10. Menschen im Hotel

Die Abbruchheinis hatten den Kasten nebenan inzwischen kleingekriegt und einen Riesenhaufen Schutt und Trümmer daraus gemacht, in dem jetzt zwei Schaufellader herumwühlten und das mit einem Getöse und einer Staubentwicklung, als würden sie dafür extra bezahlt.

Ich knöpfte mir sofort den Empfangschef vor und sagte ihm, dass ich kein beliebiger Neckermann-Tourist wäre und mir so etwas nicht bieten lassen würde. Der Schleimer versprach, sich umgehend darum zu kümmern und sein Möglichstes zu tun. Das Möglichste von Hotelmenschen ist erfahrungsgemäß noch nicht mal die Hälfte von gar nichts. Ich gab ihm deshalb noch einen Tritt in den Hintern und informierte ihn, dass ich mir gegebenenfalls durchaus auch eine saftige Schadensersatzklage wegen Belästigung vorstellen könnte. Das wirkte. Er schwirrte ab und machte sich auf die Suche nach dem Geschäftsführer.

Ich ging auf mein Zimmer und duschte heiß und lange und schabte mir die Bartstoppeln der letzten Nacht aus dem Gesicht. Danach ließ ich mir ordentlich was zu essen kommen und holte Frühstück, Mittagessen und Kaffeetrinken in einem nach. Das Essen war gut. Die Küche schien entschieden das Beste zu sein an dem ganzen Laden, entschieden besser jedenfalls als die leicht angestaubte Plüsch- und Gobbelinatmosphäre meiner Senatorsuite, immerhin den teuersten Räumen, die sie hatten.

Es war kurz vor sieben. Die Bagger auf der Baustelle nebenan lärmten immer noch, und ich war gerade bei der Verdauungszigarre und einem Gläschen Cognac angelangt, als Feder aufkreuzte — ein Hänfling Anfang zwanzig, blass, mit Brille und einem Gesicht, das man schon vergessen hatte, wenn man nur mal kurz wegguckte. Ich verstaute ihn in einem dick gepolsterten Chintzfauteuil und drückte ihm einen Cognac in die Hand und studierte ihn. Er hockte ganz vorne auf der Sesselkante, hielt den Schwenker etwas linkisch am Stiel und blickte sich mit großen, neugierigen Kinderaugen im Zimmer um. — Ein leicht verklemmter Junge vom Lande, der noch nicht sehr weit herumgekommen war, harmlos und völlig ungefährlich, solange er nicht hinter einer Schreibmaschine saß und niemand ihm irgendwelche Flausen in den Kopf gesetzt hatte. Ich grinste ihn an. «Schätze, Ihr Boss hat Ihnen einen Haufen gute Ratschläge mit auf den Weg geben. Hat Sie vor dem bösen Onkel mit der Bonbontüte gewarnt und gesagt, Sie sollten sofort heimkommen, wenn der Onkel unsittliche Angebote macht. Hab ich recht?»

Er lächelte schüchtern und wiegte den Kopf dazu. «Na ja, so ähnlich. . .»

«Glauben Sie ihm kein Wort, es besteht überhaupt keine Gefahr,» versicherte ich ihm. Eine glatte Lüge, und wie Gefahr bestand, höchste Gefahr, Lebensgefahr! Ich würde dem dämlichen Kerl seine dämliche Rübe abreißen und hinten reinschieben. Aber vorher mussten erst noch in aller Ruhe ein paar Fragen geklärt werden, noch war er nicht ganz schlachtreif. Und was tut man nicht alles, um den Leuten unnötige Aufregungen zu ersparen und seine Geschäfte so nett wie möglich abzuwickeln.

«Er sagte, Sie hätten vielleicht etwas für mich,» stotterte er wild drauf los.

«So, hat er das?» erwiderte ich gedehnt.

«Deswegen bin ich eigentlich hier.»

Ich starrte ihm ins Gesicht. Da waren eine Menge Pickel, hässliche rote Pickel, gut verstreut über den ganzen Teint. Schon über zwanzig und mit der Pubertät immer noch nicht ganz fertig, wie? Nun ja, manche brauchen dazu eben etwas länger. Manche brauchen zu allem etwas länger. Er war tatsächlich gekommen, um sich seine Story abzuholen. War das Mut, Chuzpe oder einfach nur Dämlichkeit? Bin ich Psychologe?

Ich sagte: «Schon möglich, dass ich was für Sie habe,» — einen Scheißdreck hatte ich! –. «Aber bevor wir uns mit neuen Geschichten befassen, sollten wir uns erst mal noch ein bisschen über die alten unterhalten, da ist nämlich noch einiges, nun äh, ziemlich unklar.»

«Alte Geschichten?»

«Gibt es denn so viele alte Geschichten?»

