Die Dienstmarke von Officer O’Roon

Zweifellos kann es vorkommen, dass ein Mann und eine Frau, die sich zum ersten Mal sehen, sich augenblicklich ineinander verlieben. Diese Liebe auf den ersten Blick ist allerdings eine ziemlich gewagte Sache, solange sie ihn nicht in der Bradstreet und er sie nicht in Lockenwicklern zu Gesicht bekommen hat. Aber solche Dinge kommen nun einmal vor, und die folgende Geschichte mag als ein Beispiel dafür gelten. Im Spanisch-Amerikanischen Krieg ritt eine Truppe, die sich Gentle Riders nannte, in die Geschichtsbücher und ein oder zwei Hinterhalte. Die Gentle Riders rekrutierten sich aus dem Adel der wilden Männer aus dem Westen und den wilden Männern aus dem Adel der Ostküste. In ihren Uniformen unterschieden sie sich kaum voneinander und sie wurden rundum gute Freunde und Kameraden. Ellsworth . . . weiter lesen

Nach Westen

  Am 17. September 1852 fuhren meine junge Frau und ich, nach einer Reise von 28 Tagen, an Bord des prächtigen Paketschiffes »City of London«, in den Hafen von New York ein. Es gab allerdings schon um diese Zeit Dampfschiffe wenn auch nur wenige, welche die regelmäßige Fahrt zwischen England und Amerika machten. Ein Freund, der mehrmals dieses Land besucht hatte, versicherte uns aber, daß ein gutes, großes Segelschiff sicherer sei als ein Dampfer und für Personen, die zur Seekrankheit neigten, auch behaglicher. Auf diesen Rat hin wählten wir das Schiff »City of London«, ein prächtig aussehendes Vollschiff von ungefähr 2000 Tonnen. Diese Wahl bereuten wir nicht. Unsere Kajüte war groß und bequem, der Kapitän, obgleich auf der See aufgewachsen, höflich und aufmerksam, . . . weiter lesen

Freunde in San Rosario – oder: Wenn der Revisor kommt

Der Zug in Richtung Westen traf pünktlich um 8 Uhr 20 morgens in San Rosario ein. Ein Mann mit einer dicken Ledermappe unter dem Arm stieg aus und ging schnell die Hauptstraße der Stadt hinauf. Noch andere Fahrgäste waren in San Rosario ausgestiegen, aber sie schlenderten entweder gemächlich zum Bahnhofsrestaurant oder in den Silber-Dollar-Saloon hinüber, oder sie gesellten sich zu den Müßiggängern vor dem Bahnhof. In den Bewegungen der Mannes mit der Aktenmappe lag kein Spur von Unschlüssigkeit. Er war von kleinem Wuchs, aber stark gebaut, mit sehr hellem, kurz geschnittenen Haar, einem glatten, entschlossenen Gesicht und einem angriffslustigen Goldrandkneifer auf der Nase. Er war gut gekleidet nach der herrschenden Ostküstenmode. Er verströmte eine ruhige doch stets präsente . . . weiter lesen

Die exakte Wissenschaft von der Ehe

"Wie ich dir schon gesagt, habe," sagte Jeff Peters, "in die Perfidie der Frauen habe ich noch nie viel Vertrauen gehabt. Als Partner oder Mitstreiter bei einer Gaunerei im besten Sinne kann man ihnen einfach nicht trauen." "Sie verdienen dieses Kompliment," sagte ich. "Ich glaube, sie werden völlig zu Recht das ehrbare Geschlecht genannt." "Warum auch nicht?" sagte Jeff. "Sie haben den anderen Teil der Menschheit dazu gebracht, für sie entweder Gaunereien zu begehen oder Überstunden zu schieben. Im Geschäftsleben funktionieren sie aber nur solange, bis entweder ihre Gefühle oder ihre Frisur durcheinander gebracht werden. Dann wünscht du dir einen, plattfüßigen, kurzatmigen Mann mit rotblondem Backenbart, fünf Kindern und einer Hypothek an ihrer Stelle. Da war zum . . . weiter lesen

