Mark Twain

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eigentlich: Samuel Langhorne Clemens wurde am 30. November 1835 in Florida, Missouri geboren.

Seine Kindheit verlebte er an den Ufern des Mississippi. Nach einer Schriftsetzerlehre und der Ausbildung zum Mississippi-Lotsen verlegte er sich aufs Schreiben und begann so etwas wie eine lebenslange Wanderschaft – zunächst durch den Wilden Westen und später praktisch um die ganze Welt, wobei er immer wieder ausgedehnte Aufenthalte einlegte (in Deutschland z.B. in Heidelberg, Berlin und München). Begabt mit einem scharfen Beobachtungsvermögen, einem ausgeprägten Sinn für Gerechtigkeit und Unabhängigkeit und einem hellwachen Humor betätigte er sich als Journalist, Vortragsreisender und Schriftsteller.

Mit seinen Büchern über die Abenteuer von Tom Sawyer und Huckleberry Finn, seinen Reiseberichten und seinen Short Stories gewann er nicht nur schnell ein breites Publikum, sondern wurde auch bespielgebend für nachfolgende Schriftstellergenerationen.

Ernest Hemingway etwa meinte: »Die ganze moderne amerikanische Literatur stammt von einem Buch von Mark Twain ab, das ‚Huckleberry Finn‘ heißt.«

Oft wird Mark Twain als Humorist bezeichnet, was irreführend sein kann, wenn man darunter einen unterhaltsamen Spaßmacher versteht. Unterhaltsam war er, aber er machte nicht einfach nur Spaß. Der Humor war für ihn kein bloßes Unterhaltungselement, sondern ein Mittel, um zum Kern der Dinge vorzustoßen. Sein Publikum hat ihn sehr gut verstanden und ist ihm dabei gefolgt, wenn er solche an sich wenig unterhaltsame Gegenstände aufspießte wie Sklaverei, Gewalttätigkeit, Geschäftemacherei, Ignoranz oder Korruption. Und da der Kern der Dinge heute immer noch derselbe ist wie zu Twains Zeiten, zündet auch sein Humor immer noch. Das ist der Grund, warum man ihn heute noch genauso gut lesen kann wie zu seinen Lebzeiten.

»Gestorben am 21. April 1910. Aber nicht tot.« – Das hätte man auf seinen Grabstein schreiben können.

 

 

Eine ausführliche Lebensbeschreibung gibt es bei Wikipedia.

Und einen biografischen Abriss gibt es hier.

 

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