Unruhig rutschte er im Sessel herum. «Sie meinen die Sache mit der Kläranlage?»

«Wie ich hörte, sind Sie ein sehr guter Mann –.»

Er entspannte sich etwas und lächelte geschmeichelt. «Na ja.»

Er glaubte es wirklich, dieser Tropf. Er glaubte, dass er ein guter Mann war und dass ich seine Geschmiere über die Kläranlage für eine fabelhafte Sache hielt. Das war genau der richtige Zeitpunkt, um zuzuschlagen. Und ich schlug zu und flocht ihn zwischen die Seile und grinste. «Aber auch der Beste macht mal Fehler, nicht wahr?»

Sein einfältiges Gegriene verflog. Es begann zu arbeiten in ihm, man konnte es fast rattern hören. Endlich fiel der Groschen. Er kapierte, er regte sich auf, er stellte sich auf die Hinterbeine. «Die Sache war sehr sauber recherchiert. Wir haben alles genau überprüft, es war die reine Wahrheit — ganz objektiv. . .»

«Ganz objektiv wird das eine Menge Leute den Job kosten,» unterbrach ich ihn barsch.

Er tat wie Tulpe. «Ähm, wieso?»

«Weil Sie mit dem saublöden Wirbel gewisse Herren auf dumme Gedanken gebracht haben, verdammt noch mal!» brüllte ich los. «Man will uns den Laden dichtmachen. Sagen Sie bloß, das hätten Sie nicht gewusst!»

Verschreckt zog er sich tiefer in den Sessel zurück und kippte sich dabei den halben Cognac über die Hose. In die Enge getrieben blökte er: «Was wollen Sie eigentlich von mir?! Wollen Sie mir vielleicht vorschreiben, wo ich Dreck zu sehen habe und wo nicht?»

Selbstverständlich hätte ich im massenhaft nützliche Tipps geben können, was er wo zu sehen hatte und was nicht. Aber ich war etwas in Eile, und außerdem war das hier keine Weiterbildungsveranstaltung für zurückgebliebene Schmöcke. Deshalb konzentrierte ich mich aufs Wesentliche und röhrte: «Namen will ich! NAMEN!»

«Namen?» echote er und lauschte dem Echo nach. Er schien nicht zu wissen, was eine Name ist.

Ich bellte: «Wer hat Ihnen die Story gesteckt??»

Die Wirkung auf ihn war gleich Null. Er grinste renitent. «Schon mal was von Informantenschutz gehört?»

Ich überlegte, ob ich mich besser fühlen würde, wenn ich ihn umbrächte. Aber dann musste ich an die unvermeidlichen Schlagzeilen denken und ließ es bleiben und beschränkte mich darauf, ihn aufzuklären: «Da gibt s gar nichts mehr zu schützen, ich weiß nämlich, wer es war.»

«Wieso fragen Sie mich dann überhaupt noch danach?»

«Weil ich den Namen von Ihnen hören will»

«Versteh ich nicht,» sagte er und zuckte die Achseln.

«Ich will wissen, ob Sie mir die Wahrheit sagen. Unter Leuten, die miteinander Geschäfte machen, ist das doch eine ganz normale Vorsichtsmaßnahme, oder?»

«Geschäfte?»

«Die Story,» erinnerte ich ihn freundlich. Es gab zwar keine Story, aber wenn es erforderlich werden sollte, würde ich mir schon irgendwas Knalliges aus den Fingern saugen, und vielleicht ließ sich dann ja sogar das eine oder andere nutzbringend miteinander verbinden. Mal sehn.

«Ah ja, die Story. Was ist das überhaupt für eine Story?»

«Wie war noch gleich der Name?»

Er räkelte sich im Sessel. «Ich bin mir nicht sicher, ob Ihre Story überhaupt so viel wert sein kann.»

Ich grunzte. «Ich will von Ihnen nur einen Namen hören, den ich sowieso schon kenne. Das ist für Sie nicht mehr als eine Sprechübung. So billig werden Sie nie wieder an eine Story kommen. Was stellen Sie sich also so an?»

Er guckte in sein Glas und nahm einen hastigen Schluck. Er sah mich an. Seine Augen waren etwas hervorgetreten, und seine Stimme war rauh, als er sagte: «Zeck.»

Sieh an, sieh an, die Dinge begannen sich zu reimen. Ich nickte befriedigt.

«Und jetzt lassen Sie mal Ihre Geschichte vom Stapel,» forderte er mich kess auf.

«Hat was mit Politik zu tun,» deutete ich ins Blaue hinein an.

«Politik?»

«Politik des Geldverdienens. Ist leider noch nicht ganz fertig, werde noch ein bisschen dran feilen müssen.»

Er setzte den Schwenker hart ab. «He, kommen Sie mir nicht so! Ich habe geliefert, und jetzt sind Sie dran.»

