Wald und Steppe

Dann aber zieht es seinen Wandersinn Ins Dörfchen, in den dunkeln Garten hin, Wo hohe Linden reichen Schatten spenden, Die Veilchen süße Düfte rings entsenden, Wo runder Geisklee sich vom Damme biegt, Hold in der Flut sein Blumenantlitz wiegt, Auf fetter Trift die üpp‘ge Eiche steht, Der Zephir mild vom duft‘gen Felde weht, Dahin, dahin, ins lustige Gefild, Wo sammetgleich die Erde farbig spielt, Der Roggen sanft, so weit das Auge spähet, Die schlanken, vollen Halme wehet – Der Sonnenstrahl herabfällt, schwer und heiß, Durch einen weißen, klaren Wolkenkreis, – Da ist es gut. . . (Aus einem verbrannten Gedicht) Der Leser ist vielleicht meiner Aufzeichnungen schon ­müde; ich beeile mich, ihn mit dem Versprechen zu be­ruhigen, daß ich mich auf die bisher gedruckten . . . weiter lesen

Angst auf der Landstraße

„Was ich Ihnen sagen wollte", sagte Jermolai, zu mir in die Stube tretend – ich hatte eben zu Mittag gegessen und mich auf mein Feldbett gelegt, um nach einer recht erfolgreichen, aber ermüdenden Birkhuhnjagd auszuruhen – es war gegen Mitte Juli und die Hitze war fürchterlich . . . „Was ich Ihnen sagen wollte: das Schrot ist uns ausgegangen." Ich sprang vom Bette auf. „Das Schrot ist ausgegangen? Wieso? Wir hatten doch an die dreißig Pfund von zu Hause mitgenommen! Einen ganzen Sack!" „Das stimmt. Der Sack war groß und hätte wohl für zwei Wochen gereicht. Wer kann wissen! Vielleicht ist ein Loch darin, aber wir haben kein Schrot mehr . . . für höchstens zehn Schuß ist uns noch geblieben." „Was sollen wir jetzt anfangen? Die besten Stellen haben wir noch vor uns, für . . . weiter lesen

Unterm Tannenbaum

Ei­ne Däm­mer­stun­de Es war das Ar­beits­zim­mer ei­nes Be­am­ten. Der Ei­gen­tü­mer, ein Mann in den Vier­zi­gern, mit scharf aus­ge­präg­ten Ge­sichts­zü­gen, aber mil­den, licht­blau­en Au­gen un­ter dem schlich­ten, hell­blon­den Haar, saß an ei­nem mit Bü­chern und Pa­pie­ren be­deck­ten Schreib­tisch, da­mit be­schäf­tigt, ein­zel­ne Schrift­stü­cke zu un­ter­zeich­nen, wel­che der da­ne­ben­ste­hen­de al­te Amts­bo­te ihm über­reich­te. Die Nach­mit­tags­son­ne des De­zem­ber be­leuch­te­te eben mit ih­rem letz­ten Strahl das gro­ße schwar­ze Tin­ten­faß, in das er dann und wann die Fe­der tauch­te. End­lich war al­les un­ter­schrie­ben. “Ha­ben Herr Amts­rich­ter sonst noch et­was?” . . . weiter lesen

Die lebende Reliquie

Land der Dulder und der Demut, Meine Heimat, Russenerde! F. Tjutschew. Ein französisches Sprichwort lautet; „Der trockene Fischer und der nasse Jäger bieten einen traurigen An­blick." Da ich für die Fischerei niemals etwas übrig ge­habt habe, vermag ich nicht darüber zu urteilen, was ein Fischer bei gutem, heiterem Wetter emp­findet und inwie­fern das Vergnügen, das ihm eine reiche Beute bei Regen­wetter ver­schafft, die Unannehmlichkeit, naß zu sein, auf­wiegt. Für den Jäger ist aber das Regen­wetter ein wahres Unglück. Und von ebendiesem Unglück wurden wir, ich und Jermo­lai, betroffen, als wir einmal wieder in den Bjelewschen Kreis auf die Birkhahnjagd kamen, – Vom frühen Morgen an wollte der Regen nicht aufhören. Was hatten wir nicht alles versucht, um uns vor . . . weiter lesen

