Ein Raubmord im Eisenbahn-Kupee

Unergründlich sind die inneren Seelenvorgänge eines Menschen. Der Psychologe steht, trotz aller Fortschritte der Wissenschaft, vor so manchem Verbrechen wie vor einem ewigen Rätsel. Wenn sich jemand in ein leeres Kupee zweiter Klasse setzt, und zwar in einen sogenannten Lokalzug, der fast alle zehn Minuten hält, so ist doch wohl die Befürchtung vollständig grundlos, daß ein Mitreisender in dies Kupee steigen könnte in der Absicht, bei passender Gelegenheit einen Raubmord zu begehen. Auf diesen ungeheuerlichen Gedanken kann man um so weniger kommen, wenn der Mitreisende, der kurz vor Abgang des Zuges das Kupee betritt, ein junger, elegant gekleideter, etwa siebzehnjähriger Mensch mit wahrem Engelsgesicht ist. Der Altonaer Zahnarzt Claußen . . . weiter lesen

Der Pfarrer Riembauer

Zu Nan­delstadt im Land­ge­richts­be­zirk Moos­burg in Bay­ern leb­te 1813 ein Pfar­rer, der um sei­ner Ga­ben und Tu­gen­den wil­len an­de­ren Geist­li­chen als Mus­ter vor­ge­hal­ten wur­de. Franz Sa­le­si­us Riem­bau­er war von kräf­ti­gem, statt­li­chem Wuchs; sei­ne schö­nen Ge­sichts­zü­ge, sein erns­tes und doch freund­li­ches We­sen spra­chen für ihn, nicht min­der sei­ne wort­rei­che und ge­wand­te Re­de. Er war der lieb­reichs­te, zu­vor­kom­mends­te Mann und trotz sei­ner gro­ßen Ge­lehr­sam­keit der leut­se­ligs­te Mensch im Um­gan­ge mit Ge­rin­ge­ren. Da­bei wuß­te er sei­ne pries­ter­li­che Wür­de über­all zu be­haup­ten, und sei­ne Sit­ten wa­ren in je­der Be­zie­hung un­ta­de­lig. Er . . . weiter lesen

Timm Thode, der Mörder seiner Familie

In der Nacht vom 7. zum 8. August des Jahres 1866 wurden die Gebäude eines zum adelichen Gute Groß-Kampen in Holstein gehörigen, nahe dem Ufer der Stör gelegenen Hofes ein Raub der Flammen. Herzugeeilte Nachbarn fanden die Scheune bereits in lichten Flammen stehend, sie drangen, da von den Bewohnern niemand zu sehen war, durch ein Fenster in das äußerlich von dem Feuer noch nicht ergriffene Wohnhaus und schleppten vier der Insassen, welche durch den dichten, das Schlafzimmer erfüllenden Rauch erstickt oder doch betäubt zu sein schienen, aus ihren theils stark glimmenden, theils bereits in lichten Flammen stehenden Betten in das Freie. Weitere Rettungsversuche wurden durch das rasche Umsichgreifen des durch den Luftzug angefachten Feuers vereitelt. Als man jene vier Personen näher besichtigte, . . . weiter lesen

Der Patriot von Montafon

Bonaparte hatte Ende 1796 die Österreicher aus Italien nach Tirol zurückgedrängt, Jourdan hatte am unteren, Moreau am oberen Rheine gesiegt, und nachdem Baden und Württemberg und endlich auch der Schwäbische Kreis mit der Französischen Republik einen Waffenstillstand geschlossen hatten, wurden die österreichischen Alpenländer von zwei Seiten her bedroht. Es war vorauszusehen, daß die französische Rheinarmee von Norden her nach Vorarlberg vordringen werde, um dort ihre Vereinigung mit der italienischen Armee zu vollziehen. Die kaiserliche Regierung hatte es aufgegeben, Vorarlberg zu verteidigen. Aus Innsbruck hatte daher das Landesgubernium an die Behörden zu Bregenz am Bodensee den Befehl erteilt, bei Annäherung der Feinde ihren . . . weiter lesen