Die Havanna war mir ausgegangen. Ich legte erneut Feuer an sie und blies das Streichholz aus. «Meine Story hat Lieferzeit, sagte ich das nicht?»

Er beugte sich vor und kriegte Stielaugen. «Sie wollen mich doch nicht etwa verarschen, oder?»

«Nicht doch,» wehrte ich ab und rauchte.

«Wäre wirklich nicht nett von Ihnen, wenn Sie mich verarschen wollten,» bohrte er.

Ich nahm die Zigarre aus dem Mund. «Würden Sie dann wieder hässliche Dinge über uns verbreiten?»

Er ließ sich in den Sessel zurückfallen und schlug die Beine übereinander. «Nicht über Ihre Firma, höchstens über Sie, und dann auch nur die Wahrheit. Und wie hässlich die ist, das liegt ganz bei Ihnen.»

Der Bursche hatte Mumm, das musste man ihm lassen — ein bisschen zu viel vielleicht. Aber nun gut. Ich würde ihm eine Story liefern und was für eine! Eine, die ihm um die Ohren fliegen würde. Aber dazu brauchte ich noch etwas Zeit. Ich sagte: «Schaun Sie am Wochenende mal wieder vorbei, vielleicht habe ich dann etwas für Sie.»

Nach kurzer Bedenkzeit erhob er sich und erklärte auf eine großspurige Art, die er sich wahrscheinlich in irgendeinem Film abgeguckt hatte: «Okay, ich hoffe bloß, es lohnt sich.»

«Es wird sich ganz bestimmt lohnen,» grinste ich.

Er trabte ab.

«Ach übrigens,» fragte ich ihm hinterher, «gibt es noch irgendwelche Kontakte zu diesem Zeck?»

In der offenen Tür drehte er sich um. «Nee. Es gab überhaupt bloß einen einzigen. Das war, als er mich anrief und mir den Tipp mit der Kläranlage gab.» Es klang ehrlich, wie er es sagte. Und irgendwie brachte ich es fertig, ihm zu glauben. Bodo Lünch glaubt einem Pressefritzen, eigentlich ein Fall für ein dickes Kreuz im Kalender — oder für die Klapsmühle.

«Hat er was verlangt für den Tipp?» erkundigte ich mich.

Feder machte ein Froschmaul und schüttelte den Kopf.

«Wieso hat er überhaupt seinen Namen gesagt?»

«Na, weil ich ihn danach gefragt habe.»

«Und da hat er ihn Ihnen gesagt — einfach so?»

«Das nicht gerade, ich musste ihn schon ein bisschen kitzeln von wegen Glaubwürdigkeit seiner Geschichte und so. Aber es war kein allzu großes Problem, und zum Schluss hat er das Ei dann auch gelegt.» Er grinste durchtrieben und hielt sich für einen ungemein ausgebufften Burschen.

Zeck konnte verschiedene Gründe gehabt haben, mit offenen Karten zu spielen. Ich machte mir nicht die Mühe, sie zu sortieren, ich würde ihn einfach persönlich nach dem richtigen fragen.

«Wir sehn uns am Wochenende,» sagte ich zu Feder und machte Winke, Winke wie weiland ein Politbüromitglied auf der Kremlmauer bei der Maiparade. Und er zog ab mit einem Gesicht, als ob er die Welt im Sack hätte.

Ich trank meinen Cognac aus, lauschte ein Weilchen auf den Lärm der Schaufellader und Presslufthämmer, sah vor den Fenstern Staubwolken aufsteigen und verspürte einen Anflug von Sodbrennen. Dann machte ich mich auf die Socken.

In der Eingangshalle kam mir der Empfangschef entgegengeschleimt und teilte mir mit, dass die Radaubrüder von der Abbruchfirma noch mindestens drei Tage brauchen würden und gewisse Belästigungen in dieser Zeit leider unvermeidlich sein würden. Und als er das losgeworden war und ich ihn zu seinem eigenen Erstaunen am Leben gelassen hatte, warf er sich in die Brust und erklärte, die Geschäftsleitung werde mir als Ausgleich für diese Unannehmlichkeiten natürlich bei meiner Zimmerrechnung großzügig entgegenkommen. An diesem Punkt hätte ich ihn dann beinahe doch noch umgebracht. Ich fragte ihn, ob das wirklich sein Ernst wäre. Schließlich wäre ich auf Firmenkosten hier und wie er darauf käme, dass ich meiner Firma Rabatte für unzumutbare Verhältnisse in den Rachen werfen würde.

Er wurde ganz kleinlaut und kriegte den Flatterblick. Leute drehten sich nach uns um. Und das war ihm gar nicht recht.