The Signal-Man

demnächst in deutscher Übersetzung verfügbar “HALLOA! Below there!” When he heard a voice thus calling to him, he was standing at the door of his box, with a flag in his hand, furled round its short pole. One would have thought, considering the nature of the ground, that he could not have doubted from what quarter the voice came; but instead of looking up to where I stood on the top of the steep cutting nearly over his head, he turned himself about, and looked down the Line. There was something remarkable in his manner of doing so, though I could not have said for my life what. But I know it was remarkable enough to attract my notice, even though his figure was foreshortened and shadowed, down in the deep trench, and mine was high above him, so steeped in the glow of an angry . . . weiter lesen

Teure Stunden

Für einen gebildeten Menschen ist das Nichtwissen fremder Sprachen oft sehr störend. Worotow bekam das zu fühlen, als er, nachdem er die Universität mit dem Grade eines Kandidaten absolviert hatte, sich an eine kleine wissenschaftliche Arbeit machte. »Es ist schrecklich!« sagte er keuchend (trotz seiner sechsundzwanzig Jahre war er schon dick und aufgedunsen und litt an Atemnot). »Es ist schrecklich! Ohne Sprachen bin ich wie ein Vogel ohne Flügel. Ich müßte einfach die ganze Arbeit aufgeben.« Er entschloß sich, seine angeborene Faulheit um jeden Preis niederzuringen und die französische und die deutsche Sprache zu erlernen, und fing an, sich nach Lehrern umzusehen. An einem Winternachmittag, als Worotow in seinem Zimmer saß und arbeitete, meldete ihm der Diener, daß ein . . . weiter lesen

Ein wehrloses Geschöpf

So stark auch der nächtliche Gichtanfall war, so heftig auch die Nerven schmerzten, begab sich Kistunow dennoch des Morgens in den Dienst und begann zur gewohnten Stunde, die Besucher und die Kunden der Bank zu empfangen. Er sah verschmachtet und gequält aus und sprach mit leiser Stimme, kaum atmend, wie ein Sterbender. »Was wünschen Sie?« wandte er sich an eine Dame in einem vorsindflutlichen Mantel, die von rückwärts einem großen Mistkäfer glich. »Sehen Sie, Exzellenz,« begann die Dame sehr schnell, »mein Mann, der Kollegien-Assessor Schtschukin, war fünf Monate krank, und während er, Sie müssen schon entschuldigen, zu Hause in ärztlicher Behandlung war, wurde er ohne jeden Grund aus dem Dienste entlassen, Exzellenz; . . . weiter lesen

Peter Bongbong

Daß Pe­ter Bong­bong ein Gast­wirt von ganz un­ge­wöhn­li­chen Ei­gen­schaf­ten war, wird nie­mand, der sei­ne klei­ne Pin­te zu Rou­en be­sucht hat, ab­strei­ten kön­nen. Daß Pe­ter Bong­bong aber auch in der Phi­lo­so­phie sei­ner Zeit be­wan­dert war, ist ei­ne noch un­leug­ba­re­re Tat­sa­che. Sei­ne pâtés à la fois wa­ren oh­ne Zwei­fel ta­del­los; doch wel­che Fe­der kann sei­nen Es­says sur la Na­tur – sei­nen Ge­dan­ken sur l'Ame – sei­nen Be­mer­kun­gen sur l'Es­prit ge­nü­gen­de Ge­rech­tig­keit wi­der­fah­ren las­sen? Wenn sei­ne Ome­lettes, sei­ne Fri­can­deaux schon un­be­zahl­bar wa­ren, wel­cher Li­te­ra­tur­be­flis­se­ne je­ner Zeit wür­de nicht für ei­ne Idee von Bong­bong dop­pelt . . . weiter lesen