Calloways Code

Der New Yorker Enterprise schickte H.B. Calloway als Sonderkorrespondenten in den russisch-japanischen Krieg. Zwei Monate lang hing Calloway in Yokohama und in Tokio herum und würfelte um Rikscha-Cocktails - oh nein, das ist nichts zum Fahren. Jedenfalls tat er nichts für das Gehalt, das ihm seine Zeitung zahlte. Aber das war nicht seine Schuld. Die kleinen gelben Männer, die die Fäden des Schicksals in den Fingern hielten, waren nicht bereit, den Lesern des Enterprise ihren Frühstücksschinken mit den Schlachten der Himmelssöhne zu würzen. Doch bald zog der Tross der Korrespondenten, die mit der Ersten Armee vorrückten, die Feldstecherriemen fester und folgte Kuroki zum Yalu. Mit dabei war auch Calloway. Dies ist nun nicht die Geschichte der Schlacht am Yalu. Die ist schon mit . . . weiter lesen

Domremy.

Aus: Kriegsgefangen. Erlebtes 1870 Wie heißt der Ritter? Baudricourt. Er steht Kaum einen Tagesmarsch von Vaurouleurs’. Ich bin nur eines Hirten niedre Tochter Aus meines Königs Flecken Domremy, Der in dem Kirchensprengel liegt von Toul. (Jungfran von Orleans.) Am 2. Oktober war ich in Toul. Ich kam von Nancy. Nancy ist eine Residenz, Toul ist ein Nest. Es machte den Eindruck auf mich wie Spandau vor dreißig Jahren. Die Kathedrale ist bewunderungswürdig, das Innere einer zweiten Kirche (St. Jean, wenn ich nicht irre) von fast noch größerer Schönheit, aber von dem Augenblick an, wo man mit diesen mittelalterlichen Bauten fertig ist, ist man es mit Toul überhaupt. In 2 Stunden hatt’ ich diese Sehenswürdigkeiten hinter mir und dennoch war ich gezwungen, 2 Tage an . . . weiter lesen

Der Wert eines Dollars

Der Richter des Bundesgerichts im Bezirk an der Rio Grande Grenze fand eines Morgens folgenden Brief in seiner Post: RICHTER, als Sie mich für vier Jahre in den Knast schickten, ließen Sie noch ein paar Sprüche vom Stapel. Unter anderen harten Sachen nannten Sie mich eine Klapperschlange. Vielleicht bin ich wirklich eine - wie auch immer, Sie können mich jetzt klappern hören. Ein Jahr nachdem ich ins Loch kam, starb meine Tochter - wie man sagt an Elend und Schande. Sie haben auch eine Tochter, Richter, und ich werde Ihnen zeigen, wie es sich anfühlt, wenn man sein Kind verliert. Und ich werde auch diesen Bezirksanwalt beißen, der mich angeklagt hat. Ich bin jetzt wieder raus und ich bin wohl wirklich eine Klapperschlange geworden. Ich fühle mich jedenfalls wie eine. Ich sag . . . weiter lesen

Mädchen

Auf der Scheibe der Tür zu Büro Nr. 962 stand in goldenen Lettern: "Robbins & Hartley, Makler". Die Angestellten waren schon weg. Es war nach fünf, und mit dem Getrampel einer Herde von preisgekrönten Kaltblütern drangen die Putzfrauen in das staubige zwanzigstöckige Bürogebäude ein. Ein Stoß glühend heißer Luft gewürzt mit dem Aroma von Zitronenschalen, dem Rauch von Braunkohle und Fischtran wehte durch die halboffenen Fenster herein. Robbins, ein Fünfzigjähriger, der etwas von einem übergewichtigen Schönling an sich hatte und ein Liebhaber von Premieren und Hotellobbies war, tat als beneide er seinen Partner um die Freuden seines Pendlerdaseins. "Werde heute Abend wohl irgendwas feucht-fröhliches unternehmen," sagte er. "Ihr Leutchen vom Lande habt's ja gut, mit . . . weiter lesen