Ich ließ ihn ein bisschen schwitzen. Und als er langsam zu zerfließen begann wie ein Camembert auf der Heizung, informierte ich ihn, dass ich mir eine Einigung auf der Basis einer ordentlichen Barvergütung vorstellen könne — ohne Quittung und ohne irgendwelche Abzüge selbstverständlich. Er lächelte mich dankbar an und akzeptierte freudig und musste es nur noch der Geschäftsleitung beibringen.

Meine Rechnung würde voraussichtlich einige Tausender ausmachen, und davon wurden ein paar Scheinchen bei mir hängenbleiben, so ganz nebenbei und ohne einen Finger krumm zu machen und völlig steuerfrei. Für Unannehmlichkeiten, die tagsüber stattfanden, während ich ganz woanders sein würde — so macht man Geschäfte, horrido. Bester Dinge verließ ich das Hotel und fuhr zu der Adresse aus Zecks Personalakte. Sie lag in einem nicht ganz astreinen Stadtviertel und war eine Pension in einem schmalbrüstigen Vorstadthaus. Aus einem offenen Fenster im ersten Stock wehten zerschlissene Stores. Ein Radio plärrte mit voller Lautstärke Hitparadenmusik. Die Farbe an den Fensterrahmen blätterte ab. Und der Rasen im Vorgarten war verbrannt und wimmelte nur so von Löwenzahn. — Eine Absteige für heruntergekommene Dauermieter, in der man auch schon mal nachts über die Feuerleiter auszog.

Geleitet wurde das Etablissement von einer mürrischen fetten Schlampe in einem himmelblauen gesteppten Morgenmantel mit aufgelösten Haaren und einer lippenstiftverschmierten Kippe im Mund. Ein trautes Bild, alles passte zusammen.

Zeck war natürlich längst ausgezogen und hatte nichts hinterlassen außer einer offenen Zimmerrechnung für drei Monate, weshalb die Vettel auch nicht besonders gut auf ihn zu sprechen war. Ich nutzte das aus und erzählte ihr kurzerhand irgendwas von einer Erbschaft, wegen der ich ihn unbedingt finden müsste. Das brachte mir zwei, drei andere Adressen ein. Die Leute machen sich so gerne falsche Hoffnungen, und sie machte sich eben Hoffnungen, doch noch endlich an ihr Geld zu kommen, und war plötzlich scheißfreundlich und wünschte mir viel Erfolg beim Suchen.

Ich klapperte die Adressen ab, die sie mir gegeben hatte und erhielt dort weitere und an diesen weiteren wiederum weitere und so weiter. Ich putzte Klinken und scheuerte Kneipentresen und brachte einen Haufen Geld unters Volk. Zeck schien eine Menge Bekannte zu haben, aber irgendwie waren sie alle nicht recht auf dem Laufenden und hatten ihn schon eine ganze Weile nicht mehr gesehen. Irgendwas an der Sache war faul, ich wusste nur noch nicht was.

Gegen neun, die Sonne hing in einer Wolkenbank dicht über dem Horizont, und in den Büschen zwitscherten Amseln ihr Abendlied, stand ich vor einem Haus, das offensichtlich jemand mit Rancherfimmel gehörte — Gartenzaun aus Wagenrädern, Longhornes überm Eingang so in der Art. Der Mann hieß Schwoof.

Ich lehnte mich auf die Klingel. Schritte im Haus. Eine rauhe Stimmte fragte hinter der Tür: «Wer ist da?»

Wer schon, der Osterhase natürlich. Ich ließ den Klingelknopf los und antwortete: «Lünch! Bodo Lünch.»

«Bodo wer?»

«LÜNCH!» brüllte ich die Tür an.

Ein Schlüssel drehte sich im Schloss, und die Tür ging zögernd auf, und ein Bierbauch in Unterhemd und Trainingshose guckte heraus wie ein Pferd aus der Box. «Was wolln Sie?» fragte er.

«Es geht um einen alten Freund von Ihnen — Bruno Zeck.»

«Was ist mit ihm?»

«Das würde ich gerne von Ihnen hören.»

Er zog eine Grimasse. «Hat ’ne Weile hier gewohnt, ist aber schon ’n paar Monate her. Und seitdem hab ich ihn nicht mehr gesehn. — Genügt Ihnen das?»

«Nein, das genügt mir nicht!» antwortete ich grob.

«Nicht?» fragte er verdattert. Er roch nach Bier, genauer nach Bierfahne. Ich stellte unauffällig einen Fuß in die Tür und sagte: «Nein, das pfeifen die Spatzen nämlich schon von den Dächern, und ich würde gerne endlich mal was wirklich Neues zu diesem Thema hören. Wäre ja zum Beispiel möglich, dass er verreist ist, oder?»

«Keine Ahnung,» maulte er und wurde unruhig. Er schien sich nach seinem Bier zu sehnen.

Ich war die Ruhe selbst und ließ mir Zeit. «Aber vielleicht kennen Sie ja jemanden, der mir sagen kann, was mit Zeck los ist.»