Aus dem Regen in die Traufe

Beim Dom­chor­di­ri­gen­ten Gra­dus­sow sitzt der Ad­vo­kat Kal­ja­kin. Er hält ei­ne an Gra­dus­sow adres­sier­te Vor­la­dung zum Frie­dens­rich­ter in der Hand und spricht: »Sie mö­gen sa­gen, was Sie wol­len, Dos­si­fej Pe­tro­witsch, aber Sie sind schuld. Ich ach­te Sie, ich schät­ze Ih­re Zu­nei­gung, muß Ih­nen aber zu mei­nem Leid­we­sen sa­gen, daß Sie im Un­recht wa­ren. Ja­wohl, im Un­recht. Sie ha­ben mei­nen Kli­en­ten De­r­e­wjasch­kin be­lei­digt .... Wa­rum ha­ben Sie ihn be­lei­digt?« »Wer hat ihn, zum Teu­fel, be­lei­digt?« er­ei­fert sich Gra­dus­sow, ein groß­ge­wach­se­ner Greis mit nied­ri­ger, we­nig ver­spre­chen­der Stir­ne, dich­ten Au­gen­brau­en und ei­ner Bron­ze­me­dail­le . . . weiter lesen

Deutscher Mondschein

Erzählen wir ruhig und ohne alle Aufregung. Ich bin ein selbst für Deutschland außergewöhnlich nüchterner Mensch und verstehe es, meine fünf Sinne zusammenzuhalten. Außerdem bin ich Jurist, der Mann meiner Frau und der Vater meiner Söhne. Weder zur Zeit der Holunderblüte noch zur Zeit der Stockrosen, Sonnenblumen und Astern pflege ich mich sentimentalen oder romantischen Anwandlungen ausgesetzt zu fühlen. Ein Tagebuch führe ich nicht; aber sämtliche Jahrgänge meines Terminkalenders halten in meiner Bibliothek wohlgeordnet ihren Platz fest. Dieses alles vorausgeschickt, teile ich mit, daß ich mich im Jahre 1867 auf ärztlichen Rat, der Seeluft und des Meerwassers wegen, auf der Insel Sylt befand und daß ich daselbst . . . weiter lesen

Die Nacht vor der Verhandlung

(Erzählung eines Angeklagten) Es wird ein Unglück geben, Herr!« sagte der Postillon, sich zu mir wendend und mit der Peitsche auf einen Hasen zeigend, der uns über den Weg lief. Ich wußte auch ohne den Hasen, daß meine Lage eine verzweifelte war. Ich fuhr nach S., um mich vor dem Kreisgericht wegen Bigamie zu verantworten. Das Wetter war entsetzlich. Als ich spät in der Nacht die Poststation erreichte, sah ich wie ein Mensch aus, den man mit Schnee beworfen, mit Wasser begossen und obendrein auch durchgeprügelt hatte: so furchtbar war ich durchfroren, durchnäßt und vom eintönigen Rütteln betäubt. Auf der Station empfing mich der Stationsaufseher, ein langer Kerl in blaugestreifter Unterhose, kahl, verschlafen und mit einem . . . weiter lesen

Die Dame mit dem Hündchen

I. Man erzählte sich, daß am Strande ein neuer Kurgast aufgetaucht sei: eine Dame mit einem Spitz. Dmitrij Dmitrijewitsch Gurow, der schon seit vierzehn Tagen in Jalta war und sich an das Badeleben gewöhnt hatte, interessierte sich bereits wie die andern für jeden neuen Menschen. Als er im Erfrischungspavillon von Vernet am Strande saß, sah er eine junge Dame in einem Barett über den Strand gehen; sie war klein und blond, und ein weißer Spitz folgte ihr. Später traf er sie einige Male im Stadtpark und in den Anlagen. Sie ging immer allein, immer im gleichen Barett und immer von ihrem weißen Spitz begleitet; niemand wußte, wer sie war, und man nannte sie einfach: die Dame mit dem Spitz. »Wenn sie hier ohne ihren Mann und ohne Bekannte ist,« sagte sich Gurow, »so sollte ich . . . weiter lesen