Gerhard von Kügelgens Ermordung

Der seinerzeit in Sachsen ebenso hoch als Künstler gefeierte wie seines edlen Charakters und seiner liebenswürdigen Persönlichkeit wegen als Mensch allgemein geschätzte Maler Gerhard von Kügelgen lebte in Dresden in so glücklichen Verhältnissen, wie es schaffenden Künstlern nur in den seltensten Fällen beschieden ist. Er fand überall, bei Hofe, bei den einflußreichen Persönlichkeiten der Stadt und im Publikum, Liebe und Anerkennung; er war der glücklichste Gatte und Vater, den man sich denken kann, und befand sich infolge seiner künstlerischen Erfolge in dem Wohlstande, der die gewöhnlichen Sorgen des Künstlerlebens ausschloß. Aber auch die anderen Sorgen des Künstlers, der nach dem Höchsten trachtet und doch weiß, daß er das Ziel nie erreichen wird, scheint Kügelgen kaum . . . weiter lesen

Karl Ludwig Sand

In der Stadt Wunsiedel, die, reizend gelegen an den östlichen Abhängen des Fichtelgebirges, dem deutschen Vaterlande einen seiner edelsten Dichtergeister, Jean Paul Friedrich Richter, schenkte, ward auch Karl Ludwig Sand am 5. Oktober 1759 geboren, als jüngster Sohn des vormaligen preußischen ersten Justizamtmanns und Justizrats Gottfried Christoph Sand und seiner Ehefrau Dorothea Johanna Wilhelmina, geborene Schöpf. Sands Freunde wollen seine Charakterstimmung aus der des Gebirgsvolkes, dem er angehörte, erklären. Wer die Bewohner des Fichtelgebirges kennenlernte, sagen sie, wird Eigentümlichkeiten angetroffen haben, die von alters her das Leben dieses Volksstammes bezeichnen. Von der Mutter wird berichtet, sie sei eine gebildete, religiöse . . . weiter lesen

Der Schwarzmüller

In einem engen, von steilen Bergwänden eingeschlossenen Tale des bayrischen Oberlandes lag eine einsame Mühle. Sie gehörte zu einem Dorfe, dessen Häuser nach Art der Gebirgsdörfer weit zerstreut an dem Gebirgswasser, dem Sittenbach, lagen. Aber die Schwarzmühle lag noch weiter abseits oberhalb des letzten Gehöftes. Ihre Bewohner hatten wenig Verkehr mit den Bauern des Dorfes, die wie sie Protestanten, aber noch in tiefem Aberglauben befangen waren. In diesem Tale spukten noch Hexen, Gespenster gingen um, die Geister der Erschlagenen fanden keine Ruhe, und man glaubte an eine unmittelbare Verbindung der Menschen mit dem Teufel und an magische Mittel, durch die man Lebendige töten könne. Wenn der Eigentümer der Mühle nun in dem Verdacht . . . weiter lesen

James Hind, der royalistische Straßenräuber

1652 Alt-England war von je die eigentliche Heimat der großartigen Räuber, welche eine vergangene Romanepoche, fälschlich und ohne Grund, nach Italien versetzt. Die Volkserinnerung in England feiert das Andenken jener kühnen Wegelagerer und freien Söhne der Wälder mit besonderer Vorliebe und dichtet diesen Lieblingen gern Züge verwegenen Mutes, hochherziger Gesinnung und überraschenden Witzes an. Die Helden der alten Balladen, die Robin Hood und seine Gesellen, gehören freilich zum großen Teil mehr der Romantik an als der Geschichte. Aber auch seit diese eintritt, wird das Feld nicht leer von kühnen Gesellen, die, selbst wenn sie den Kriminalgerichten verfielen und auf dem Galgen endeten, doch großen, ja ewigen Ruhm ernteten; denn die Bänkelsänger singen noch heute auf den Straßen . . . weiter lesen