«Also wirklich, nee. . .» Er fing an, hinter der halb geöffneten Tür herumzuhampeln wie ein kleiner Junge, der aufs Klo muss.

«Denken Sie mal scharf nach,» forderte ich ihn auf. Sie sind ziemlich dicke mit ihm, aber Sie wissen nichts. — Wer ist noch dicker mit ihm?»

Er pumpte sich auf und schnaufte. Und als ihn das nicht entscheidend weiterbrachte, versuchte er es einfach mal auf die vernünftige Tour und machte die verdammte Tür endlich ganz auf und trat zurück und knurrte: «Na, dann kommse mal rein. Er schlurfte vor mir her, und wir versammelten uns in einem vollgestopften Zimmerchen, das in einen Obstgarten hinaus ging. In der hintersten Ecke flimmerte ein Fernseher, stumm, ohne Ton. Eine gescheckte Katze auf der Fensterbank drehte den Kopf und warf mir aus einem Auge einen übellaunigen Blick zu. Das andere Auge war angeschwollen. Es roch nach allem Möglichen, nur nach nichts Angenehmem.

Schwoof ließ sich aus einen Stuhl an einem Tisch mit Wachstuchdecke fallen, grapschte nach einer Bierflasche, nahm einen Schluck und machte «Aaah!» und nickte zu dem Katzenvieh hin. «Der nasse Willy. Ist ganz scharf auf Whisky, kann gar nicht genug kriegen davon. Hat gestern mal wieder bannig einen sitzen gehabt und ganz schön randaliert. Musste ihm ordentlich eine reinhaun, um ihn halbwegs wieder zur Vernunft zu bringen. Tschä, das war wieder mal ’n Abend, was min Jung? Große Sause, dicker Kopp. — Prost, alte Pichelkehle!» Die Bierflasche gluckste, verächtlich wandte der Kater den Kopf ab und blickte dösig zum Fenster hinaus und tat, als ginge ihn das alles gar nichts an.

Schwoof knallte die Flasche auf den Tisch und warf sich wiehernd auf dem Stuhl herum und hieb sich auf die Schenkel. Dann kam er langsam wieder zur Ruhe und glubschte mich an und stellte fröhlich fest: «Sie sind also hinter Zeck her. Was hat er denn ausgefressen?»

«Wie kommen Sie darauf, das er was ausgefressen haben könnte?»

«Weil noch nie jemand hinter ihm her war, ohne dass er was ausgefressen hätte.»

«Er hat noch Geld zu kriegen von der Firma, für die er mal gearbeitet hat,» erklärte ich kaltblütig.

«Geld?» wieherte Schwoof wieder los. «Zeck kriegt Geld? Welche gottverdammte Firma schmeißt diesem Kerl denn noch Geld hinterher?»

«Maddox-Color.»

Sein Gewieher brach schlagartig ab. «Maddox? Sie machen Witze.»

Vielleicht hielt ich mich nicht in allen Einzelheiten an die Wahrheit, aber Witze machte ich ganz bestimmt nicht. Und das sagte ich ihm auch.

«Du kriegst die Motten!» platzte er heraus. «Und Sie laufen ihm mit dem Zaster auch noch nach. — Also wenn das nich’n Ding ist, dann, äh. dann weiß ich nich was’n Ding ist.» — Er zögerte –. «Und darf man fragen, wieviel?»

«Darf man,» nickte ich.

Er glotzte mich an und kratzte sich am Bauch. Und nach einer Weile begann er umständlich: «Und wofür. . .., ähm, ich meine, womit hat er sich den Kies verdient?»

«Eine geschäftliche Abmachung,» erklärte ich. Das war nicht mal gelogen. Wenn ich mit meiner kleinen Theorie richtig lag, war es das tatsächlich, Erpressungen sind immer geschäftliche Abmachungen. Und mit aufrichtigem Bedauern fügte ich noch hinzu: «Leider hat er seine neue Adresse nicht hinterlassen.»

Er wischte sich mit dem Handrücken über den Mund und begann an seiner Unterlippe herumzukneten und ließ sich die ganze Sache noch mal gründlich durch den Kopf gehen. Und das brachte ihn zu der Frage: «Springt dabei irgendwas raus, Finderlohn oder so?»

«Finderlohn? Hat denn irgend jemand irgendwas verloren?»

«Na, sie doch — den Zeck.»

«Der Zeck als solcher interessiert uns überhaupt nicht,» erklärte ich gleichgültig. «Wir wollen bloß unsere Bücher in Ordnung bringen,» — Bücher in Ordnung bringen! Und wie wir das wollten! –, « ’n paar alte Schulden bezahlen, das ist alles.» Wie viele Lügen gehen eigentlich auf eine Kuhhaut? Ich hab’s mal ausprobiert: 5738, und von den kleinen Notlügen sogar eine ganze Ecke mehr. Von den großen Bodo-Lünch-Lügen aber nur ganze drei Stück! Also her mit den Kuhhäuten! Bodo Lünch braucht Kuhhäute!

