Aus Braunschweig.

(1808.) Am 13. November 1806 bin ich in einem Ländchen von zweihunderttausend Einwohnern, das berühmt durch seinen Fürsten (Karl Wilhelm Ferdinand) ist, angekommen. Das Herzogtum Braunschweig ist, wie mir scheint, das bekannteste unter allen den kleinen Fürstentümern Deutschlands. Wenn man sich eine große lehmige Ebene mit Sandinseln, nach Norden zu abfallend, vorstellt, hat man ungefähr ein Bild dieses Landes von sechzig Wegstunden im Umkreis. Ein paar Geländeerhebungen gibt es indessen: der Elm, wo wir auf die Hirschjagd gegangen sind, und das Assegebirge, wo ich zwei angenehme Tage verlebt habe. Man darf sich nicht einbilden, daß der zweiundfünfzigste Breitengrad, unter dem Braunschweig liegt, sich durch fünfzehn bis zwanzig Grad Reaumur und schönen Sonnenschein fühlbar . . . weiter lesen

Napoleon Bonaparte

Ich habe den General Bonaparte zum erstenmal in meinem Leben zwei Tage nach seinem Übergang über den Sankt Bernhard gesehen, am Fort Bard, am 21. Mai 1800, also [heute 1837] vor 37 Jahren. Vierzehn Tage nach Marengo hatte ich ihm in seiner Loge in der Scala, Mailands großem Theater, einen Bericht zu überbringen. Ich war Augenzeuge beim Einzuge Napoleons 1806 in Berlin, ich war 1812 in Moskau, 1813 in Schlesien. Zu allen diesen Zeiten habe ich den Kaiser aus allernächster Nähe gesehen. Persönlich gesprochen habe ich dreimal mit ihm. Zum ersten Male richtete der große Mann das Wort an mich bei einer Truppenschau im Kreml. Ich bin von ihm durch ein langes Gespräch geehrt worden in Schlesien während des Feldzugs von 1813. Schließlich gab er mir im Dezember 1813 mit kräftiger Stimme . . . weiter lesen