Herzen und Hände

In Denver stiegen viele Passagiere in den Schnellzug nach Osten ein. In einem Wagen saß eine sehr hübsche junge Frau, elegant gekleidet und umgeben von all den luxuriösen Annehmlichkeiten eines erfahrenen Reisenden. Unter den neu zugestiegenen Fahrgästen waren zwei Männer, der eine jung, gut aussehend mit einem unerschrockenen, offenen Gesicht, der andere ein ungepflegter, mürrischer Mensch, schwer gebaut und schäbig gekleidet. Die beiden waren mit Handschellen aneinander gefesselt. Als sie den Mittelgang entlang gingen, boten sich ihnen als einzige Sitzplätze nur die gegenüber der attraktiven jungen Frau. Und hier ließ sich das zusammengekettete Paar nieder. Die junge Frau warf einen flüchtigen, unbeteiligten Blick auf sie; aber dann . . . weiter lesen

Nach zwanzig Jahren

Der Schutzmann gab eine imposante Erscheinung ab, so wie er die Straße entlang patroullierte. Dieses Gehabe war Gewohnheit und nicht etwa auf Wirkung berechnet, denn es gab kaum jemanden, der es sehen hätte können. Es war erst kurz vor zehn Uhr abends, aber kalte Windstöße, die nach Regen schmeckten, hatten die Straßen fast völlig entvölkert. Er kontrollierte, ob die Türen verschlossen waren und wirbelte dabei seinen Knüppel kunstvoll mit sorgfältig einstudierten Bewegungen. Dann und wann drehte er sich um und ließ sein wachsames Auge die friedliche Straße entlangschweifen und gab mit seiner robusten Statur und dem leicht wiegenden Gang das vollkommene Bild eines Ordnungshüters ab. In dieser Gegend gingen die Leute zeitig . . . weiter lesen

Leipzig vor 150 Jahren

Wenn man das Alter des Psalmisten bereits um etliche Jahre überschritten hat und man nun jeden Morgen seine Todesanzeige in der Zeitung zu lesen erwartet, mag der Wunsch begreiflich erscheinen, einen Rückblick zu halten auf seine Kindheit und Jugend, und auf die Umwelt, auf die sie gestellt waren. Welten scheinen das Einst von dem Jetzt zu trennen, so von Grund auf haben sich ja seitdem alle Verhältnisse geändert und interessant mag dem Jüngeren sein, was der Aeltere aus seiner Kindheit Tagen von dem Leben und Treiben auf den gleichen Straßen und Plätzen und deren damaligem Aussehen zu erzählen weiß, über die der Schritt des Jüngeren jetzt ebenso dahin schreitet wie einst und noch jetzt — auf wie lange noch? — der des Erzählers. Aber indem ich mich anschicke, mit meiner Schilderung . . . weiter lesen

1. Gestatten Lünch – Bodo Lünch

Mal angenommen, Sie haben einen finanziellen Engpass. Im Prinzip kann das jedem passieren. Die Banken wittern Aasgeruch und drehen Ihnen den Hahn ab. Andere Kreditgeber sind weit und breit nicht in Sicht. Aber es gibt ja noch die privaten Geldverleiher, die laufend knallige Anzeigen in den Zeitungen haben von wegen Schnell-Kredite ganz ohne Sicherheiten und lästige Formalitäten bei sofortiger Barauszahlung. Klingt alles prima. Also greifen Sie zu und haben ruck, zuck wieder Bares auf der blanken Kralle, und die Banken können Ihnen in die Tasche steigen. -- Denken Sie. Doch die Geschäftsbedingungen sind nicht von Pappe und die Zinsen horrend, und es wäre schon ein verdammtes Wunder, wenn Sie mit den Raten nicht ins Stottern kämen. Sind Sie ein Wunderkind? Nein? Gut, dann werden Sie . . . weiter lesen