Schwoof zog einen Fuß aus dem Pantoffel und sah bekümmert darauf nieder und bewegte die Zehen in der löchrigen Socke. Der strenge Geruch in der Bude wurde noch etwas strenger. «Hm, und was is, wenn Sie ihn nicht finden?»

«Dann behält die Firma den Zaster eben. Alte Ansprüche verjähren schließlich irgendwann mal. Kein Zeck, kein Geld für Zeck, so einfach ist das.»

Dieser Gedanke beunruhigte ihn sichtlich. Irgendwie meinte er wohl, ihm würde da was durch die Lappen gehen. Seufzend faltete er seine derben Hände über dem Bauch und meinte trauernd: «So ’n Pech aber auch.»

«Noch ist es ja nicht so weit, er hat immer noch eine faire Chance,» log ich ihn an. «Alles hängt davon ab, ob ich ihn erwische, bevor die Verjährungsfrist abläuft.» Was für eine Verjährungsfrist? Na die, die ich gerade eben extra für den Bierbauch erfunden hatte.

Schwoof dachte nach. Alte Freunde lässt man nicht im Regen stehen, besonders dann nicht, wenn dabei für einen selber eventuell etwas rausspringen könnte. «Vielleicht sollten Sie’s mal bei Frenchy probiern. Mit dem isser mal viel durch die Kneipen gezogen.»

«Frenchy — hat das irgendwas zu bedeuten?»

«Kann sein, kann auch nicht sein. Ich weiß nur, dass er eine Art Penner ist, der sich hauptsächlich am Hafen rumtreibt.»

Netter Umgang, den Zeck da hatte. Das sah nicht gerade aus wie ein heißer Tipp. . .. Aber welcher heiße Tipp sieht schon aus wie ein heißer Tipp? Schlauer ist man immer erst hinterher, wenn man’s ausprobiert hat. Ich nickte. «Okay, Frenchy — Hafengegend.»

Schwoof nickte zurück. «Und bestellen Sie Bruno ’nen schönen Gruß von mir, wenn Sie ihn finden.»

Ich wusste nicht, ob ich ihm tatsächlich einen Gefallen tun würde, wenn ich Zeck darauf hinwies, wer mich auf seine Spur gebracht hatte. Ich musste grinsen und fragte anzüglich: «Soll ich das wirklich?»

Einen Moment glotzte er mich groß an und wusste nicht, wovon ich sprach. Und als er merkte, dass er auch nicht dahinterkommen würde, winkte er verärgert ab: «Ach, gehn Sie doch zum Teufel!» Er griff sich die Fernbedienung, ziele damit auf den Fernseher und blendete den Ton auf — Flora und Fauna im Amazonasgebiet unter besonderer Berücksichtigung des Liebeslebens der Vogelspinne. Und das Ganze in Großaufnahme. Widerliche schwarze behaarte Spinnen beim Bumsen — tz, tz, womit manche Leute sich die Zeit vertreiben. . .

Leere Kais, vergammelte Lagerschuppen, graue Silos, rostige Ladegleise, ein paar Kräne, das war der Hafen. Und irgendwo ganz hinten, im Brettergehäuse eines maroden Baggers an einem ehemaligen Kohlebunker, umgeben von Zweiliterbouteillen lag Frenchy und machte keinen Mucks und sah ziemlich alt aus und ziemlich tot. Aber tot war er nicht. Es handelte sich lediglich um einen besonders schweren Fall von Rotweinrausch. Mit ein paar saftigen Watschen und gutem Zureden holte ich ihn wieder ins Leben zurück. Den Rest besorgte ein Fünfzig-Euro-Schein, den ich ihm unter seine eingeschlagene Nase hielt. Der Anblick machte ihn mit einem Schlag wieder nüchtern. Und dann dauerte es keine fünf Sekunden, bis ich Zecks Adresse hatte. Für fünfzig Mäuse hätte mir der Alte sehr wahrscheinlich sogar die Gebeine seiner Großmutter verkauft und sie auch noch eigenhändig ausgebuddelt und sortiert. Aber es genügte mir schon völlig, dass er mir seinen besten Kumpel ans Messer lieferte.

Die trüben Funzeln der Kaibeleuchtung gingen gerade an, als ich von dem Bagger wieder herunterkletterte. Ich schlenderte zu meinem Wagen. Ringsum war alles still. Das schwarzgrüne Wasser im Hafenbecken schwappte träge gegen die Kaimauern. Von See her wehte eine angenehme kühle Abendbrise. Nur in einer hell erleuchteten Kneipe am Hafenrand war noch Betrieb.

