oberhauses zur Exekutive höchst eigenartig gestaltet. Der heftige Konflikt zwischen Präsident Johnson und dem Kongreß hatte den Schwerpunkt des ganzen politischen Systems sehr zugunsten der gesetzgebenden Körperschaften verschoben, besonders aber dem Senat einen bis dahin unerhörten Einfluß verschafft. Dazu trug vor allem die Tenure-of-Office Akte bei. Dieses Gesetz bezog sich auf die große Klasse von Beamten, die der Präsident verfassungsgemäß mit Beirat und Beistimmung des Senats ernennt, und bestimmte, daß der Präsident solche Beamte nur absetzen könne, wenn der als Nachfolger Vorgeschlagene dem Senat genehm sei. Die Akte ermöglichte es den Senatoren, aus das Personal der Bundesbeamten . . . weiter lesen

Erniedrigte und Beleidigte

  Erster Teil Erstes Kapitel Im vorigen Jahre, am Abend des zweiundzwanzigsten März, erlebte ich etwas sehr Seltsames. Ich war den ganzen Tag über in der Stadt umhergelaufen, um mir eine Wohnung zu suchen. Meine bisherige Wohnung war sehr feucht, und ich begann schon damals häßlich zu husten. Ich hatte bereits im Herbst umziehen wollen, aber die Sache hatte sich dann bis zum Frühling hingezögert. Den ganzen Tag über hatte ich nichts mir Zusagendes finden können. Erstens wollte ich eine eigene Wohnung haben, nicht eine in Aftermiete; und zweitens wollte ich mich zwar nötigenfalls mit einem einzigen Zimmer begnügen, dieses sollte aber unbedingt groß sein, selbstverständlich gleichzeitig auch möglichst billig. Ich hatte die Beobachtung gemacht, daß in einem engen Zimmer . . . weiter lesen

Abenteuer des Freiherrn von Münchhausen während seiner Gefangenschaft bei den Türken

Trotz aller meiner Tapferkeit und Klugheit, trotz meiner und meines Pferdes Gewandtheit und Stärke gings mir in dem Türkenkriege doch nicht immer nach Wunsche. Ich hatte sogar das Unglück, durch die Menge übermannt und zum Kriegsgefangenen gemacht zu werden. Ja, was noch schlimmer war, aber doch immer unter den Türken gewöhnlich ist, ich wurde zum Sklaven verkauft. In diesem Stande der Demütigung war mein Tagewerk nicht sowohl hart und sauer als vielmehr seltsam und verdrießlich. Ich mußte nämlich des Sultans Bienen alle Morgen auf die Weide treiben, sie daselbst den ganzen Tag lang hüten und dann gegen Abend wieder zurück in ihre Stöcke treiben. Eines Abends vermißte ich eine Biene, wurde aber sogleich gewahr, daß zwei Bären sie angefallen hatten und ihres Honigs wegen zerreißen . . . weiter lesen

Universitas vitae

Endlich war der lang ersehnte Augenblick gekommen, da wir mit dem letzten Jahr des alten Jahrhunderts auch die Tür des verhaßten Gymnasiums hinter uns zuschlagen konnten. Nach mühsam bestandener Schlußprüfung – denn was wußten wir von Mathematik, Physik und den scholastischen Materien? – beehrte uns, die wir zu diesem Anlaß schwarze feierliche Bratenröcke anziehen mußten, der Schuldirektor mit einer schwungvollen Rede. Wir seien nun erwachsen und sollten durch Fleiß und Tüchtigkeit unserem Vaterlande Ehre machen. Damit war eine achtjährige Kameradschaft zersprengt, wenige meiner Gefährten auf der Galeere habe ich seitdem wiedergesehen. Die meisten von uns inskribierten sich an der Universität, und neidvoll blickten uns diejenigen nach, die sich mit anderen Berufen und . . . weiter lesen

Charles Augustus Milverton

Die Vorfälle, auf die ich hier zu sprechen komme, liegen schon Jahre zurück, und doch scheue ich mich noch immer, sie zu erwähnen. Lange Zeit wäre es selbst mit der größten Diskretion und Zurückhaltung unmöglich gewesen, die Tatsachen zu veröffentlichen. Aber jetzt, da die Hauptperson außerhalb der Reichweite des menschlichen Gesetzes ist, kann die Geschichte mit den gebührenden Auslassungen erzählt werden, ohne jemandem Schaden zuzufügen. Sie beinhaltet ein absolut einzigartiges Erlebnis im Leben von Sherlock und mir. Der Leser wird es mir nachsehen, wenn ich den Zeitpunkt und alle anderen Umstände verschweige, aus denen man Rückschlüsse auf das tatsächliche Ereignis ziehen könnte. Gegen sechs Uhr an einem kalten, frostigen Winterabend waren Holmes und ich von einem unserer . . . weiter lesen