2. Wie geschmiert

Die Welt ist voller Kanaillen, es gibt viel zu viele davon. Trotzdem musste ich mir ganz schön das Gehirn zermartern, bis mir Kaplan einfiel. Richard Kaplan -- der größte Beschiss seit Bernie Cornfeld. Besondere Merkmale: dreht den Leuten für viel Geld faule Ölinvestments an. Mal abgesehen von der reichlich ausgeleierten Masche hatte ich nichts gegen seine Art, Geld zu verdienen. Wenn es immer noch Trottel gab, die nicht mitgekriegt hatten, dass das große Ölgeschäft seit mindestens fünfzig Jahren gelaufen ist, warum sollte man sie nicht dafür bezahlen lassen? Es war schon immer etwas teurer dämlich zu sein. Was mir allerdings weniger gefiel, war, dass er mir immer wieder durch die Lappen ging. Jedes mal wenn ich in seinem Büro aufkreuzte, hielt mich sein Vorzimmerdrachen auf, . . . weiter lesen

3. Schwierige Patienten

Gegen Mittag saß ich an einem Fenstertisch in einer schäbigen, verdreckten Kneipe im Hafengebiet. Die Fenster waren groß und schmutzig und die alte, abblätternde Farbe war schwarz von Fliegendreck. In der Luft hing zäh und schwer ein nebliges Gemisch aus abgestandenem Tabakrauch und Dünsten von ranzigem Fett. Und überall, wo man hinlangte, klebten einem die Finger fest. Nach meinem Geschmack war diese Spelunke zwar nicht gerade, aber ich hatte es mir nicht aussuchen können; ich war geschäftlich hier. Vor mir hatte ich eine Tasse Kaffee -- und Anton Schiebe, ein gewieftes Kerlchen mit einem verstockten, abgefeimten Mausgesicht. Er steckte in einer verschossenen blauen Arbeitshose mit Latz und beobachtete mich mit schmalen Augen. Manche Leute machen Geld wie Heu, er machte Schulden . . . weiter lesen

4. Unser Oma ihr klein Häuschen . . .

Zehn Minuten später lag ich auf der Autobahn und dröhnte den Lahmärschen auf der Überholspur mit meiner Zweiklangkompressorfanfare die Ohren voll und bestrahlte sie mit der Lichthupe. Ich war unterwegs zu Apollonia Erbslöh, einem alten Weibchen vom Lande, das sich bei Raff vor fünf Monaten runde fünfzehn Mille für ein neues Dach gepumpt und schon verdammt lange nichts mehr von sich hören lassen hatte. An der dritten Ausfahrt fuhr ich raus, tobte mich noch ein bisschen auf einer leeren schattigen Landstraße aus und war bald dort, wo ich hin wollte, in einem verschlafenen Kaff von Landstädtchen, in dem absolut nicht los war, außer dass da irgendwo fünfzehn Riesen von Raff versickert waren. Ich stoppte in einer breiten Vorstadtstraße mit weit verstreuten Häusern und zementierten . . . weiter lesen

5. Gerüchterstattung

Der nächste Vormittag war wie geschaffen, um meine Stimmung auf den absoluten Nullpunkt zu bringen. Jeden, der mir an diesem Tag in die Quere kommen würde, konnte ich nur bedauern. Zunächst mal hatte ich einen Zahnarzttermin, und danach musste ich zum Gericht. Eine sechszehnjährige Göre war mit ihrem Handyvertrag unter Wasser geraten, und um ihre Telefongesellschaft milde zu stimmen und weiter telefonieren zu können, hatte sie sich bei Raff das nötige Bare besorgt, natürlich mal wieder ohne auch nur einen Gedanken an Zins und Tilgung zu verschwenden. Die übliche Tour hatte in diesem Fall nicht gezogen, ihr Alter, Oberstudienrat (ständig aufgeamselt um seine Rechte besorgt und höchstwahrscheinlich Grünen-Wähler -- die Sorte kennt man ja), hatte sich rundweg geweigert, für ihre . . . weiter lesen