Die Adresse, die Frenchy mir gegeben hatte, lag in einem Ort ein Stück die Küste runter. Gemütlich, ohne zu übertriebene Hast, gondelte ich an der See entlang, pfiff ein Liedchen und sah mir die langsam in der Dunkelheit versinkende Gegend an.

Auf dem Gelände einer aufgegebenen Werft arbeiteten funkensprühend noch die Trennschleifer und Schneidbrenner von Abbruchmannschaften — wahrscheinlich Koreaner oder Chinesen, die es eilig hatten, und in spätestens zwölf Monaten genau auf diesen Anlagen für den Weltmarkt in rauhen Mengen und zu absolut konkurrenzlosen Dumpingpreisen Containerschiffe, Supertanker und so weiter bauen würden. Hier war der ganz große Ausverkauf im Gange, die Gegend lebte auf Abbruch. Und wenn sie die letzten rostigen Nietbolzen an irgendwelche Schlitzaugen verscherbelt hatten, würden sie hier oben wieder wie Anno Tobak Ackerbau und Viehzucht treiben und sonst gar nichts. Die Japse und all die anderen von da hinten würden den großen Reibach machen — Kameras, Autos, Schiffe, Computer, sie holen nach, was sie mit Pearl Harbour nicht geschafft haben; ihre gegenwärtige Wirtschaftskrise ist dabei nur eine kleine Verschnaufpause auf dem Weg nach oben. Und warum das alles? Ich sage nur: Gewerkschaften, Mitbestimmung, 35-Stunden-Woche.

Nach einer Viertelstunde hatte ich das Kaff erreicht und landete in einem Neubaugebiet und stand schließlich vor der Tür einer Dachwohnung. Ein Bursche im Schwarzenegger-Format öffnete.

Ich sagte: «Zeck?»

Er machte «Mhm.»

Niemand hatte mir gesagt, dass Zeck ein Muskelpaket war. Muskeln, Muskeln, Muskeln, wohin das Auge blickte. Der Kerl schien aus nichts anderem zu bestehen als aus Muskeln. Und das Ganze auch noch mindestens zwei Gewichtsklassen über meiner. Solche Überraschungen gefallen mir gar nicht, sie verändern die Verhandlungsbasis, wenn Sie wissen, was ich meine. So jemanden kann man beispielsweise nicht einfach so nach seinem Ausweis fragen.

«Ich bin geschäftlich hier,» fing ich an.

Er verschränkte die Arme und lehnte sich gegen den Türrahmen. «Um diese Zeit?»

«War gar nicht leicht, Sie zu finden, ich renne schon den halben Tag hinter Ihnen her.»

«Also, was für ein Geschäft? — Ich hoffe, sie wolln mir nicht irgendwas andrehn.»

«Hätten Sie was dagegen, wen es Geld wäre?» grinste ich.

Er starrte mich mit kleinen bösen Augen an. «Ich glaub, ich versteh Sie nicht ganz.»

«Na ja, aus Ihrer Zeit bei Maddox haben Sie noch etwas, das die Firma gerne zurück hätte, gegen Bezahlung, versteht sich.»

«Habe ich das?» fragte er gedehnt und rührte sich nicht von der Stelle.

Ich wurde etwas ungehalten. «Ich denke, wir sollten es nicht übertreiben mit dem Versteckspielen.»

«Gute Idee,» lobte er. «Also wieviel?»

«Wieviel was?»

«Na, Murmeln, Kohlen, Kröten — sprechen wir nicht gerade über Zaster?»

Der Bursche spielte Theater. Das machte mich misstrauisch. Normalerweise spielen solche Burschen nie Theater, weil sie es gar nicht nötig haben. Ich knurrte: «Erst die Ware, dann das Geld — alte Kaufmannsregel.»

Er blickte zur Decke und seufzte. «Ach ja, die Ware.»

Irgendwie hatte ich plötzlich ein ganz komisches Gefühl. So ein Gefühl, als ob mich jemand verschaukeln wollte. Ich konnte mir diesen Kerl einfach nicht in einem Büro vorstellen, in einem Büro ganz hinten in einer Fabrikhalle, mit Neonbeleuchtung, den ganzen Tag über Tabellen und Listen brütend. Ich konnte mir nicht einmal vorstellen, dass er richtig lesen und schreiben konnte, vom Rechnen ganz zu schweigen. Ich fragte: «Wann können Sie liefern?»

«Hängt ganz davon ab, wieviel Sie bieten,» antwortete er träumerisch.

Ich versuchte es mit der Schocktherapie und sagte: «Fünfzigtausend.»

Es funktionierte. Seine kleinen Augen sprangen weit auf, und er starrte mich entgeistert an.»Fünfzigtausend?!»

Ich nickte. «Für den kompletten Satz.»