Der Schuss

Wir lagen im Städtchen ... Man kennt das Leben eines Armeeoffiziers: morgens Exer­zieren, Reitbahn; mittags zu Tisch beim Regimentskommandeur oder im jüdischen Wirtshaus; abends Punsch und Karten. Es gab in ... kein einziges gastliches Haus, kein heiratsfähiges Mädchen; wir besuchten uns gegenseitig, wobei wir weiter nichts als un­sere Uniformen zu Gesicht bekamen. In unserer Gesellschaft war nur ein einziger Nichtmilitär. Er zählte etwa fünfunddreißig Jahre, und wir hielten ihn folglich für sehr alt. Seine Erfahrung verlieh ihm viele Vor­züge, die er uns voraus hatte; zudem übten sein gewöhnlich düsteres, schroffes Wesen und seine böse Zunge einen mächtigen Einfluß auf unseren jungen Geist aus. Sein Schicksal umwob etwas Geheimnisvolles; er schien Russe, trug aber . . . weiter lesen

Der Sargmacher

Die letzten Habseligkeiten des Sargmachers Adrian Prochorow waren auf den Leichen­wagen gelegt, und ein Paar magerer Pferde schleppte diesen zum vierten Mal von der Basmannaja in die Nikitskaja, wohin der Sargmacher mit seinem ganzen Haushalt um­zog. Er machte seinen Laden zu, nagelte eine Anzeige an die Tür, daß das Haus zu ver­kaufen und zu vermieten sei, und begab sich zu Fuß nach seiner neuen Wohnung. Als er sich dem gelben Häuschen näherte, das schon lange seine Phantasie gereizt und das er endlich für eine bedeutende Summe erworben hatte, fühlte der alte Sargmacher mit Erstaunen, daß sein Herz sich gar nicht freute. Als er über die neue Schwelle trat und in seiner neuen Behausung ein großes Durcheinander vorfand, gedachte er mit einem Seuf­zer seiner alten Hütte, wo . . . weiter lesen

Der Postmeister

Wer hätte nicht schon die Postmeister verflucht? Wer hätte sich nicht mit ihnen gezankt? Wer hat nicht in zornigen Augenblicken von ihnen das verhängnisvolle Buch gefordert, um eine unnütze Klage über Grobheit, Bedrückung, Fahrlässigkeit und Unzuverlässigkeit einzutragen? Wer hätte sie nicht für Scheusale in Menschengestalt gehalten oder sie doch wenigstens mit den Vizesekretären in Kanzleien oder mit Räubern zusammengestellt? Doch laßt uns gerecht sein. Versetzen wir uns nur in ihre Lage, und unser Urteil wird vielleicht milder ausfallen. Was ist denn ein Postmeister? Ein wahrer Märtyrer vierzehnter Klasse, den nur sein Amt vor Schlägen schützt, und auch das nicht immer (ich frage meine Leser auf Ehr' und Gewissen). Was für ein Amt hat denn ein solcher «Diktator», . . . weiter lesen

Der Jahrmarkt zu Ssorotschinzy

I Wie erquickend, wie herrlich ist so ein Sommertag in Kleinrußland. Wie ermattend heiß sind die Stunden, wenn der Mittag in Stille und Glut strahlt und der blaue, unermeßliche Ozean, der wie eine Kuppel von Wollust über der Erde schwebt, ganz versunken in Wonne, zu schlafen scheint, die Schöne mit seinen luftigen Armen umfangend und erdrückend! Keine Wolke steht auf ihm; kein Wort erschallt im Felde. Alles ist wie gestorben; nur oben in der Himmelstiefe zittert der Lerchensang, und die silbernen Lieder fliegen die luftigen Stufen zur verliebten Erde herab; nur ab und zu hört man den Schrei einer Möwe oder die helle Stimme einer Wachtel, die in der Steppe widerhallt. Träge und gedankenlos, wie Wandelnde ohne Ziel, stehen die in die Wolken ragenden . . . weiter lesen