Winckelmanns Ermordung

Zwei Jahre vor Gerhard von Kügelgens Ermordung war in Dresden der aktenmäßige Bericht über Winckelmanns Tod, aus dem Italienischen des Rosetti übersetzt und von einem Vorwort Böttigers begleitet, erschienen, durch den viele falsche Gerüchte über die letzten Lebensmomente des großen Archäologen widerlegt wurden. Begreiflicherweise gewann die kleine Schrift beim Bekanntwerden des Todes Kügelgens eine neue Bedeutung; man stellte Vergleiche an zwischen den Opfern, den Tätern und den Umständen, die die Tat begleiteten. Wenn natürlich auch von einer eigentlichen geistigen Verwandtschaft zwischen Kügelgen und Winckelmann nicht die Rede sein kann, so bleibt es doch ein eigentümliches Zusammentreffen, daß beide friedliche, nur der Welt ihrer Ideen lebende Männer bestimmt waren, durch . . . weiter lesen

Eisenbahn- und Posträuber in Nordamerika

Am 25. Oktober 1886 dampfte in später Abendstunde der fahrplanmäßige Schnellzug, der Saint Louis und San Francisco verbindenden Eisenbahn von Saint Louis nach dem Westen ab. Zum erstenmal wurde an der Station Pacific Junction, knapp sechzig Kilometer von Saint Louis entfernt, gehalten. Die Stationsbeamten bemerkten, daß die Tür des Postwagens, der der Adams-Erpreß-Company gehörte, offenstand. Sie begaben sich in den Wagen und fanden darin die eisernen Kassenschränke geöffnet und ihres kostbaren Inhalts beraubt. Die Wertpapiere, eine Anzahl von Diamanten und zweiundachtzigtausend Dollar in barem Gelde waren verschwunden. Der diensttuende Postbeamte David S. Fotheringham lag in einer Ecke des Wagens am Boden, an Händen und Fußen gefesselt und einen Knebel im Munde, so daß er sich . . . weiter lesen

Der Hochverratsprozeß gegen Liebknecht

In meiner langen Berufstätigkeit habe ich keinem zweiten Prozeß als Berichterstatter beigewohnt, der auch nur entfernt an die politisch-historische Bedeutung herangereicht hat, wie dieser Hochverratsprozeß, der am 11. März 1872, also vor nunmehr 40 Jahren, vor dem Leipziger Bezirks-Schwurgericht begann. Im Jahre 1870 war die sozialdemokratische Partei noch in zwei feindliche Lager gespalten. Zwischen dem Allgemeinen Deutschen Arbeiter-Verein unter dem Präsidium des ehemaligen Frankfurter Rechtsanwalts Dr. jur. Jean Baptiste v. Schweitzer und den sogenannten »Eisenacher Ehrlichen« herrschte grimmige Fehde. Im Norddeutschen Reichstag saßen bei Ausbruch des Krieges Dr. v. Schweitzer, der Zigarrenarbeiter Fritzsche, der Lohgerber Wilhelm Hasenclever aus Halver, Westfalen; der frühere . . . weiter lesen

Die Ermordung des Rittmeisters v. Krosigk

In unserem fortgeschrittenen Zeitalter sollte man erwarten, daß eine Verminderung der Verbrechen erfolge, ganz besonders, daß Morde nur noch zu den Seltenheiten gehören. Daß in der sogenannten guten, alten Zeit weniger Verbrechen vorgekommen sind, kann allerdings nicht behauptet werden. In der vormärzlichen Zeit wurden Gerichtsverhandlungen unter Ausschluß der Öffentlichkeit geführt. Das Zeitungswesen war so wenig entwickelt, daß die Öffentlichkeit von begangenen Mordtaten nur spärlich etwas erfuhr. Es gewinnt aber fast den Anschein, als ob der kulturelle Fortschritt der Zeit wenig zur Verminderung von Kapitalverbrechen beigetragen hat. Im Gegenteil, der Fortschritt der Kultur hat nur bewirkt, daß ein größeres Raffinement . . . weiter lesen