Die Muskelstränge an seinem Hals traten hervor, sein Adamsapfel hüpfte. «Was für ’n Satz, verdammt noch mal?»

«Sicher nicht Schraubenschlüssel,» grinste ich.

«Können Sie nicht ’n bisschen deutlicher werden?» fragte er gierig.

«Muss ich das denn wirklich?»

«Zum Teufel ja!»

Das war nicht Bruno Zeck. Frenchy, das alte Aas, hatte mich verladen. Die beiden wollten Pingpong spielen mit mir. Aber nicht mit Bodo Lünch. Ich sagte: «Zum Teufel nein! Wenn Sie hätten, was ich suche, würden Sie sich nicht mit lächerlichen Fünfzigtausend zufrieden geben. –Vergessen Sie’s.» Ich tippte mir grüßend an die Schläfe und ließ ihn stehen mit dem Gefühl, gerade die Chance seines Lebens verpasst zu haben. Wenn ich jemals einen Mann gesehen habe, der sich am liebsten in den Hintern gebissen hätte, dann war er es. Und dabei wusste er nicht einmal, worum es eigentlich ging. Tja, Muskeln allein sind eben nicht alles. Ich war fast schon zur Haustür hinaus, als er sich endlich wieder gefasst hatte und mir von oben hinterher röhrte: «Aber lassen Sie bloß die Finger von Frenchy, sonst breche ich Ihnen sämtliche Knochen im Leib!»

Ganz im Gegenteil, ich würde mir die Schnapsnase noch mal gründlich vornehmen, und davon würden mich alle Muskelmänner dieser Welt nicht abhalten können. Ich schmiss mich in den Daimler und gab der Karre die Sporen. Für den Rückweg zum Hafen brauchte ich noch nicht mal die halbe Zeit.

Ich suchte Frenchy dort, wo man einen Penner, der gerade wieder zu Geld gekommen ist, suchen muss: in der nächsten Kneipe. Und das war die dröhnende Kaschemme in dem einsamen hohen Haus am Hafenrand. Ich lag richtig. Großer Pennerauflauf am Tresen und mittendrin Frenchy mit den Spendierhosen an. Ich arbeitete mich durch das bechernde Volk zu ihm vor und lieh ihn mir mal kurz für ein Gespräch unter vier Augen aus. Draußen vor dem Haus, wo es nicht so hell und etwas intimer war, knöpfte ich ihn mir mal gründlich vor und holte die ganze Wahrheit aus ihm raus. Das Riesenbaby auf dem Lande, das er mir angedreht hatte, war irgendein entfernter Verwandter von ihm und hatte mit Zeck natürlich nicht das Geringste zu tun. Den Zeck hatte er, genau wie alle anderen, schon seit Monaten nicht mehr gesehen. Und das Geld von mir hatte hatte er inzwischen in der Kneipe für ein paar Lokalrunden restlos auf den Kopf gehauen. Das war die Situation — nicht sehr angenehm für mich, aber noch viel weniger angenehm für ihn. Er hatte mich verschaukelt, und er hatte Schulden bei mir, einen Haufen Schulden für seine Verhältnisse. Ich machte ihm eindringlich klar, dass seine einzige Chance, aus der ganzen Sache halbwegs heil wieder herauszukommen, darin bestand, dass er mir endlich lieferte, wofür ich ihn bezahlt hatte: seinen guten alten Freund Zeck. Ich gab ihm drei Tage Zeit, ihn aufzutreiben, und ich sagte ihm auch, dass ich für nichts garantieren könne, wenn er mir dann immer noch nichts bieten könnte. Das wirkte — jedenfalls im Moment — und er schwor mir, dass er Zeck ganz bestimmt für mich ausfindig machen würde.

War schon komisch mit diesem Zeck — seit Monaten spurlos von der Bildfläche verschwunden, und das in einem Küstennest, in dem eigentlich noch nicht mal eine Kiste stinkender Fisch spurlos von der Bildfläche verschwinden konnte. Und niemand wusste etwas von einer Reise oder einem Umzug oder hatte irgendwie eine andere Erklärung. Und ob ausgerechnet Frenchy Licht in die Sache bringen würde, war alles andere als sicher. Selbst wenn er nach dem Schreck, den ich ihm eingejagt hatte, erst mal für eine Weile nüchtern bleiben sollte und sich auch richtig anstrengte — mehr als eine schwache Hoffnung war der alte Säufer nicht.

Einen geschlagenen halben Tag hatte ich jetzt schon an das Problem Zeck drangegeben und war noch keinen Schritt weiter gekommen. Dabei war er nur ein Teil des Kläranlagenproblems, und dieses wiederum war nur ein Problem unter anderen Problemen. Vielleicht sollte ich einen Privatschnüffler auf die Sache ansetzen.

Ich fuhr zurück ins Hotel.

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