Das blaue Zimmer

Mit allen Anzeichen der Unruhe wandelte ein junger Mann in der Vorhalle eines Bahnhofes auf und ab. Er trug eine blaue Brille, und obwohl er keinen Schnupfen hatte, tupfte er sich fortwährend mit seinem Taschentuche an der Nase herum. In der Linken hielt er eine kleine schwarze Reisetasche, deren Inhalt, wie sich später herausstellte, aus einem seidenen Hausrock und einer türkischen Hose bestand. Von Zeit zu Zeit ging er zur Eingangstür, spähte auf die Straße hinaus, holte darauf seine Uhr aus der Tasche und warf einen fragenden Blick auf das Zifferblatt der Bahnhofsuhr. Der Zug ging erst in einer Stunde ab; aber es gibt immer Angstliche, die sich Sorgen machen, zu spät zu kommen. Das war nicht gerade ein Zug, wie ihn eilige Leute benutzen: ein paar Wagen erster Klasse nur. Es war . . . weiter lesen

Die Leichtbeschwingte

I   Der Hochzeit Olga Iwanownas wohnten alle ihre Freundinnen und guten Bekannten bei. »Seht ihn nur an: nicht wahr, es ist was an ihm?« sagte sie ihren Freunden, auf ihren Mann zeigend, als wollte sie erklären, warum sie diesen einfachen, sehr gewöhnlichen und durch nichts bemerkenswerten Menschen geheiratet hatte. Ihr Mann, Ossip Stepanytsch Dymow war Arzt und stand im Rang eines Titularrates. Er war an zwei Krankenhäusern angestellt: an dem einen als ein außeretatmäßiger ordinierender Arzt und am anderen als Prosektor. Täglich von neun Uhr früh bis mittag empfing er Kranke und arbeitete in seinem Krankensaal; am Nachmittag fuhr er aber mit der Pferdebahn in das andere Krankenhaus, wo er die Leichen der verstorbenen Kranken sezierte. Seine Privatpraxis war äußerst . . . weiter lesen

Der Mantel

In einer Ministerialabteilung – besser ich nenne sie nicht, denn es gibt nichts Empfindlicheres als unsere Beamten, Offiziere und Kanzlisten. Heute fühlt wirklich schon jeder Privatmensch in seiner Person die ganze Gesellschaft beleidigt. Da soll neulich der Bericht eines Polizeihauptmannes – ich weiß nicht mehr aus welcher Stadt – vorgelegen haben, worin dieser breit ausführt, daß die kaiserlichen Verordnungen allenthalben nichts mehr gelten und der geheiligte Name eines Polizeihauptmannes mit unverhohlener Verachtung ausgesprochen werde, und zum Beweis legte er dem Bericht einen dickleibigen Roman bei, allwo auf jeder zehnten Seite ein Polizeihauptmann in völlig betrunkenem Zustande erscheint. Um also Unannehmlichkeiten zu vermeiden, nenne ich die Ministerialabteilung, . . . weiter lesen

Der Rächer seiner Ehre

  Fjodor Fjodorowitsch Ssigajew stand, kurz nachdem er seine Frau auf frischer Tat erwischt hatte, in der Waffenhandlung Schmucks & Co. und suchte nach einem passenden Revolver. Sein Gesicht drückte Zorn, Schmerz und unwankbare Entschlossenheit aus. – Ich weiß wohl, was ich zu tun habe ... – dachte er sich: – Das Familienprinzip ist beschimpft, die Ehre ist in den Schmutz getreten, das Laster triumphiert, und darum muß ich als Bürger und anständiger Mensch das Amt eines Rächers übernehmen. Zuerst töte ich sie und ihren Geliebten, dann mich und ... Er hatte zwar noch keinen Revolver gewählt und niemand getötet, doch seine Phantasie zeigte ihm schon drei blutende Leichen, zersprengte Schädel, herausquellende Gehirne, . . . weiter lesen