Die Geheimnisse des Alexianer-Klosters Mariaberg

Bruder Heinrich Von jeher haftete den Klöstern etwas Sagenhaftes an. Der Umstand, daß die Klöster mit einer hohen Mauer umgeben waren, daß kein Unbefugter Eintritt fand und die Klosterbewohner nur selten in die Außenwelt kamen, verlieh den Klöstern etwas Geheimnisvolles. Es war daher begreiflich, daß, als im Sommer 1895 vor der Strafkammer des Aachener Landgerichts in einem Beleidigungsprozeß die Geheimnisse eines Klosters aufgerollt wurden, die ganze Kulturwelt den Prozeß mit atemloser Spannung verfolgte. In einer Vorstadt Aachens erhob sich ein langgestreckter grauer Bau. Ein Kruzifix und das Muttergottesbild waren wohl der einzige Schmuck dieses dürftigen Gebäudes, das augenscheinlich schon viele Jahrhunderte überdauert hatte. . . . weiter lesen

Ein Lynchgericht

(Nordamerika.) 1882. In der Nacht vom 23. zum 24. April 1882 wurde in Greensburg, dem Hauptorte von Decatur-County im Staate Indiana, ein Lynchgericht vollzogen, dem auch die entschiedensten Gegner der Volksjustiz eine gewisse Berechtigung nicht absprechen werden, denn es entsprang aus dem Zorn und der Entrüstung darüber, daß Richter, Anwälte und Geschworene zusammengewirkt hatten, um einen Mörder von der verdienten Strafe zu befreien und Recht und Gerechtigkeit unter die Füße zu treten. Ein ziemlich wohlhabender Farmer in jenem County, Namens Oskar M. Garrett, stand seit langer Zeit in einem schlimmen Rufe. Schon vor etlichen Jahren hatte er den Farmer Arnold erschossen, er war zwar vor Gericht gestellt, aber von der Jury für nichtschuldig erklärt worden. Mit der Schwester . . . weiter lesen

Der Königliche Hof- und Domprediger Adolf Stöcker als Zeuge

Im siebenten Jahrzehnt des vorigen Jahrhunderts herrschte auf dem Gebiete der inneren Politik bereits eine sehr lebhafte Bewegung. Anfang der 1870er Jahre wurde die deutsche Gesandtschaft vom Vatikan abgelehnt. Darauf begann im Reichstage der sogenannte Kulturkampf gegen die katholische Kirche. Es war der Beginn der Ausnahmegesetzgebung, die einen sehr heftigen Kampf der Zentrumspartei gegen die Regierung und die verschiedenen gegnerischen Parteien entfachte. Im Juli 1874 verübte der katholische Böttchergeselle Kullmann in Kissingen ein Attentat gegen den zur Kur weilenden Reichskanzler Fürsten v. Bismarck. Dies Vorkommnis, das begreiflicherweise eine ungeheure Aufregung hervorrief, hatte alsbald zur Folge, daß die katholischen Vereine fast sämtlich aufgelöst und gegen die Vorstandsmitglieder . . . weiter lesen

Blaize Ferrage

1779–1780 In den französischen Gebirgsabhängen der Pyrenäen verbreitete sich am Ende der siebziger Jahre des vorigen Jahrhunderts ein panischer Schrecken unter den Bewohnern der umliegenden Ortschaften. In den Felsschluchten nistete ein Ungeheuer, welches Menschen, sowohl Einwohner derselben als Reisende, anfiel, beraubte, mißhandelte, je nachdem sie in seine Höhle schleppte und – auffraß. Und dieses Ungeheuer war – ein Mensch. Bald nach den ersten blutigen Untaten war man über die Person des Täters nicht in Zweifel. Man hatte ihn von seiner Kindheit an gekannt; schade nur, daß man ihn nicht beobachtet hatte, wo, bei welcher Gelegenheit der bestialische Trieb zuerst bei ihm herausbrach, welche Umstände verführerisch auf . . . weiter lesen