6. Zahltag

Am nächsten Morgen gab es einen Riesenkrach im Büro. Raff knallte mir einen Packen Zeitungen hin und fragte erbost: «Und was ist das?!» Schlagzeilen sprangen mir entgegen wie: "Kreditvermittler nimmt Wucherzinsen von Kindern" oder: "Abgezockt -- Kreditfirma auf Kinder spezialisiert" oder: "Jugendliche im Würgegriff von Kredihaien" und so weiter und so weiter. In einem Artikel stand zu lesen: 'Trotz eindringlicher Ermahnungen durch die Richterin erklärte der Vertreter der Kreditfirma nach der Verhandlung, dass die Firma keinerlei Anlass sähe, von ihrer bisherigen Kreditvergabepraxis abzugehen...' -- Hmhm, meine nette kleine Pressekampagne schien leider ein bisschen in die Hosen gegangen zu sein. «Wer zum Teufel hat das Pressegesocks zu dem Prozess hinbestellt?» tobte Raff. Das . . . weiter lesen

7. Wochenend und Sonnenschein

Aber es kam mal wieder anders, als man denkt. Es fing gleich am Samstagmorgen an, ich war noch nicht richtig wach, da läutete es an meiner Tür Sturm. Leger in Jeans und weißen T-Shirt tappte ich zur Tür und öffnete. Vor mir standen zwei Figuren, der eine gedrungen, ein wenig zur Fettleibigkeit neigend, der andere etwas größer und auch nicht gerade ein Leichtgewicht, aber mehr aus Muskeln als aus Fett bestehend. «Gehört Ihnen die rote Corvette da unten im Hof?» «Wer will das wissen?» «Sie gehört ihm,» vertraute der Kleine seinem Kumpel verschwörerisch an, und an mich gewandt fragte er: «Na, erkennen uns der Herr denn nicht wieder?» Ich blickte zwischen den beiden hin und her. «Nein, wer seid ihr denn?» «Sieh mal einer an, 'n richtiger Komiker,» stellte . . . weiter lesen

8. Du bist nicht mein Freund

«Wohin kann ich dich bringen?» fragte ich, als wir wieder am Boden waren und das Gepäckband hinter uns hatten. «Ich werde die S-Bahn nehmen,» sagte sie. « Ich will noch in die Redaktion. Das geht schneller.» Wir sahen uns lange an, und in ihren Augen las ich die Frage: Gibt es einen Platz für mich in deinem Leben? Eine seltsame Mischung aus Abschiedsschmerz und Neuanfang stand zwischen uns. Sie berührte leicht meinen Arm und sagte: «Es war schön mit dir, Bodo. Sehr schön.» Dann wandte sie sich ab und ging, ohne sich noch einmal umzudrehen, ihr Köfferchen tragend zu den Rolltreppen ins Tiefgeschoss. Ich blickte ihr nach, bis sie im Boden versunken war. Was ist Zukunft? Wie üblich irrte ich wieder eine Weile im Parkhaus umher, bis ich meinen Wagen gefunden hatte. Dann donnerte . . . weiter lesen

9. Recht und Ordnung

Der nächste Morgen war grau und feucht. Die Luft klebte einem fast auf der Haut. Um neun war ich bei Piependonk im Büro. Er schlürfte Kaffee und büffelte in seinem Lexikon wertvolles Allgemeinwissen. Als ich mich gesetzt hatte, klappte er das dicke Buch zu und sah mich eine Weile an. Dann schob er mir einen Zettel über den Tisch und sagte: «Zwei von diesen Brüdern hab ich noch aufgetrieben. Einen in Hanau, einen in Offenbach. Das Nähere steht hier drauf.» Ich steckte den Zettel ein und sah ihn auch eine Weile an und sagte: «Na prima.» Er zog die Liste zu sich heran, die ich ihm gestern in den Briefschlitz geworfen hatte, und studierte sie. «Das ist ein Haufen Arbeit.» «Findest du?» «Mindestens drei Wochen.» «Übertreib mal nicht.» «Du brauchst sie . . . weiter lesen