Der Mörder des Kaufmanns Max Kreiß

Seit den Verhandlungen gegen Dickhoff hat kein Mordprozeß in unserer Hauptstadt eine so allgemeine und tiefe Erregung hervorgerufen und einen so stürmischen Andrang zum Schwurgerichtssaal veranlaßt wie der in den Tagen vom 20. bis 25. Mai 1887 unter Leitung des Landgerichtsdirektors Krause vor dem Geschworenengericht des Landgerichts Berlin I verhandelte gegen den Buchhalter Hermann Günzel, der angeklagt war, am 9. April 1887, Ostersonnabend, in vorgerückter Abendstunde, wahrscheinlich kurz vor oder nach 10 Uhr, den Kaufmann Max Kreiß in dessen in der Adalbertstraße 60/61 gelegenen Wohnung ermordet und beraubt zu haben. Mordprozesse sind für Berlin leider ebensowenig etwas Außerordentliches wie für die andern großen Hauptstädte. . . . weiter lesen

Die Ermordung des Advokaten Bernays

Am 21. März 1883 hat durch die Entscheidung des höchsten belgischen Gerichtshofes einer der merkwürdigsten Prozesse, die je verhandelt worden sind, seinen Abschluß gefunden. Es ist der Antrag der Brüder Armand und Leon Peltzer auf Vernichtung des schwurgerichtlichen Erkenntnisses vom 22. Dezember 1882, das die beiden wegen Ermordung des Advokaten Wilhelm Bernays zum Tode verurteilt hatte, zurückgewiesen worden. Die Todesstrafe, die in Belgien nicht mehr vollstreckt wird, ist in lebenslängliche Zuchthausstrafe umgewandelt worden. Dieser Prozeß hat schon wegen der gesellschaftlichen Stellung der daran Hauptbeteiligten weit über die belgischen Grenzen hinaus die Aufmerksamkeit auf sich gezogen. Auch die deutschen Blätter haben zum Teil sehr . . . weiter lesen

Der Tod des Rentier Peter Tixier

(NIORT IM DEPARTEMENT DEUX-SÈVRES. ARSENIKVERGIFTUNG.) 1865-1868. Im westlichen Frankreich, in der alten Provinz Poitou, dem heutigen Departement Deux-Sèvres, liegt die Stadt Niort und nicht weit entfernt davon das Landgut La Meillerage, einst Eigenthum der Nachkommen Mazarin's, im Jahre 1865 im Besitz von Peter Tixier, der dort als Junggeselle ein ziemlich behagliches Dasein führte. Er war 53 Jahre alt, kräftig gebaut und abgesehen von bisweilen wiederkehrenden Anfällen von Gicht von dauerhafter Gesundheit. Im Laufe des Juni 1865 erkrankte er wieder an der Gicht, Anfang Juli gesellten sich zu diesem alten Leiden ganz neue Krankheitserscheinungen, nämlich sehr heftige Leibschmerzen, Erbrechen und Durchfall, die sich im Laufe des Juli und August immer mehr steigerten und am 11. August . . . weiter lesen

Der Prozeß Graef

In neun überlangen Sitzungen, vom Montag, 28. September, bis Mittwoch, 7. Oktober 1885, ist vor den Berliner Geschworenen ein Prozeß verhandelt worden, der zu den denkwürdigsten und aufregendsten unserer Tage gerechnet werden darf. Vier Angeklagte haben unter der schweren Beschuldigung entehrender und widerwärtiger Verbrechen – des Meineids, der Anstiftung zum Meineid, der Vornahme unzüchtiger Handlungen und der schweren Kuppelei – auf der Anklagebank gesessen. Als Hauptbeschuldigter ein bisher nicht bloß unbescholtener, sondern sogar in der Achtung und Verehrung seiner Mitbürger hochstehender Mann, der den besten gesellschaftlichen Kreisen angehört, durch Verwandtschaft mit einigen der ersten Familien Berlins eng verknüpft ist und durch die Schöpfungen seiner Kunst Ehren aller . . . weiter lesen